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Posts tagged “Olympische Distanz

Letzter Testwettkampf in Norderstedt

Letztes Wochenende habe ich den letzten Testwettkampf aus dem vollen Training heraus absolviert. Auch letztes Jahr habe ich an diesem Wettkampf teilgenommen und ich wollte wenigstens meinen vierten Platz verteidigen. Zum Glück spielte das Wetter mit und es wurde ein traumhafter Renntag. Mein Start war um 10:15 Uhr. Vorher nahm ich meine Startunterlagen in Empfang und stellte das Rad in der Wechselzone ab. Beim Aufwärmen spürte ich schon das eine oderandere ziehen der Muskeln. Egal, das ist der Trainingsabschluß für den IM Frankfurt und es sollten nochmals alle Reserven heraus geholt werden. Danach ging es dann auch gleich ins Schwimmbecken zum einschwimmen. Punkt 10:15 Uhr erfolgte dann der Start. Auf meinerSchwimmbahn starteten noch fünf weitere Triathleten. Ich war erstaunt, dass ich mich von Anfang an an die Spitze des Feldes schwimmen konnte. Die ersten 600 Meter konnte ich alle Angriffe abwehren. Danach musste ich mich überholen lassen. Nach weiteren 100 Metern hatte ich mich ein wenig im Wasserschatten erholt und konnte wieder die Führung übernehmen. Nach 28:30 Minuten war ich dann in der Wechselzone (reine Schwimmzeit vermutlich 27:00 Minuten). Das war nicht wirklich schnell, aber ich fühlte mich wesentlich entspannter als in den letzten Jahren. Das lies für eine gute Radzeit hoffen. Nach den ersten Kilometern stellte ich aber fest, dass die letzten Trainingswochen fast alle Reserven geschluckt haben. Runde um Runde wurde ich langsamer und konnte bei manchen Überholmanövern nicht dagegen halten. Nach 1:04:03 Stunde und einem mageren 39er Schnitt konnte ich in die Laufschuhe steigen. Da ich vor und hinter mir keinen Athleten gesehen habe, konnte ich das Laufen etwas ruhiger angehen. Dennoch wollte ich zum erstenmal einen Schnitt unter 4 Minuten laufen. Die ersten Meter verliefen sehr gut und ich konnte dann das Tempo steigern. Die erste von vier Laufrunden war noch etwas verhalten. Laufrunde zwei und drei waren dann doch schon schneller. Die letzte ging fast schon von alleine. Für die Laufstrecke benötigte ich dann 41:49 Minuten. Mit einer Gesamtzeit von 2:14:22 Stunden erreichte ich den fünften Platz und in der Altersklassenwertung den zweiten Platz. Gegenüber letztes Jahr konnte ich mich um 3 Sekunden :-) verbessern. Nun habe ich auch gelernt, wie man einen Elefant isst! Nämlich Stück für Stück. Mit dem letzten Rennen vor dem IM Frankfurt ist der Elefant nun gegessen und es geht bald nach Frankfurt zur Nachspeise. Diesmal kann ich wirklich alle gedrückten Daumen gebrauchen!


Letzter Testwettkampf über die Olympische Distanz in Norderstedt

Nach der harten letzten Woche vor den letzten beiden Taperingwochen für den Ironman Frankfurt sollte noch ein Testwettkampf über die Olympische Distanz als Trainingseinheit auf dem Programm stehen. Ein paar Tage vorher hatte ich schon ein mulmeliges Gefühl und hoffte nur, dass alles gut geht. Nur nicht zu viel riskieren und sich verletzen oder gar einen Sturz beim Radfahren zuziehen. Solche Gedanken schwirrten ständig in meinem Kopf herum. Anderseits wollte ich die Jagd auf die Spitzenleute annehmen. Diese zwei Einstellungen zeigten sich dann als kontraproduktiv. Nachdem ich mein Rad in der Wechselzone eingecheckt habe und mich fürs Schwimmen fertig gemacht habe, ging es endlich um 10:15 Uhr los. 1500 m Schwimmen ohne Neoprenanzug. Das ist für mich als Bleiente die Höchststrafe. Im Training konnte ich diese Distanz ein paar Tage vorher in 27:23 Minuten bewältigen. Ich hoffte, dass es im Wettkampf vielleicht ein bis zwei Minuten schneller geht. Nach den ersten 100 m merkte ich schon, dass das nichts wird. Die Arme fühlten sich schwer an und ich hatte das Gefühl, dass ich mich durchs Wasser prügeln muss. Nach langen 28:44 Minuten und somit als 20. aus dem Wasser, konnte ich endlich mein Rad in die Hand nehmen und es ging auf die flache Strecke, die viermal bewältigt werden musste. 40 Kilometer müssen bei der Olympischen Distanz gefahren werden. Aber auch hier merkte ich nach wenigen Metern, dass ich nicht den Druck auf die Pedale brachte, wie vor zwei Wochen in Hannover-Limmer bei der Mitteldistanz. Nach der ersten Runde hatte ich noch einen 42 km/h Schnitt. Damit war ich schon zufrieden, obwohl sich die Beine nicht gut anfühlten. Leider wurde der Wind stärker und die Beine immer müder. Nach 40 Kilometer reichte es dann noch für einen 40 km/h Schnitt. Da es bei der Zeitnahme einige Probleme gab und meine Splitzeiten nicht erfasst wurden, kann ich nur nach meinen gemessenen Zeiten gehen und somit müsste es mit 1:02:21 Stunden die drittschnellste Radzeit gewesen sein. Dadurch habe ich mich vom 20. Platz auf den 4. Platz vorgearbeitet. Nach einem verkorksten Wechsel ging es dann auf die 10,7 Kilometer der Laufstrecke. Es waren vier Runden zu absolvieren. Mein erstes Problem war, dass ich mit 3:50 Minuten einfach zu schnell angelaufen bin. Es war ein reines Kampflaufen, da ich zu keiner Zeit einen Rhythmus gefunden habe und kam dann nach 43:20 Minuten im Ziel an. Leider habe ich es nicht geschafft mich auf der Laufstrecke auf Platz drei vorzuarbeiten. Es fehlten dann drei Minuten um noch auf dem Treppchen zu landen. Für die gesamte Strecke benötigte ich dann 2:14:25 Stunden. Auch mein Ziel unter 2:10:00 Stunden zu bleiben habe ich damit nicht geschafft. Für den Ironman Frankfurt habe ich aber wieder einiges gelernt und es wird mich in nicht mehr ganz 2 Wochen bestimmt weit nach vorne tragen.

Schwimmen: 28:44 Minuten
Radfahren: 1:02:21 Stunden
Laufen: 43:20 Minuten

Ergebnisliste Männer


Hamburg City Man 2007 – 1,5/40/10

Eigentlich wollte ich 2007 keinen Triathlon mehr bestreiten. Die familiäre Situation hat mich mich selisch und psychisch zu stark beansprucht, dass für andere Dinge kein Raum mehr war. Anderseits hatte ich mich schon am Jahresanfang für das Rennen angemeldet und die Startkosten waren auch nicht gerade niedrig. Kurzentschlossen und natürlich ohne Training habe ich mich dann am Samstag bei den Jedermännern in der Wechselzone für meinen Start um 8:00 Uhr eingefunden. Das sind die längsten Wechselzonen die ich je gesehen habe. Wenn man diese durchlaufen hat, dann ist man schon erschöpft. An diesem Tag war es sau kalt. Als ich meinen Neo endlich an hatte, ging ich zum Schwimmstart. Beim Einschwimmen wollte ich das Rennen schon absagen, da die Wassertemperatur einem das Atmen nicht ermöglichte. Warum ich dann doch gestartet bin, kann ich nicht sagen. Ich dachte, dass ich aus dieser Alsterbrühe nicht mehr heraus komme. Mein Blick war immer nur auf das Rettungsboot gerichtet. Nach qualvollen 32:05 Minuten konnte ich endlich das Wasser verlassen. Nach 4:58 Minuten konnte ich dann die Wechselzone mitmeinem Rad wieder verlassen. Zwei Runden a 20 Kilometer in Richtung Wedel mussten bewältigt werden. Keine Ahnung woran es liegt, aber die olympische Disziplin liegt mir einfach nicht. Auf der Langstrecke bekomme ich den gleichen Druck aufs Rad wie bei der olympischen Distanz. Aber an diesem Tag habe ich überhaupt keine Druck auf die Pedale bekommen. Das zeigte dann auch die Zeit von 1:09:19 Stunden für die 40 Kilometer. In der Wechselzone verbrachte ich dann 3:40 Minuten und ging mit letzten Kräften auf die Laufstrecke. Eine Zeit unter 40:00 Minuten hätte ich mir doch gewünscht. Jedoch ohne Training wollen die Beine nicht so wie der Kopf. Trotzdem versuchte ich den Kilometer immer um die 4:00 Minuten zu laufen. Die ersten fünf Kilometer habe ich keinen Rythmus gefunden und die Beine fühlten sich an wie Betonklötze. Nach dem Wendepunkt bei Kilometer 5 kam der Regen und die Beine fühlten sich besser an. Aber das nütze auch nichts und am Ende benötigte ich 43:06 Minuten für die 10 Kilometer. Das Gesamtresultat war noch depremierter. In meiner Altersklasse Senioren 1 wurde ich 58. von 400. In der Gesamtrangliste reichte es zum 239. Platz von 1490 Teilnehmern. Auch dieses Rennen zeigte einmal mehr, dass man ohne Training keinen Erfolg haben kann.


Olympische Distanz Vierlandetriathlon 2006

Nach der Kurzdistanz stand nun eine olympische Distanz an. Die Trainingsvorbereitungen waren optimal. Die aktuelle Situation leider nicht. In der Nacht davor habe ich aus anderen Gründen kaum geschlafen. Nach der Ankunft in Vierlande habe ich mein Rad in der Wechselzone abgestellt und mich mit der Umgebung vertraut gemacht. Als Triathlonanfänger ist jedes Rennen wieder ein Neuanfang. Anschließend habe ich mich in den Neoprenanzug gezwängt und mich zum Schwimmstart begeben. Wie im letzten Rennen verlief das Schwimmen katastrophal. Ich sollte es eher baden nennen. Nach 27:26 Minuten hatte ich die 1,5 Kilometer hinter mich gebracht. Alle anderen saßen schon längst auf dem Rad. Egal, dachte ich mir, meine Stärken kommen noch. Auf dem Rad konnte ich einiges an Zeit gut machen. Der Gegenwind auf dem Deich hielt sich in Grenzen. Für die 40 Kilometer benötigte ich 1:11 Stunde. Danach ging es auf die abschließenden 10 Kilometer der Laufstrecke. Während der 10 Kilometer habe ich es nicht geschafft einen Laufrhythmus zu bekommen. Nach enttäuschenden 46:13 Minuten erreichte ich als 67. von 179 Teilnehmern das Ziel. Zufrieden war ich mit dieser Leitung überhaupt nicht. Aber es war ja auch nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu meiner ersten Langdistanz.

 


Meilensteine bis zur ersten Langdistanz

Ich hatte vom Ausdauersport keine Ahnung und habe die Planung und Steuerung der Trainingseinheiten in die Hand meiner Trainerin gegeben. Während der Planungsphase haben wir auch besprochen, an welchen Wettkämpfen ich auf dem Weg zu meiner ersten Langdistanz teilnehmen sollte:

  1. Hamburger Conergy Marathon
  2. Kurzdistanz Hamburger Stadtparktriathlon
  3. Olympische Distanz Vierlande
  4. Mitteldistanz Müritz
Nach der Planung kam erstmal das Training. Als ehemaliger Leistungssportler in einer Schnellkraftdiziplin habe ich mich mit den lockeren Trainingseinheiten sehr schwer getan . Ich musste erstmal lernen, dass man beim Ausdauersport nicht in jeder Trainingseinheit an seine Grenzen gehen muss. Dies ist übrigens sehr angenehm.