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Ratzeburger Inseltriathlon 2/92/21

Nach langem Hin und Her habe ich mich entschlossen, beim Ratzeburger Inseltriathlon zu starten. Da ich jetzt schon drei Rennen ausfallen ließ, habe ich mich entschlossen, meine Motivationsprobleme, die alle Lebensbereiche eingenommen haben, durch einen Triathlon zu bekämpfen. Der Nachteil an meiner Entscheidung war, dass ich in den letzten Wochen nur vier Trainingseinheiten durchgeführt habe. Es war eine abenteuerliche Veranstaltung. Das Einstellen des Rades in die Wechselzone hat auch noch ohne Training funktioniert. Danach ging das Desaster aber los. Kurz nach dem Schwimmstart habe ich ziemliche Probleme bekommen. Alle Muskeln taten mir schon nach ein paar hundert Meter weh und alle paar hundert Meter fing ich an zu hyperventilieren. Kein Wunder, dass man mit 37:05 Minuten für 2 Kilometer nicht zufrieden sein kann. Nach diesem Kraftakt schleppte ich mich durch die Wechselzone. Das Einzige, was mich angetrieben hat, diesen Triathlon durchzustehen, war der Gedanke an meine Tochter. Wenn Sie diese verdammten Chemotherapien über sich ergehen lassen muss, dann werde ich doch so einen lächerlichen Triathlon auch ohne Training überstehen. Mit diesem Gedanken habe ich mich dann auf die Radstrecke begeben. Auf dem Rad merkte ich aber sehr schnell, dass man ohne Training nicht das gewohnte Tempo halten kann. Somit erreichte ich die Wechselzone nach 92 Kilometer mit zittrigen Beinen nach 2:49:46 Stunden. Schon in der Wechselzone spürte ich, dass die Beine den anstehenden Halbmarathon nicht durchstehen würden. So kam es dann auch. Alle paar Kilometer wurden meine Beine von Krämpfen erfasst, die ich versuchte weich zu laufen. Auch das war kein leichtes Unterfangen, da die Muskulatur schon so sauer war, dass ich manchmal nur noch stehen bleiben konnte. Aufgeben wollte ich aber auch nicht. Keine Ahnung, wie ich es dann doch noch geschafft habe das Ziel zu erreichen. Für den Halbmarathon habe ich inakzeptable 01:57:49 Stunden benötigt, was dann zu einer Gesamtzeit von 05:24:40 Stunden führte. Von den 256 Teilnehmern erreichte ich den 131. Platz.


Wasserstadt Triathlon Hannover-Limmer

Nach monatelangem Training stand endlich ein Wettkampf auf dem Trainingsplan. Die Halbdistanz in Hannover Limmer sollte auch eine Messlatte für Zürich sein. Mit meiner Familie reiste ich am Samstag an, um vor dem Wettkampf die Rad- und Laufstrecke zu besichtigen. Nach der Besichtigungsfahrt haben wir uns noch einen schönen Nachmittag in einem Cafe in der Fußgängerzone gemacht. Nach dem Abendessen ging es früh ins Bett, da ich mir für die Halbdistanz auch Einiges vorgenommen hatte. Am nächsten Morgen bin ich zum Start gefahren und habe mein Rad in der Wechselzone abgestellt. Bei der Besprechung habe ich erfahren, dass es vier Startblöcke gibt und ich mit dem dritten Startblock ins Rennen geschickt werde. Der Schwimmstart war ein Wasserstart. Ich hatte einen guten Start und fühlte mich recht gut im Wasser. Leider kam nach ein paar hundert Meter wieder einmal mein altes Problem und ich fing an zu hyperventilieren. Danach hatte ich große Probleme einen Rhythmus zu finden. Als ich endlich aus dem Wasser kam, stellte ich fest, dass die Zeit gar nicht so übel ist. In der Wechselzone herrschte ein großes Durcheinander und ich hatte Glück, dass ich meinen Radbeutel schnell gefunden habe. Die ersten 200 Meter musste man mit dem Rad laufen, um die Wechselzone und den Bereich zu erreichen, der es erlaubte, dass man sich auf das Rad setzen darf. 2 Runden a 45 Kilometer waren zu absolvieren. Die ersten 45 Kilometer konnte ich mit guten Beinen hinter mich bringen. Danach wurde der Wind stärker und die Beine schwerer. Die Radzeit war dennoch recht akzeptabel. In der Wechselzone angekommen, war ich froh, dass ich mich auf den letzten Metern nicht verletzt habe. Diejenigen, die dort waren, wissen was ich meine. Der Wechsel vom Rad zum Laufen verlief super und ich machte mich mit einem guten Gefühl auf die bevorstehenden 21 Kilometer. Das gute Gefühl hielt aber nur 3 Kilometer. Plötzlich hatte ich das Gefühl, dass mir jemand ein Messer in den linken hinteren Oberschenkel rammt. Ich versuchte den Schmerz zu verdrängen, doch jeder Versuch des Anlaufens war noch schmerzhafter als der vorherige. Somit musste ich leider aufgeben. Später stellte sich heraus, dass es ein schöner Muskelfaserriss war. Ausgerechnet bei der Generalprobe! Es sind nur noch 3 Wochen bis zum Ironman Zürich! Ob das noch klappt?


Mitteldistanz Müritz 2006

Das Mitteldistanzrennen in Müritz sollte der erste richtige Test für meine erste Langdistanz werden. Deswegen bin ich extra am Vortag schon angereist und hatte dadurch die Gelegenheit, die Radstrecke einmal abzufahren. Danach bin ich noch zum Italiener gegangen und habe mir den Bauch mit Spaghetti vollgehauen. Geschlafen hatte ich recht gut und das Frühstück habe ich auch noch genossen. Dann ging es aber zur Wechselzone. Dort habe ich mein Rad eingestellt und meine Sachen deponiert. Im Neoprenanzug bin ich dann zur Wettkampfbesprechung gegangen. Nun konnte meine erste Halbdistanz losgehen. 2 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer laufen lagen vor mir. Nach dem Startschuss hatte ich einen guten Schwimmstart. Nach 500 Metern hatte ich einen kompletten Einbruch und dachte, dass ich aufgeben muss. Irgendwie habe ich mich die 2 Kilometer durchgebissen. Keine Ahnung mehr wie, aber ich habe es geschafft. Nach 41:46 Minuten habe ich endlich das Land erreicht und musste mal wieder allen hinterher radeln. Auf dem Rad sagte ich mir, dass jetzt solange getreten wird, bis die Beine nicht mehr können. Da ich keine Erfahrung hatte, habe ich nur Gas gegeben. Das hatte sich ausgezahlt und nach dem Radfahren hatte ich mich von Platz 110 auf den 58. Platz vorgearbeitet. Als es vom Radfahren zum Laufen ging, fühlten sich die Beine noch ganz gut an. Leider täuschte der Eindruck und nach ca. 2 Kilometer bekam ich Krämpfe in den hinteren Oberschenkeln. Leider waren die Krämpfe so tief, dass das Dehnen nicht ausreichte. Ich versuchte die Krämpfe weich zu laufen. Nach ein paar hundert Metern ist mir dies auch gelungen. Die restlichen 18 Kilometer bin ich ganz konzentriert gelaufen und kam nach 1:30:37 Stunden im Ziel an. Somit erreichte ich Platz 49 von 213 Teilnehmern. Für meine erste Mitteldistanz war ich damit sehr zufrieden und konnte beruhigt der Langdistanz am Bodensee entgegen sehen.

 


Meilensteine bis zur ersten Langdistanz

Ich hatte vom Ausdauersport keine Ahnung und habe die Planung und Steuerung der Trainingseinheiten in die Hand meiner Trainerin gegeben. Während der Planungsphase haben wir auch besprochen, an welchen Wettkämpfen ich auf dem Weg zu meiner ersten Langdistanz teilnehmen sollte:

  1. Hamburger Conergy Marathon
  2. Kurzdistanz Hamburger Stadtparktriathlon
  3. Olympische Distanz Vierlande
  4. Mitteldistanz Müritz
Nach der Planung kam erstmal das Training. Als ehemaliger Leistungssportler in einer Schnellkraftdiziplin habe ich mich mit den lockeren Trainingseinheiten sehr schwer getan . Ich musste erstmal lernen, dass man beim Ausdauersport nicht in jeder Trainingseinheit an seine Grenzen gehen muss. Dies ist übrigens sehr angenehm.