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Bye Bye Triathlon

Nach 4 Langdistanzen und einer tollen Zeit habe ich mich entschlossen dem Triathlon den Rücken zu kehren. Natürlich mache ich das auch mit einem weinenden Auge, da es mir immer sehr viel Spaß bereitet hat, mich auf einen Ironman vorzubereiten. Auch ein Ziel vor Augen zu haben war eine tolle Sache. Leider leidet bei dieser Sportart das Familienleben sehr extrem und ich bin nicht der Typ, der eine Sportart auf Amateurbasis mit drei bis viermal Training in der Woche machen kann. Leistungssport hat mich mein ganzes Leben begleitet und deshalb liegt für mich der semiprofessionelle Bereich immer in der Nähe des Machbaren. Daher gilt meistens das Motto „Alles oder Nichts“ bei mir. Meiner Meinung nach kann man sich nicht auf einen Ironman mit drei Trainingseinheiten in der Woche vorbereiten und deswegen sage ich lieber „Bye Bye Triathlon“.


Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden – Teil 3 – Laufen

Für den Wechsel vom Rad auf die Laufstrecke habe ich mir dann 2:11 Minuten gegönnt. Die ersten Schritte waren noch etwas unkoordiniertund schwer. Mit jedem Schritt ging es aber dann besser. Ein Blich auf die Uhr zeigte mir, dass ich wieder viel zu schnell angelaufen bin. Mit 4:20 min/km – 4:30 min/km, war es definitiv zu schnell. Ich wollte nicht die Fehler der letzten Jahre wiederholen und habe mich gezwungen einen Schnitt von ca. 4:50 min/km zu laufen. Das klappte auch wunderbar und die Beine fühlten sich noch sehr gut an. Nach ca. 5 Kilometer wollte ich dann das Tempo erhöhen. Leider klappte das nicht mehr. Ich konnte machen was ich wollte, schneller als 4:50 min/km konnte ich nur unter enormen Anstrengungen laufen. Hätte ich das getan, dann wäre der Einbruch vermutlich schon in der zweiten Runde gekommen. Aber spätesten zu diesem Zeitpunkt merkte ich, dass die Aufholjagd beim Radfahren viel zu viel Kraft gekostet hat. Die erste Runde konnte ich dann noch mit einem Schnitt von 4:51 min/km hinter mich bringen. Bis dahin lief noch alles nach Plan. Dann war ich auch schon in der zweiten Runde und der Knüppelmann hat zugeschlagen. Genau zu diesem Zeitpunkt wurde ich von einem Läufer überholt, der mir zu rief: „Los Jürgen diesemal packst du es. Hol dir die Quali. Ich verfolge Deinen Blog, daher kenne ich Dich.“ Als ich ihm sagte, dass es heute vermutlich nichts wird, bin ich sehr erschrocken, da ich merkte, dass ich nicht mal mehr mental stark genug war um mein gewünschtes Ziel zu erreichen. Ich habe ihm noch nachgerufen, dass er mal einen Kommentar im Blog hinterlässt, damit ich weis, wer er ist. Ich hoffe, dass er das noch tut. Auf alle Fälle war es eine tolle Begegnung und vielen Dank nochmal für den Ansporn. Gegen Ende der zweiten Runde habe ich mir schon Gedanken gemacht, wie ich mich mehr puschen kann, um das immer näher kommende Desaster in Grenzen zu halten. Zu erkennen war es schon, da ich für die zweite Runde nur noch einen Schnitt von 5:08 min/km halten konnte. Eigentlich wollte ich meine Cola erst bei Kilometer 32 zu mir nehmen. Ich habe mich entschieden diese Belohnung vorzuziehen und schon bei Kilometer 28 zur Cola zu greifen. Der Einbruch war in der dritten Runde schon zu spüren, da ich in dieser einen Schnitt von 5:25 min/km noch halten konnte. Dann kam es aber zum ganz großen Einbruch und die letzte Runde konnte ich nur noch mit einem Schnitt von 5:31 min/km laufen. Von Laufen kann eigentlich während der letzten 1 1/2 Runden nicht gesprochen werden, da ich mich nur noch von Verpflegungsstation zu Verpflegungsstation geschleppt habe. Auch meiner Trainerin ist in der dritten runde nichts eingefallen, als sie mich ein paar Meter begleitet hat und ich ihr meinen Zustand geschildert habe. Aber wie soll sie in der Situation noch eingreifen. Ausermotivieren, das sie sowieso immer getan hat, ist in so einem Moment nichts zu machen. Zwischendurch hatte ich oft den Gedanken einfachauszusteigen, da mein Ziel nicht das Finishen war, sonder die Qualifikation für Hawaii. Ich habe mich aber dann für einen Zieleinlauf entschieden, da mir klar war, ohne Qualifikation, wird dies mein letzterIronman sein und für diesen sollte dann kein DNF (DID NOT FINISH) stehen. Als ich dann endlich auf die Zielgerade einbog und meine Familie und Verwandtschaft jubelnd an der Bande sah, war es doch ein gutes Gefühl dieses Ding zu Ende gebracht zu haben. Für denMarathon benötigte ich dann 3:41:32 Stunden und überquerte nach 9:52:41 die Ziellinie.


Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden – Teil 2 – Radfahren – Glück im Unglück

IM Frankfurt 2009 - Rad

Nach dem Schwimmausstieg musste der Anstieg zur Wechselzone bewältigt werden. Diesen konnte ich diesmal ohne Krampfattacken bewältigen. Oben angekommen, habe ich mir den Neo halb ausgezogen und bin auf direktem Wege zu meinem Rad. Dort angekommen habe ich mir den Neo abgestreift, den Helm aufgesetzt, die Brille ins Gesicht geschmissen und bin mit meinem Rad aus der Wechselzone gelaufen. Nach der Aufstiegslinie habe ich mich auf den Sattel geworfen und freute mich auf die bevorstehenden 180 Kilometer. Dieses Jahr wollte ich einen perfekten Wechsel vollziehen. Vom Gefühl her dachte ich, dass alles reibungslos geklappt hat. Trotzdem war ich eine Sekunde langsamer als letztes Jahr und habe die Wechselzone erst nach 3:44 Minuten verlassen. Schnell war ich in den Radschuhen und fand auch zügig einen guten Rhythmus. Die ersten 13 Kilometer nach Frankfurt waren fast so schnell wie die im Vorjahr. 8 Sekunden langsamer als 2008 bedeuteten einen Schnitt von 38,83 km/h auf diesem Teilabschnnitt. Danach ging es in die erste Runde von Zweien a 84 Kilometer. Bei den ersten Anstiegen merkte ich, dass die Beine das Tempo gut mitmachen und ich auch genug Druck auf die Pedale bekommen habe. So vergingen Kilometer um Kilometer. Da die Strecke sehr abwechslungsreich ist, merkte man auch die Zeit nicht. Nach 2:13:46 Stunden und einem Schnitt von 37,81 km/h hatte ich die erste Runde hinter mich gebracht. Die Beine fühlten sich noch gut an und es lief wirklich rund. Bei Kilometer 102 hat mich dann das Glück ein wenig verlassen. Ich musste 4 Straßenbahnschienen überqueren und bei der letzten war der Schlag auf den Schlauchreifen so stark, dass dem Schlauchreifen die Luft ausging. Bei Tempo 45 km/h hörte ich nur noch einen lauten Knall und war froh, dass ich das Rad ohne Sturz zum stehen bekommen habe. Erstaunlicherweise bin ich sehr ruhig geblieben und der Wechsel des Schlauchreifens hat reibungslos funktioniert. Wieder auf dem Rad habe ich mir vorgenommen ruhig zu bleiben und dafür beim Laufen die verlorene Zeit wieder einzuholen. Leider habe ich dann nie wieder einen runden Tritt und einen Rhythmus gefunden. Immer wieder kamen Gedanken auf, die Reifenpanne auf dem Rad wieder einzufahren. Trotz des Versuches, diese Gedanken wieder zu verwerfen, habe ich doch öfters den Kraftakt gewagt, um ein paar Minuten aufzuholen. An dieser Stelle habe ich dann auch mental das Rennen verloren. Ich habe des öfteren das Rennen aufgegeben, anstatt im Ziel abzurechnen. Für die zweite Runde benötigte ich dann 2:27:32 Stunden inklusive des Schlauchreifenwechsels und es war nur noch ein Schnitt von 33,67 km/h. Den starken Abfall gegenüber der ersten Runde kann ich mir leider nicht erklären. Es scheint so, dass ich in der zweiten Runde eingebrochen bin. Das Gefühl hatte ich jedoch nicht. Natürlich sind die Beine nach 120 Kilometer nicht mehr ganz so frisch, aber die Beine fühlten sich auch in der zweiten Runde noch recht gut an. Vermutlich habe ich an den Anstiegen zu viel gebummelt. Nach 5:01:14 Stunden, was leider nur einem Schnitt von 35,85 km/h entspricht, konnte ich dann mein Rad in der Wechselzone den netten Helfern in die Hand geben und mich auf den letzten und entscheidenden Teil des Tages konzentrieren.



Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden – Teil 1 – Schwimmen

IM Frankfurt 2009 - Auf dem Weg zur Wechselzone

Um 4:20 Uhr klingelte der Wecker. Geschlafen hatte ich in der vergangenen halben Nacht nicht richtig. Dafür war ich nach dem Weckerklingeln wach und fühlte mich auch fit genug für einen Ironman. Schnell waren die letzten Sachen zusammen gepackt und um 5:00 Uhr ging es zum Frühstück. Leider hat das Hotel in diesem Jahr es nicht ermöglichen können, dass das Frühstück schon um 4:30 Uhr zur Verfügung stand. Letztes Jahr klappte das noch. Nach einem schnellen Frühstück mit 3 Scheiben Brot mit Marmelade und 2 Tassen Kaffee bin ich mit meinem Bruder, die 4 Kilometer zum LangenerWaldsee, mit dem Mountainbike gefahren. Dort angekommen, war schon reges Treiben in der Wechselzone. Zügig ging ich zu meinem Rad und erledigte ohne viel nachzudenken die noch notwendigen Aufgaben. Die Zeit verging viel zu schnell und ich verzichtete darauf alles nochmals zu überprüfen und durchzugehen. Schnell schlüpfte ich in meinen Neo. Kurz bevor ich ins Wasser ging habe ich mit meinem Bruder noch einen kleinen Smalltalk gehalten. Dann kam das Einschwimmen und ich fühlte mich frisch und kräftig. Nach der Nationalhymne kam dann auch schon der Startschuss. Endlich ging es los. Beim Anschwimmen hatte ich etwas zu viel Gas gegeben. Nach 300 Metern merkte ich, dass ich das Tempo nie halten könnte und versuchte dann etwas ruhiger zu schwimmen. Der gefühlteRhythmus war gut und nach 35 Minuten konnte ich meinen ersten Landgang absolvieren. Ich wusste schon, dass es keine berauschendeZeit ist, aber ich fühlte mich wesentlich besser als letztes Jahr. Den kurzen Landgang habe ich dann schon in den Beinen gespürt. Das Blut ist nicht so schnell in den Beinen angekommen und ein wenig benommen ging es auf den zweiten Schwimmabschnitt. Bis zur letzten großen Wendeboje ging es noch ganz ordentlich. Dann hatte ich denSchwimmaustieg auch schon vor Augen, jedoch wollte der nicht näher kommen. So langsam schmerzte der Nacken, die Arme wurden immer schwerer und von der Schwimmbrille bekam ich stechende Kopfschmerzen. Nach 1:04:00 Stunden erreichte ich endlich denSchwimmausstieg und freute mich, dass ich wenigsten die Zeit von letztem Jahr wiederholen konnte. Diesmal war ich um es genau zu nehmen 9 Sekunden schneller :-). Auch der Allgemeinzustand war hervorragend im Vergleich zu letztem Jahr.



Was nach dem IM Frankfurt alles passierte!

Nichts! Ja, Ihr habt richtig gelesen. Ich habe mich erstmal drei Monate hängen lassen. Mein Gedanke war auch, dass Ruhe und Entspannung das Beste für meinen kaputten Oberschenkel sein könnte. Vor über einem Monat habe ich dann den ersten Versuch unternommen, das Training wieder zu beginnen. Die Motivation war groß, jedoch der Wille sehr schwach. Als ich mich nach weiteren 2 Wochen dann endgültig aufraffen konnte, machte mir mein Oberschenkel wieder ein Strich durch die Rechnung. Also, war mal wieder Trainingspause angesagt. Zurzeit renne ich mal wieder von Arzt zu Arzt und keiner kann so richtig helfen. Deswegen habe ich jetzt den Entschluss gefasst, dass das Training wieder aufgenommen wird. Das Training soll nun härter den je werden, da die Zielsetzung für 2009 die gleiche sein wird wie für 2008. Im Moment werde ich den Schwerpunkt auf Kraft, Radfahren und Schwimmen legen. Das Laufen werde ich erstmal sein lassen. Vielleicht kann die nächste anstehende MRT-Untersuchung eine Diagnose liefern, mit der die Probleme endlich behandelt werden können.


2-90-21 Generalprobe in Hannover-Limmer ist geglückt

Um 5:50 Uhr klingelte der Wecker. Nach einem schnellen Frühstück habe ich mich auf den Weg nach Hannover-Limmer gemacht. Gegen 8:30 Uhr bin ich direkt neben dem Eventgelände angekommen. Nach der Anmeldung habe ich das Rad zusammen gebaut und bin mit Sack und Pack zur Wechselzone marschiert. Nachdem ich alle Sachen in der Wechselzone deponiert habe, bin ich schnell aus der Sonne gegangen. Es war schon am Vormittag ziemlich heiß. Nach der Wettkampfbesprechung habe ich mich aus dem Trubel zurückgezogen und auf den Start gewartet. Gegen 10:50 Uhr zwängte ich mich in meinen Neoprenanzug und ging zum Einschwimmen. Das Wasser hatte 22,8 Grad und es wäre fast zum Neoverbot gekommen. Wahrscheinlich hat das Kampfrichterteam nachts um 4:00 Uhr gemessen. Um 11:15 Uhr erfolgte endlich der Startschuss. Es war mal wieder ein Hauen und Stechen, ohne Rücksichtnahme auf Verluste. Ich habe mich aus fast allen Machtkämpfen herausgehalten. Nach 500 Metern habe ich endlich einen Rhythmus gefunden und fühlte mich von Meter zu Meter besser. Bei der Wende nach ca. 1000 Metern fühlte ich mich auch noch gut. Nach ca. 1400 Metern habe ich Konzentrationprobleme bekommen und der Rhythmus ging verloren. Als ich endlich aus dem Wasser kam, stellte ich fest, dass sich meine Uhr ausgeschaltet hat. Deswegen hatte ich keine Ahnung, wie lange ich für die 2 Kilometer im Wasser benötigte. Egal, nach dem Schwimmen beginnt für mich sowieso erst das Rennen. Nach einem mäßigen Wechsel ging es auf die Radstrecke. Das Motto hieß „Druck auf die Pedale bis zum Abwinken“. Nach ca. 27 Kilometern hatte ich einen 39,5 km/h Schnitt herausgefahren. Leider bemerkte ich dann auch meinen angeschlagenen Oberschenkel und ich habe das Tempo etwas reduziert. Nach der ersten Runde reichte der Druck für einen 38,5 km/h Schnitt. Bei der zweiten Runde habe ich mehr auf den Oberschenkel geachtet und es kam dann leider nach 90 Kilometern nur ein 38 km/h Schnitt heraus. Der zweite Wechsel klappte besser und ich konnte ohne Problem loslaufen. Leider versagte auch noch der Laufcomputer auf den ersten Kilometern. Das Problem hat sich aber dann zum Glück gegeben. Auf den ersten sieben Kilometern versuchte ich einen Schnitt von 4:30 min/km zu laufen. Das funktionierte leider nicht immer. Vielleicht war es die Hitze oder der Gedanke, dass dem Oberschenkel etwas passieren könnte. Kilometer sieben bis vierzehn verlief sehr gut. Die waren vom Gefühl schnell vorbei. Einen kleinen Einbruch hatte ich bei Kilometer 15. Zum Glück überholte mich einer und mein Ehrgeiz zeigte sich wieder. Die letzten Kilometer konnte ich dran bleiben und das bei 4:30 min/km und schneller. Im Ziel kam ich dann nach 4:31:55 Stunden an und wurde in der Gesamtwertung 27. In der Alterklassenwertung 40 – 44 reichte die Zeit für den sechsten Platz.

Schwimmen: 32:23 Minuten
Radfahren: 2:23:51 Stunden
Laufen: 1:35:40 Stunden

Gesamtwertung:
Altersklassenwertung:



TL Lanzarote – 15.03.2008 – Anreisetag Lanzarote

Nach einem angenehmen Flug wurde ich von Daniel (Triathlonschule) auf Lanzarote empfangen. Danach brachte er mich ins Hotel nach Costa Teguise und hat mir noch geholfen meinen Radkoffer ins Zimmer zu bringen. Jetzt musste alles ziemlich schnell gehen, da noch eine Einrollrunde auf dem Programm standen. Rad zusammenbauen, umziehen und los ging es. Da waren sie wieder die Tücken von Lanzarote. Wind, Sonne und rauher Strassenbelag. Ich glaube, man liebt diese Insel oder man hasst sie. Da man in 2 Stunden auf Lanzarote nicht gerade weite Strecken hinter sich bringen kann, ging es in den Norden über Montana Corana, Arrieta bis nach Los Picachos. Der Hinweg war sehr anstrengend, da mir der harte Gegenwind ins Gesicht geblasen hat. Auf dem Rückweg hat mich dann der Rückenwind ins Hotel getragen. So könnte es die nächsten Tage weiter gehen. Mit einem 28 km/h Schnitt kann man auf Lanzarote mehr als zufrieden sein. Leider war es aber auch nur fast flaches Gelende. In den nächsten Tagen wird es bestimmt anders aussehen.

Strecke: Costa Teguise – Montana Corona – Arrieta – Los Picachos – Arrieta – Montana Corona – Costa Teguise
Gesamtkilometer: 50,9
Kilometer pro Stunde: 28
Höhenmeter: –
Durchschnittspuls: 66%

 


Ratzeburger Inseltriathlon 2/92/21

Nach langem Hin und Her habe ich mich entschlossen, beim Ratzeburger Inseltriathlon zu starten. Da ich jetzt schon drei Rennen ausfallen ließ, habe ich mich entschlossen, meine Motivationsprobleme, die alle Lebensbereiche eingenommen haben, durch einen Triathlon zu bekämpfen. Der Nachteil an meiner Entscheidung war, dass ich in den letzten Wochen nur vier Trainingseinheiten durchgeführt habe. Es war eine abenteuerliche Veranstaltung. Das Einstellen des Rades in die Wechselzone hat auch noch ohne Training funktioniert. Danach ging das Desaster aber los. Kurz nach dem Schwimmstart habe ich ziemliche Probleme bekommen. Alle Muskeln taten mir schon nach ein paar hundert Meter weh und alle paar hundert Meter fing ich an zu hyperventilieren. Kein Wunder, dass man mit 37:05 Minuten für 2 Kilometer nicht zufrieden sein kann. Nach diesem Kraftakt schleppte ich mich durch die Wechselzone. Das Einzige, was mich angetrieben hat, diesen Triathlon durchzustehen, war der Gedanke an meine Tochter. Wenn Sie diese verdammten Chemotherapien über sich ergehen lassen muss, dann werde ich doch so einen lächerlichen Triathlon auch ohne Training überstehen. Mit diesem Gedanken habe ich mich dann auf die Radstrecke begeben. Auf dem Rad merkte ich aber sehr schnell, dass man ohne Training nicht das gewohnte Tempo halten kann. Somit erreichte ich die Wechselzone nach 92 Kilometer mit zittrigen Beinen nach 2:49:46 Stunden. Schon in der Wechselzone spürte ich, dass die Beine den anstehenden Halbmarathon nicht durchstehen würden. So kam es dann auch. Alle paar Kilometer wurden meine Beine von Krämpfen erfasst, die ich versuchte weich zu laufen. Auch das war kein leichtes Unterfangen, da die Muskulatur schon so sauer war, dass ich manchmal nur noch stehen bleiben konnte. Aufgeben wollte ich aber auch nicht. Keine Ahnung, wie ich es dann doch noch geschafft habe das Ziel zu erreichen. Für den Halbmarathon habe ich inakzeptable 01:57:49 Stunden benötigt, was dann zu einer Gesamtzeit von 05:24:40 Stunden führte. Von den 256 Teilnehmern erreichte ich den 131. Platz.


Wasserstadt Triathlon Hannover-Limmer

Nach monatelangem Training stand endlich ein Wettkampf auf dem Trainingsplan. Die Halbdistanz in Hannover Limmer sollte auch eine Messlatte für Zürich sein. Mit meiner Familie reiste ich am Samstag an, um vor dem Wettkampf die Rad- und Laufstrecke zu besichtigen. Nach der Besichtigungsfahrt haben wir uns noch einen schönen Nachmittag in einem Cafe in der Fußgängerzone gemacht. Nach dem Abendessen ging es früh ins Bett, da ich mir für die Halbdistanz auch Einiges vorgenommen hatte. Am nächsten Morgen bin ich zum Start gefahren und habe mein Rad in der Wechselzone abgestellt. Bei der Besprechung habe ich erfahren, dass es vier Startblöcke gibt und ich mit dem dritten Startblock ins Rennen geschickt werde. Der Schwimmstart war ein Wasserstart. Ich hatte einen guten Start und fühlte mich recht gut im Wasser. Leider kam nach ein paar hundert Meter wieder einmal mein altes Problem und ich fing an zu hyperventilieren. Danach hatte ich große Probleme einen Rhythmus zu finden. Als ich endlich aus dem Wasser kam, stellte ich fest, dass die Zeit gar nicht so übel ist. In der Wechselzone herrschte ein großes Durcheinander und ich hatte Glück, dass ich meinen Radbeutel schnell gefunden habe. Die ersten 200 Meter musste man mit dem Rad laufen, um die Wechselzone und den Bereich zu erreichen, der es erlaubte, dass man sich auf das Rad setzen darf. 2 Runden a 45 Kilometer waren zu absolvieren. Die ersten 45 Kilometer konnte ich mit guten Beinen hinter mich bringen. Danach wurde der Wind stärker und die Beine schwerer. Die Radzeit war dennoch recht akzeptabel. In der Wechselzone angekommen, war ich froh, dass ich mich auf den letzten Metern nicht verletzt habe. Diejenigen, die dort waren, wissen was ich meine. Der Wechsel vom Rad zum Laufen verlief super und ich machte mich mit einem guten Gefühl auf die bevorstehenden 21 Kilometer. Das gute Gefühl hielt aber nur 3 Kilometer. Plötzlich hatte ich das Gefühl, dass mir jemand ein Messer in den linken hinteren Oberschenkel rammt. Ich versuchte den Schmerz zu verdrängen, doch jeder Versuch des Anlaufens war noch schmerzhafter als der vorherige. Somit musste ich leider aufgeben. Später stellte sich heraus, dass es ein schöner Muskelfaserriss war. Ausgerechnet bei der Generalprobe! Es sind nur noch 3 Wochen bis zum Ironman Zürich! Ob das noch klappt?


Bodensee Tri Challenge – Meine erste Langdistanz

Nach hunderten von Trainingskilometern konnte endlich die erste Langdistanz anstehen. 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und42,195 km Laufen sollten in Rorschach (Schweiz) am Bodensee in Angriff genommen werden. Am Donnerstag vor dem Rennen reisten wir an, um die Umgebung und Strecken kennen zu lernen. Als wir am Freitag die Radstrecke abgefahren sind, war ich nah dran, mein Vorhaben zu verwerfen. Diese Radstrecke hatte nur Höhenmeter, die man als Hamburger einfach nicht verkraften kann. Frustriert kehrte ich wieder in die Übergangspension zurück. Meine ganze Euphorie war auf einmal erloschen. Am Samstag stand nochmals eine kleine Schwimmeinheit im Bodensee auf dem Programm. Bei fast 1 Meter hohen Wellen hat das keinen Spaß gemacht und ich hatte große Bedenken, was am nächsten Tag auf mich zukommen sollte. Ein Höhepunkt an diesem Tag war dennoch der Umzug von unserer Pension in das Schlosshotel Wartegg. Das war ein Hochgenuss vor dem Rennen, das meine große Bedenken in den Hintergrund stellten. Nach einer schlaflosen Nacht sollte das Abenteuer beginnen. Um 4:45 Uhr ging ich in den Frühstücksraum und habe 2 Tassen Kaffee und 3 Scheiben Brot mit Marmelade zu mir genommen. Danach bin ich mit dem Auto zur Wechselzone gefahren und habe alle notwendigen Vorbereitungen am Rad und fürs Laufen getroffen. Da ich genügend Zeit hatte, bin ich mit meinen Schwimmsachen langsam zum Schwimmstart gegangen. Dort wurde ich von meiner Frau und meiner schlafenden Tochter erwartet. Nach kurzem Einschwimmen im Pool bin ich zum Schwimmstart gegangen. Schwimmen ist meine schwächste Disziplin und ich war verdammt nervös. Endlich fiel der Startschuss und ich hatte einen guten Start. Nach der Hälfte der Strecke lag ich noch ganz gut im Rennen und ich hoffte auf eine gute Zeit. Nach dem Wendepunkt hatte ich aber nicht mehr genug Kraft, um das Anfangstempo zu halten. 1:15:56 Stunden benötigte ich für meine ersten 3,8 Kilometer im Bodensee und konnte zufrieden sein. Vor lauter Freude, dass ich keine 1:30:00 Stunden benötigte, habe ich zuviel Zeit in der Wechselzone verbracht. Endlich auf dem Rad, überlegte ich mir, wie man über 180 Kilometer seine Kräfte einteilen soll, dass man anschließend auch noch einen Marathon laufen konnte. Egal, nicht soviel denken, lieber in die Pedale treten. Zum Glück bin ich die Radstrecke abgefahren und wußte, welche Steigungen auf mich zukamen. Hätte ich dies nicht getan, dann wäre ich vermutlich irgendwann frustiert ausgestiegen. Die Taktik, einfach in die Pedale zu treten, hat ca. 130 Kilometer funktioniert. Danach konnte ich nicht mehr genug Druck geben und mußte die letzten 40 Kilometer locker pedalieren. 6:00:19 Stunden benötigte ich dann für die 182,9 Kilometer, die gespickt waren mit 1777 Höhenmetern. Erschöpft, aber glücklich über die gefahrene Zeit erreichte ich die Wechselzone, die ich eigentlich nicht mehr verlassen wollte. Jetzt noch einen Marathon laufen, war gar nicht nach meinem Geschmack. Egal, schnell die Laufschuhe angezogen, 3 Powergels eingesteckt und los gings. Die ersten 21 Kilometer verliefen erstaunlicherweise vom Gefühl her recht zügig. Die Zeit war aber nicht so schnell wie die gefühlte. Nach 1:48:35 Stunden ging es auf die letzten 21 Kilometer. Leider verliefen diese wesentlich schmerzhafter als die ersten. Bei Kilometer 28 dachte ich, dass ich aussteigen muss. Magen- Darmkrämpfe plagten mich und ich konnte keinen Schritt mehr gehen. Nachdem ich einen Busch gefunden hatte und mich erleichtert hatte, konnte ich wieder ans weiter Laufen denken. Die letzten Kilometer wurden gefühlsmäßig zur Qual und nach 3:45:33 Stunden erreichte ich überglücklich das Ziel. Ich hatte meine erste Langdistanz hinter mich gebracht und auch noch weit unter 12 Stunden. Mit meiner Zielzeit von 11:03:55 wurde ich in der Gesamtrangliste 51. von 143 Teilnehmern. In der Alterklassenwertung der 40 – 45 Jährigen wurde ich 12. von 38 Teilnehmern.


Mitteldistanz Müritz 2006

Das Mitteldistanzrennen in Müritz sollte der erste richtige Test für meine erste Langdistanz werden. Deswegen bin ich extra am Vortag schon angereist und hatte dadurch die Gelegenheit, die Radstrecke einmal abzufahren. Danach bin ich noch zum Italiener gegangen und habe mir den Bauch mit Spaghetti vollgehauen. Geschlafen hatte ich recht gut und das Frühstück habe ich auch noch genossen. Dann ging es aber zur Wechselzone. Dort habe ich mein Rad eingestellt und meine Sachen deponiert. Im Neoprenanzug bin ich dann zur Wettkampfbesprechung gegangen. Nun konnte meine erste Halbdistanz losgehen. 2 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer laufen lagen vor mir. Nach dem Startschuss hatte ich einen guten Schwimmstart. Nach 500 Metern hatte ich einen kompletten Einbruch und dachte, dass ich aufgeben muss. Irgendwie habe ich mich die 2 Kilometer durchgebissen. Keine Ahnung mehr wie, aber ich habe es geschafft. Nach 41:46 Minuten habe ich endlich das Land erreicht und musste mal wieder allen hinterher radeln. Auf dem Rad sagte ich mir, dass jetzt solange getreten wird, bis die Beine nicht mehr können. Da ich keine Erfahrung hatte, habe ich nur Gas gegeben. Das hatte sich ausgezahlt und nach dem Radfahren hatte ich mich von Platz 110 auf den 58. Platz vorgearbeitet. Als es vom Radfahren zum Laufen ging, fühlten sich die Beine noch ganz gut an. Leider täuschte der Eindruck und nach ca. 2 Kilometer bekam ich Krämpfe in den hinteren Oberschenkeln. Leider waren die Krämpfe so tief, dass das Dehnen nicht ausreichte. Ich versuchte die Krämpfe weich zu laufen. Nach ein paar hundert Metern ist mir dies auch gelungen. Die restlichen 18 Kilometer bin ich ganz konzentriert gelaufen und kam nach 1:30:37 Stunden im Ziel an. Somit erreichte ich Platz 49 von 213 Teilnehmern. Für meine erste Mitteldistanz war ich damit sehr zufrieden und konnte beruhigt der Langdistanz am Bodensee entgegen sehen.

 


Olympische Distanz Vierlandetriathlon 2006

Nach der Kurzdistanz stand nun eine olympische Distanz an. Die Trainingsvorbereitungen waren optimal. Die aktuelle Situation leider nicht. In der Nacht davor habe ich aus anderen Gründen kaum geschlafen. Nach der Ankunft in Vierlande habe ich mein Rad in der Wechselzone abgestellt und mich mit der Umgebung vertraut gemacht. Als Triathlonanfänger ist jedes Rennen wieder ein Neuanfang. Anschließend habe ich mich in den Neoprenanzug gezwängt und mich zum Schwimmstart begeben. Wie im letzten Rennen verlief das Schwimmen katastrophal. Ich sollte es eher baden nennen. Nach 27:26 Minuten hatte ich die 1,5 Kilometer hinter mich gebracht. Alle anderen saßen schon längst auf dem Rad. Egal, dachte ich mir, meine Stärken kommen noch. Auf dem Rad konnte ich einiges an Zeit gut machen. Der Gegenwind auf dem Deich hielt sich in Grenzen. Für die 40 Kilometer benötigte ich 1:11 Stunde. Danach ging es auf die abschließenden 10 Kilometer der Laufstrecke. Während der 10 Kilometer habe ich es nicht geschafft einen Laufrhythmus zu bekommen. Nach enttäuschenden 46:13 Minuten erreichte ich als 67. von 179 Teilnehmern das Ziel. Zufrieden war ich mit dieser Leitung überhaupt nicht. Aber es war ja auch nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu meiner ersten Langdistanz.

 


Kurzdistanz Hamburger Stadtparktriathlon 2006

Endlich war es soweit:

Mein erster Triathlon sollte am 11. Juni 2006 stattfinden. Es ist nur eine Zwischenstation für das große Ziel 2006: Die Langdistanz am Bodensee (Tri Challenge Bodensee – Rorschach). Nachdem ich mein altes Stahlrad aus dem Auto gezogen habe, begab ich mich zur Wechselzone. Unterwegs sah ich schon die Profis auf den Rädern, die um 8:00 Uhr gestartet sind. Mein Start sollte um 10:00 Uhr sein. Wo muss ich hin? Was muss ich tun? Wie sieht eine Wechselzone aus? Wie organisiert man seinen Platz? Fragen über Fragen, die mir als Anfänger durch den Kopf gingen. Naja, es wird schon klappen dachte ich mir und versuchte mich an die Informationen zu erinnern, die ich von meiner Trainerin (Manuela Dierkes,www.manusports.de) bekommen habe. In der Wechselzone angekommen, habe ich meinen Platz gesucht und habe mir schnellstmöglich einen Überblick über die Ein- und Ausgänge der Wechselzone verschafft. Nachdem ich mein Rad abgestellt habe ich mich für den Schwimmstart fertig gemacht. Der Schwimmstart war mitunter das schlimmste, was mir je vorgekommen ist. Nach ca. 30 Meter fing ich an zu hyperventilieren und war der Meinung, dass ich gleich den Stadtparksee von unten betrachten werde. Auch zwischenzeitliches Brustschwimmen änderte daran nichts. Nach qualvollen 10:08 Minuten hatte ich endlich wieder Boden unter den Füssen. Andere trinken in der Zeit noch 2 Tassen Kaffee. Egal, dachte ich, nun aber schnell aufs Rad. Mein allererster Wechsel verlief ganz gut. Mein Ziel war es, dass mich keiner überholt, und wenn, dass ich dann versuche an dem Überholer dran zu bleiben. Das gelang mir fast. Zwei Radler musste ich leider ziehen lassen. Aller Anfang ist schwer und ich hatte in Runde drei vergessen, in welcher Runde ich war. Dies sollte noch negative Auswirkungen haben. In der Wechselzone wieder angekomemn nach 46:04 Minuten, ging es in die Laufschuhe und ab auf die Laufstrecke. Die machte mir am wenigsten Probleme und nach 20:19 Minuten hatte ich die 5 Kilometer hinter mich gebracht. Nach 1:16:32 Stunde kam ich als 123. von 374 Teilnehmern ins Ziel. Was mich dann sehr nachdenklich stimmte war, dass mein Sohn mich fragte, warum ich 5 Runden mit dem Rad gefahren bin anstatt der vier vorgeschriebenen. Somit hatte ich schon beim ersten Triathlon Lehrgeld bezahlen müssen.



Utzis Tri Blog startet mit zweijähriger Verspätung

Vor ca. 2 Jahren hatte ich die wahnsinnige Idee mit Triathlon zu beginnen. Auslöser war der Sonntagnachmittag beim Hamburg City Man 2005. Arroganterweise dachte ich mir, das was die können, das kann ich auch. Als ehemaliger Leistungssportler hat man schon mal solche Höhenflüge. Aber wie sollte ich anfangen? Eine Trainerin musste dieses Problem lösen. In einem Fitnessclub meines Vertrauens habe ich diese dann auch gefunden. Als ich ihr meine Ziele näher gebracht habe, hörte ich nur ein leises „ok, versuchen wir es“. Ich wollte nicht über die olympische Distanz starten, sondern aus mir sollte ein Eisenmann werden. Ein Jahr später habe ich von Ihr erfahren, dass sie meine Vorstellungen nicht ganz teilen konnte. Mein Ziel stand aber fest. Ich wollte ca. 10 Monate später meine erste Langdistanz bestreiten. Was bis dahin und danach alles geschehen ist, möchte ich diesem Triblog festhalten.