Swim, Cycling and Run

Posts tagged “Ironman

Bye Bye Triathlon

Nach 4 Langdistanzen und einer tollen Zeit habe ich mich entschlossen dem Triathlon den Rücken zu kehren. Natürlich mache ich das auch mit einem weinenden Auge, da es mir immer sehr viel Spaß bereitet hat, mich auf einen Ironman vorzubereiten. Auch ein Ziel vor Augen zu haben war eine tolle Sache. Leider leidet bei dieser Sportart das Familienleben sehr extrem und ich bin nicht der Typ, der eine Sportart auf Amateurbasis mit drei bis viermal Training in der Woche machen kann. Leistungssport hat mich mein ganzes Leben begleitet und deshalb liegt für mich der semiprofessionelle Bereich immer in der Nähe des Machbaren. Daher gilt meistens das Motto „Alles oder Nichts“ bei mir. Meiner Meinung nach kann man sich nicht auf einen Ironman mit drei Trainingseinheiten in der Woche vorbereiten und deswegen sage ich lieber „Bye Bye Triathlon“.


Ironman Frankfurt 2009 – Fazit nach drei Wochen

Es hat leider wieder einmal nicht gereicht für die Hawaiiqualifikation. Schade, da ich mich am Wettkampftag sehr gut gefühlt habe. Traurig kann ich nicht sein, da die Vorbereitung alles andere als optimal gelaufen ist. Bis Ende Februar war die Vorbereitung sensationell gewesen. Schwimmen, Radfahren und Laufen waren von den Trainingsergebnissen schon auf einem gutem Niveau. Vorallem der Raddruck hatte sich enorm verbessert. Dann musste ich länger als zwei Monate pausieren, wegen einer akuten Pangreatitis und es dauerte etliche Wochen, bis mein Körper das Training überhaupt an nahm. Dazu kamen noch die Schwierigkeiten mit meinem linken Oberschenkel, der mich seit über einem Jahr ärgert. Wenn ich all dies berücksichtige sind die gelaufenen 9:52:41 Stunden mehr als ich erwarten konnte. Trotzdem macht es mich traurig das Ziel wieder einmal knapp verpasst zu haben, bzw. dass ich mental eingebrochen bin und so mein Ziel aus den Augen verloren habe.


Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden – Teil 3 – Laufen

Für den Wechsel vom Rad auf die Laufstrecke habe ich mir dann 2:11 Minuten gegönnt. Die ersten Schritte waren noch etwas unkoordiniertund schwer. Mit jedem Schritt ging es aber dann besser. Ein Blich auf die Uhr zeigte mir, dass ich wieder viel zu schnell angelaufen bin. Mit 4:20 min/km – 4:30 min/km, war es definitiv zu schnell. Ich wollte nicht die Fehler der letzten Jahre wiederholen und habe mich gezwungen einen Schnitt von ca. 4:50 min/km zu laufen. Das klappte auch wunderbar und die Beine fühlten sich noch sehr gut an. Nach ca. 5 Kilometer wollte ich dann das Tempo erhöhen. Leider klappte das nicht mehr. Ich konnte machen was ich wollte, schneller als 4:50 min/km konnte ich nur unter enormen Anstrengungen laufen. Hätte ich das getan, dann wäre der Einbruch vermutlich schon in der zweiten Runde gekommen. Aber spätesten zu diesem Zeitpunkt merkte ich, dass die Aufholjagd beim Radfahren viel zu viel Kraft gekostet hat. Die erste Runde konnte ich dann noch mit einem Schnitt von 4:51 min/km hinter mich bringen. Bis dahin lief noch alles nach Plan. Dann war ich auch schon in der zweiten Runde und der Knüppelmann hat zugeschlagen. Genau zu diesem Zeitpunkt wurde ich von einem Läufer überholt, der mir zu rief: „Los Jürgen diesemal packst du es. Hol dir die Quali. Ich verfolge Deinen Blog, daher kenne ich Dich.“ Als ich ihm sagte, dass es heute vermutlich nichts wird, bin ich sehr erschrocken, da ich merkte, dass ich nicht mal mehr mental stark genug war um mein gewünschtes Ziel zu erreichen. Ich habe ihm noch nachgerufen, dass er mal einen Kommentar im Blog hinterlässt, damit ich weis, wer er ist. Ich hoffe, dass er das noch tut. Auf alle Fälle war es eine tolle Begegnung und vielen Dank nochmal für den Ansporn. Gegen Ende der zweiten Runde habe ich mir schon Gedanken gemacht, wie ich mich mehr puschen kann, um das immer näher kommende Desaster in Grenzen zu halten. Zu erkennen war es schon, da ich für die zweite Runde nur noch einen Schnitt von 5:08 min/km halten konnte. Eigentlich wollte ich meine Cola erst bei Kilometer 32 zu mir nehmen. Ich habe mich entschieden diese Belohnung vorzuziehen und schon bei Kilometer 28 zur Cola zu greifen. Der Einbruch war in der dritten Runde schon zu spüren, da ich in dieser einen Schnitt von 5:25 min/km noch halten konnte. Dann kam es aber zum ganz großen Einbruch und die letzte Runde konnte ich nur noch mit einem Schnitt von 5:31 min/km laufen. Von Laufen kann eigentlich während der letzten 1 1/2 Runden nicht gesprochen werden, da ich mich nur noch von Verpflegungsstation zu Verpflegungsstation geschleppt habe. Auch meiner Trainerin ist in der dritten runde nichts eingefallen, als sie mich ein paar Meter begleitet hat und ich ihr meinen Zustand geschildert habe. Aber wie soll sie in der Situation noch eingreifen. Ausermotivieren, das sie sowieso immer getan hat, ist in so einem Moment nichts zu machen. Zwischendurch hatte ich oft den Gedanken einfachauszusteigen, da mein Ziel nicht das Finishen war, sonder die Qualifikation für Hawaii. Ich habe mich aber dann für einen Zieleinlauf entschieden, da mir klar war, ohne Qualifikation, wird dies mein letzterIronman sein und für diesen sollte dann kein DNF (DID NOT FINISH) stehen. Als ich dann endlich auf die Zielgerade einbog und meine Familie und Verwandtschaft jubelnd an der Bande sah, war es doch ein gutes Gefühl dieses Ding zu Ende gebracht zu haben. Für denMarathon benötigte ich dann 3:41:32 Stunden und überquerte nach 9:52:41 die Ziellinie.


Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden – Teil 2 – Radfahren – Glück im Unglück

IM Frankfurt 2009 - Rad

Nach dem Schwimmausstieg musste der Anstieg zur Wechselzone bewältigt werden. Diesen konnte ich diesmal ohne Krampfattacken bewältigen. Oben angekommen, habe ich mir den Neo halb ausgezogen und bin auf direktem Wege zu meinem Rad. Dort angekommen habe ich mir den Neo abgestreift, den Helm aufgesetzt, die Brille ins Gesicht geschmissen und bin mit meinem Rad aus der Wechselzone gelaufen. Nach der Aufstiegslinie habe ich mich auf den Sattel geworfen und freute mich auf die bevorstehenden 180 Kilometer. Dieses Jahr wollte ich einen perfekten Wechsel vollziehen. Vom Gefühl her dachte ich, dass alles reibungslos geklappt hat. Trotzdem war ich eine Sekunde langsamer als letztes Jahr und habe die Wechselzone erst nach 3:44 Minuten verlassen. Schnell war ich in den Radschuhen und fand auch zügig einen guten Rhythmus. Die ersten 13 Kilometer nach Frankfurt waren fast so schnell wie die im Vorjahr. 8 Sekunden langsamer als 2008 bedeuteten einen Schnitt von 38,83 km/h auf diesem Teilabschnnitt. Danach ging es in die erste Runde von Zweien a 84 Kilometer. Bei den ersten Anstiegen merkte ich, dass die Beine das Tempo gut mitmachen und ich auch genug Druck auf die Pedale bekommen habe. So vergingen Kilometer um Kilometer. Da die Strecke sehr abwechslungsreich ist, merkte man auch die Zeit nicht. Nach 2:13:46 Stunden und einem Schnitt von 37,81 km/h hatte ich die erste Runde hinter mich gebracht. Die Beine fühlten sich noch gut an und es lief wirklich rund. Bei Kilometer 102 hat mich dann das Glück ein wenig verlassen. Ich musste 4 Straßenbahnschienen überqueren und bei der letzten war der Schlag auf den Schlauchreifen so stark, dass dem Schlauchreifen die Luft ausging. Bei Tempo 45 km/h hörte ich nur noch einen lauten Knall und war froh, dass ich das Rad ohne Sturz zum stehen bekommen habe. Erstaunlicherweise bin ich sehr ruhig geblieben und der Wechsel des Schlauchreifens hat reibungslos funktioniert. Wieder auf dem Rad habe ich mir vorgenommen ruhig zu bleiben und dafür beim Laufen die verlorene Zeit wieder einzuholen. Leider habe ich dann nie wieder einen runden Tritt und einen Rhythmus gefunden. Immer wieder kamen Gedanken auf, die Reifenpanne auf dem Rad wieder einzufahren. Trotz des Versuches, diese Gedanken wieder zu verwerfen, habe ich doch öfters den Kraftakt gewagt, um ein paar Minuten aufzuholen. An dieser Stelle habe ich dann auch mental das Rennen verloren. Ich habe des öfteren das Rennen aufgegeben, anstatt im Ziel abzurechnen. Für die zweite Runde benötigte ich dann 2:27:32 Stunden inklusive des Schlauchreifenwechsels und es war nur noch ein Schnitt von 33,67 km/h. Den starken Abfall gegenüber der ersten Runde kann ich mir leider nicht erklären. Es scheint so, dass ich in der zweiten Runde eingebrochen bin. Das Gefühl hatte ich jedoch nicht. Natürlich sind die Beine nach 120 Kilometer nicht mehr ganz so frisch, aber die Beine fühlten sich auch in der zweiten Runde noch recht gut an. Vermutlich habe ich an den Anstiegen zu viel gebummelt. Nach 5:01:14 Stunden, was leider nur einem Schnitt von 35,85 km/h entspricht, konnte ich dann mein Rad in der Wechselzone den netten Helfern in die Hand geben und mich auf den letzten und entscheidenden Teil des Tages konzentrieren.



Ironman Frankfurt 2009 mit der Startnummer 384

Hang Loose
Nun ist es wieder so weit! Die letzten Tage vor dem Ironman Frankfurt liegen vor mir. Am 5. Juli um 6:45 Uhr werde ich mich mit der Startnummer 384 und weiteren 2300 Triathleten ins Wasser am Langener Waldsee stürzen. Dann werde ich sehen, was die Zeiten aus dem letzten Jahr wert sind. Es wird ein ganz heißes Rennen werden. Es sind 28 Grad angekündigt. Die letzten Tage verbringe ich mit der einen oder anderen kleinen Trainingseinheit. Heute stand nochmal 40 Minuten schwimmen im Langener Waldsee und ein zwanzig Minuten Läufchen auf dem Programm. Zwischendurch habe ich noch am Römer meine Startunterlagen abgeholt und bin nach einer kleinen Erholungpause mit dem Auto noch die Radstrecke abgefahren. Im Auto kann man sich oft nicht vorstellen, dass man so eine Strecke bewältigen kann. Keine Ahnung, wie ich letztes Jahr diese Strecke hinter mich gebracht habe.
Morgen muss ich nochmals für dreisig Minuten aufs Rad und um 15:00 Uhr findet dann die Wettkampfbesprechung statt. Samstag ist dann der Radcheckin und danach werden die Füße hoch gelegt und die Nervosität bekämpft. Dann hoffe ich, dass ich ein paar Stunden schlafen kann, bevor der Wecker sich um 4:00 Uhr meldet. Wenn Ihr auch live dabei sein wollt, dann schaut auf der Seite www.ironman.demal vorbei.

See u after the race



St. Pölten hat mir die Grenzen aufgezeigt

St. Pölten Zeiten

Beim 70.3 in St. Pölten wollte ich eigentlich richtig angreifen. Die letzten Vorbereitungswochen verliefen auch ohne Verletzungen und Ausfällen. Die Unterstützung meines Dauercoaches Oliver, seit mehr als 41 Jahren mein Bruder, war mir auch wieder sicher (Vielen Dank für die tolle Unterstützung und den Fahrerservice). Also konnte es losgehen. Am Freitag Nachmittag holte mich mein Bruder in Wien am Flughafen ab. Der Rest des Tages war schnell vorbei. Ab ins Hotel einchecken, kurz die Beine auslaufen, Essen gehen und ab ins Bett. Am Samstag sind wir dann nach St. Pölten gefahren. Dort stand ein hartes Tagesprogramm auf dem Plan. Startunterlagen abholen, Radstrecke abfahren, Schwimmstart und Wechselzonen besichtigen und Rad einchecken. Anschließend sind wir wieder nach Wien zum Essen gefahren. Nach dem Essen habe ich noch meine Sachen für das Rennen gepackt und gegen 22:00 Uhr habe ich mich schlafen gelegt. Am Sonntag klingelte der Wecker um 4:00 Uhr! In St. Pölten angekommen ging es in die Wechselzone und das Rad wurde nochmals geprüft. Danach sind wir ganz langsam zum Schwimmstart gegangen. Da in Wellen gestartet wurde, konnte ich mir den Start der Profis noch anschauen. Dann war warm machen und Einschwimmen dran. Um 7:45 Uhr fiel dann für mich der Startschuss. Die ersten paar hundert Meter kam ich gut weg und fühlte mich wesentlich besser als in den letzten Jahren. Für die ersten tausend Meter hatte ich gehofft eine Zeit um 15 Minuten zu schwimmen. Leider brauchte ich für die ersten tausend Meter dann ca. 17 Minuten. Da war die Enttäuschung doch schon groß, da ich auch noch 900 Meter nach dem Landgang zu schwimmen hatte. Nach 34,37 Minuten kam ich dann aus dem Wasser. 4 1/2 Minuten langsamer als geplant. Nach weiteren 4:13 Minuten saß ich endlich auf dem Rad. Treten bis zum Umfallen war die Devise. Auf den ersten 10 Kilometern merkte ich aber schon, dass das heute nicht mein Radtag sein wird. Die Sitzposition fühlte sich nicht gut an und die Beine haben keinen Druck auf die Pedale gebracht. Die restlichen 80 Kilometer war eine reine Quälerei. Nie hatte ich auf der Strecke mal das Gefühl, dass es rund läuft. Nach langen 2:35:09 Stunden kamen ich sehr entkräftet in die Wechselzone. Da ich bei diesen Zeiten keine Chance mehr hatte auf die vorderen Plätze lies ich es beim Laufen locker angehen. Das Anlaufen gelang sehr gut. Leider hatte ich auf den ersten Kilometern noch Bach- und Rückenschmerzen, die vermutlich von der nicht idealen Aeroposition kamen. Nach 10,5 Kilometern packte mich dann doch noch der Ehrgeiz und ich wollte heraus finden, ob ich die zweiten 10,5 Kilometer noch schneller laufen konnte. Erfreulicherweise gelang mir dies dann auch. Für die 21 Kilometer benötigte ich dann 1:32:04 Stunden. Das bedeutete dann einen 4:21 km/h Schnitt. Mehr als der 39ste Platz in der Altersklasse und 263ste Platz in der Gesamtwertung war an diesem Tag nicht drin. Das Rennen war auich eine Standortbestimmung und zeigte mir, dass die 2 Monate Trainingsausfall leider nicht ganz spurlos an mir vorbei gegangen sind. Dafür muss ich dann mit dem Ergebnis doch noch zufrieden sein., wäre aber gern weiter vorne dabei gewesen. Gratulation noch an Gregor, der einen tollen Radsplit hingelegt hat.



Was nach dem IM Frankfurt alles passierte!

Nichts! Ja, Ihr habt richtig gelesen. Ich habe mich erstmal drei Monate hängen lassen. Mein Gedanke war auch, dass Ruhe und Entspannung das Beste für meinen kaputten Oberschenkel sein könnte. Vor über einem Monat habe ich dann den ersten Versuch unternommen, das Training wieder zu beginnen. Die Motivation war groß, jedoch der Wille sehr schwach. Als ich mich nach weiteren 2 Wochen dann endgültig aufraffen konnte, machte mir mein Oberschenkel wieder ein Strich durch die Rechnung. Also, war mal wieder Trainingspause angesagt. Zurzeit renne ich mal wieder von Arzt zu Arzt und keiner kann so richtig helfen. Deswegen habe ich jetzt den Entschluss gefasst, dass das Training wieder aufgenommen wird. Das Training soll nun härter den je werden, da die Zielsetzung für 2009 die gleiche sein wird wie für 2008. Im Moment werde ich den Schwerpunkt auf Kraft, Radfahren und Schwimmen legen. Das Laufen werde ich erstmal sein lassen. Vielleicht kann die nächste anstehende MRT-Untersuchung eine Diagnose liefern, mit der die Probleme endlich behandelt werden können.


IM Frankfurt – Fazit und Ausblick auf 2009

Eines Vorweg, es sollte nicht mein Rennen sein. Nach fast drei Monaten Abstand sehe ich die Geschehnisse des IM Frankfurts etwas gelassener. Eigentlich kann ich mit der erbrachten Leistung mehr als zufrieden sein. Im dritten Jahr meiner Ironmanlaufbahn habe ich mich in jeder Disziplin, gegenüber dem Vorjahr, enorm verbessert. Beim Schwimmen waren es 11 Minuten, beim Radfahren 14 Minuten um beim Laufen 8 Minuten. Jedoch vom Laufen habe ich mir wesentlich mehr erwartet. Mit meiner Trainerin habe ich dann auch die Kurven der Polaruhr ausgewertet. Die Kurven der Herzfrequenz sind schon sehr ungewöhnlich. Das Einzige, was man daraus ableiten kann, ist, dass mein Körper in keinem Topzustand wahr. Ob ich nun am Wettkampftag einen versteckten Infekt hatte, oder die Speicher nicht richtig gefüllt waren, werde ich nie in Erfahrung bringen können. Nur eine Blutuntersuchung direkt nach dem Rennen hätte ein bisschen Licht ins dunkel gebracht. Tatsache ist, dass es nicht mein Wettkampftag war. Somit lasse ich nun den IM Frankfurt mit 9:43:06 Stunden hinter mir. Auf alle Fälle war es eine tolle Veranstaltung.
Trotzdem nagt immer noch der verlorene Hawaiislot an mir. Den einzigen Trost, den ich habe ist, dass ich es nochmal versuchen darf. Der Familienrat hat beschlossen, dass ich, sofern ich noch einen Startplatz bekomme, in Frankfurt am 5. Juli 2009 starten darf. Die konkrete Planung von Training und Wettkampf wird in den nächsten Wochen angegangen.

IM Frankfurt – Rennbericht Teil 3: Laufen

Nach 6:06:03 Stunden erreichte ich die zweite Wechselzone. Das Rad wurde mir abgenommen und ich konzentrierte mich darauf, dass ich meinen Laufbeutel vom richtigen Ständer nehme. Die netten Helferinnen in der Wechselzonen hatten meinen Laufbeutel aber schon in der Hand und ich konnte in aller Ruhe meine Kompressionsstrümpfe (ich liebe diese Dinger) und Laufschuhe anziehen. Schnell noch einen Becher Wasser über den Kopf und los ging es auf die letzten 42, 2 Kilometer. Es waren insgesamt 4 Runden a 10,5 Kilometer zu laufen. Das Loslaufen funktionierte wunderbar und die Beine fühlten sich sehr leicht an. Ich dachte schon, dass ich den kritischen Pfad überwunden hätte und nun das Rennen erst richtig los ging. Kaum hatte mich dieser Gedanke verlassen, quälten mich starke Krämpfe in beiden Beinen. Die Krämpfe waren so schlimm, dass ich schon fast ans aufgeben gedacht hatte. Nach einigen Metern gehen und einem Powergel hatte ich die Beine wieder in den Griff bekommen. Die erste Runde habe ich dann noch recht zügig mit einigen Krampfattacken hinter mich gebracht und der Schnitt von 4:37 min/km lies auf einen schnellen Marathon hoffen. In der zweiten Runde jedoch wurden die Krampfattacken häufiger und zwangen mich zu längeren Gehpassagen. Das merkte man dann schon an der Zeit. 4:58 min/km war nur noch der Schnitt in Runde 2. Das sollte aber leider nicht die schlechteste Runde sein. Runde 3 hat mir dann das Ticket für Hawaii versaut. Durch weiter anhaltende Krampfattacken mußte ich noch längere Gehpassagen einlegen und wollte mich nur noch hinlegen. Aufgeben jedoch war im Trainingsplan nicht enthalten, deswegen mußte es weiter gehen. Für Runde hatte ich dann einen gnaz mageren Schnitt von 5:29 min/km. Für die letzte Runde hatte ich nur noch einen Gedanken. Alle Kräfte mobilisieren und Gas geben was geht. Entweder ich komme mit letzten Kräften noch an einen Hawaiiplatz, oder ich gehe in der letzten Runde unter. Zu verlieren hatte ich nichts mehr. Der Körper schmerzte jedoch schon ganz schön und die letzten Kilometer waren unendlich lang. Abgeschlossen habe ich die letzte Runde dann mit einem Schnitt von 5:15 min/km. Auf den letzten Metern wollte ich noch eine Dreiergruppe überholen und ins Ziel stürmen. Aber auch dieser Angriff mußte gestoppt werden, da ich wieder von Krämpfen durchgeschüttelt wurde. Nach 9:43:06 Stunden erreichte ich dann das Ziel. Einerseits sehr glücklich, da ich nicht aufgegeben habe und immer an meine Ziele gedacht habe. Anderseits traurig, da ich im Ziel schon spürte, dass es wieder einmal nicht für Hawaii gereicht hatte. Das Motto meiner Trainerin habe ich aber trotzdem befolgt: „Finish with a smile.“


IM Frankfurt – Rennbericht Teil 2: Radeln

Endlich erschien mir der Weg in die Wechselzone. Auf halbem Wege habe ich mich schon teilweise aus dem Neo geschält. Beim Rad angekommen, habe ich dann wertvolle 46 Sekunden verloren, da sich der Neo am Zeitchip verklemmt hat. Als ich den Neo endlich vom Körper hatte, ging es in die zweite Runde. Helm auf, das Rad in die Hand und nach der Aufsteiglinie habe ich mich auf das Rad geschwungen. Nach ein paar hundert Metern schlüpfte ich in meine Radschuhe und merkte gleich, dass die nächsten Stunden verdammt hart werden würden. Von der erwarteten lockeren Beinen war leider nichts zu spüren. Die ersten 12 Kilometer nutzte ich um die Beine zu prüfen und heraus zu finden, was los ist. Das Forschen hat zu keinen Erkenntnissen geführt und ich habe es dann erstmal mit Druck versucht. Somit habe ich die ersten 12 Kilometer mit einem Schnitt von 39 km/h gefahren. Danach ging es in die Erste von zwei absolvierenden Runden. Die erste Runde konnte ich noch mit Druck und Kampf mit einem ordentlichen Tempo von 37,8 km/h hinter mich bringen. Zu dieser Zeit war ich noch sehr zufrieden, da ich an den Anstiegen fast nicht aus dem Sattel gehen konnte, wegen Krämpfen in den Beinen. In der zweiten Runde musste ich dann dem zunehmendem Wind und den immer mehr krampfanfälligen Beinen stellen. Deshalb reichte es dann nur noch zu einem Schnitt von 34,3 km/h. Trotz dieser widrigen Umstände habe ich meinen Traum erreicht! Ich wollte unter fünf Stunden die 180 Kilometer fahren. Mit 4:58:11 Stunden konnte ich mehr als zufrieden sein. Nicht aber mit dem Zustand meiner Beine.


IM Frankfurt – Rennbericht Teil 1: Schwimmen

Um 4:00 Uhr klingelte der Wecker! Danach war ich sofort munter. Gegen 4:30 Uhr habe ich mit meinem Bruder ein kurzes Frühstück eingenommen und anschließend sind wir mit den Mountainbikes zum Schwimmstart gefahren. Dort angekommen habe ich in der Wechselzone mein Rad überprüft und bin noch mit Faris pinkelngegangen. Dann war es auch schon Zeit in den Neoprenanzug zu schlüpfen und sich zum Schwimmstart zu begeben. Bevor ich ins Wasser bin habe ich noch meinen persönlichen Fanclub gesehen. Jetzt stand noch Einschwimmen, gute Startposition suchen und die Nationalhymne auf dem Programm, bevor der Startschuss ertönt. Punkt 6:45 Uhr wurde die Meute losgelassen. Ich mit der Startnummer 305 unter den Profis und weiteren 300 Altersklassenathleten. Nach ca. 400 Metern gingen die Probleme unerwartet schon los. Erste Krämpfe in den Waden und Oberschenkeln. Damit hatte ich nicht gerechnet. Auch die Arme fühlten sich sehr schwer an. Ich wunderte mich, dass sich diese Probleme schon nach ein paar Hundert Metern zeigten. Leider kamen nach ca. 1000 weiteren Metern noch weitere Probleme dazu. Mir wurde es immer schlechter und ich musste die Fische füttern. Ich sehnte mich nach dem kurzen Landgang, der nach 2,2 Kilometer zu absolvieren war. Leider konnte ich den Landgang nach einer Schwimmzeit von 35 Minuten nicht zur Erholung nutzen, da ich vor lauter Krämpfen nicht wusste, wie ich wieder ins Wasser kommen sollte. Irgendwie hat es dann doch geklappt und ich wunderte mich über diese schnelle Zeit. Die restlichen 1,6 Kilometer waren jedoch eine einzige Qual. Übelkeit und Krämpfe wechselten sich ab und nach 1:04:09 Stunden hatte ich endlich wieder Boden unter den Füssen. Trotz der ungewohnten Probleme ist dies meine beste Schwimmzeit, die ich bis jetzt je in einem Wettkampf geschwommen bin. Fast 11 Minuten schneller als letztes Jahr beim IM in Zürich. Sehr beschwerlich war der Anstieg zur Wechselzone, da ich alle paar Meter von weiteren Krämpfen geplagt wurde.


Das Rennen ist vorbei! 46 Sekunden fehlten für die Hawaiiqualifikation

Splitzeiten IM Frankfurt 2008

„Der längste Tag im Jahr“, der Ironman Frankfurt ist vorbei. Für mich ist es einer der schwärzeren Tage gewesen. 46 Sekunden bin ich zu langsam gewesen für die sehr begehrten Hawaiislots. Was an diesem Tag alles so passiert ist und warum es mit der Qualifikation für Hawaii nicht geklappt hat, werde ich in den nächsten Tagen berichten. Danken möchte ich vor allem meinen Eltern und meinem Bruder mit Quasitante, die mich während des ganzen Rennens unterstützt haben und mich immer wieder aufs neue motiviert haben. Ihr habt wirklich alles gegeben. Leider hat meine Leistung nicht gereicht um die Tickets nach Hawaii zu buchen.

Sorry Petra :-(

Ergebnis:
Gesamtzeit: 9:43:06 Stunden
Schwimmen: 1:04:09 Stunden
Radfahren: 4:58:11 Stunden
Laufen: 3:34:52 Stunden

Von 1908 Finisher bin 185. geworden. In meiner Altersklasse 40 – 44 hat es nur zum 32. Platz gereicht.

Ergebnisliste

Für die Splitzeiten klicke auf das Bild



Noch 1 Tag: Vierter Tag in Frankfurt

Guten Morgen Deutschland hieß es heute gegen 7:00 Uhr. Nicht mehr ganz 24 Stunden bis zum Start. Nach einem guten Frühstück habe ich nochmals alle Wechselbeutel und das Rad überprüft. Nun war es an der Zeit das Rad und die Wechselbeutel in der Wechselzone 1 amLangener See abzugeben. Da ich sehr früh dran war, gab es keine Probleme mit Parkplätzen. An der Wechselzone 1 wurde das Rad von den Kampfrichtern kontrolliert. Da die Kampfrichter nichts zu beanstanden hatten, wurde ich von einer netten Dame an meinen Platz mit der Nummer 305 gebracht. Dort habe ich dann mein Rad und den blauen Wechselbeutel abgestellt. Danach habe ich mich noch mal an den See begeben und als ich den See betrachtete und links neben mir jemand auftauchte, stellte ich fest, dass es Faris war. Nach einem kleinen Schnack über das aufgehobene Neoverbot haben wir uns verabschiedet und ich bin ins Hotel gefahren. Dort angekommen, habe ich meine Laufschuhe gepackt und bin 5 Minuten die Straße rauf und runter gelaufen. Nach dem Duschen habe ich mich ausgeruht und gegen 12:30 Uhr kamen meine Eltern. Zusammen sind wir noch etwas Essen gegangen. Jetzt steht Ruhe auf dem Programm und um 15:00 Uhr gibt es noch Kaffee. Danach steht wieder Ruhe auf dem Programm. Gegen 18:00 werde ich dann noch mit meinen Eltern und meinem Bruder mit Quasitante etwas Essen. Natürlich Pasta, Pastaund nochmals Pasta. Um 20:00 werde ich dann ins Bett gehen und versuchen zu schlafen. Der Wecker klingelt nämlich um 4:00 Uhr. Es kann los gehen. Eins steht fest! Ich werde das Ding rocken. See you.

Ironman Frankfurt live erleben
Wenn Ihr das Wettkampfgeschehen am Sonntag live erleben wollt, dann habt ihr folgende Möglichkeiten:
1. Ihr kommt noch ganz schnell nach Frankfurt :-)
2. Fernsehen: Auf HR3 wird ab 10:00 Uhr der Ironman Frankfurt live übertragen
3. Internet: Unter www.ironman.com könnt Ihr Athleteninformation abrufen Unter Track an Athlete gebt Ihr den Namen oder die Startnummer ein. Natürlich meine Startnummer. Zur Erinnerung, ich starte mit der 305.

Nun gebe ich mal etwas internes frei. Im Internet gibt es einen Durchgangszeitrechner für die Ironmanstrecke Frankfurt. MeineTrainerin hat damit etwas gespielt und ein paar Zeiten eingeben, die sie mir zutraut. Folgendes kam dabei heraus:

Durchgangszeiten Jürgen Utz Go 305

Morgen werden wir sehen, ob die Zeiten, die aus der Kugel kommen, realistisch sind. Die notwendige Spannung habe ich schon aufgebaut und ich verspreche Euch, dass ich das Ding rocken werde :-).


Noch 2 Tage: Dritter Tag in Frankfurt

Letzte Nacht habe ich zum Glück wesentlich besser geschlafen. Um 7:30 Uhr klingelte der Wecker. Nach einem kurzen Frühstück ging es direkt aufs Rad. Nein, keine richtige Trainingseinheit. 40 Minuten das Rad nur rollen lassen und die Schaltung kontrollieren. Sinnvoll ist auch, zu prüfen, ob alle Teile am Rad fest sitzen. Da auf der Radstrecke einKopfsteinpflasterstück von ca. 700 Meter zu befahren ist, sollten alle Teile gut befestigt sein. Nach dem Radcheck habe ich meineSchwimmsachen gepackt und bin zum Langener Waldsee gefahren. Dort habe ich mich gegen den Neo entschieden und plantschte noch mal 20 Minuten im See. Als nächstes stand die Laufstrecke auf dem Programm. In der Innenstadt habe ich mein Mountain Bike geschnappt und bin die komplette Laufstrecke einmal abgefahren. Ich glaube, dass sich die Kampfrichter beim vermessen der Strecke vertan haben. Mir kam es vor, wie wenn ich 20 Kilometer gefahren wäre. Die ständigenBrückenüberquerungen werden auch der Hammer. Das geht richtig in die Beine. Leider war dann immer noch nicht Ruhe angesagt.Anschließend ging es in die Eissporthalle nach Frankfurt – Bornheim. Das war schon ganz schön aufregend. So langsam geht es dem Tag X entgegen. Nach der Wettkampfbesprechung bin ich nochmals die 80 Kilometer lange Radrunde abgefahren. Gegen 18:45 Uhr war ich dann wieder in Frankfurt – Bornheim zur Pastaparty. Dort habe ich mir einenriesigen Teller Pasta und Salat gegönnt. Dann wurde es aber auch Zeit ins Hotel zu fahren. Die Wechselbeutel mussten noch gepackt werden. Morgen zwischen 10:00 Uhr und 11:00 Uhr darf ich mein Radeinchecken und die Wechselbeutel abgeben. Mann ist das aufregend. Zur Zeit habe ich einen Ruhepuls, der einer GA1 Trainingseinheit entspricht. In diesem Sinne: Schlaft gut und bis Morgen!


Noch 4 Tage: Anreisetag

Heute Morgen um 8:06 Uhr war es endlich so weit! Es ging nach Frankfurt. Leider musste ich mich schweren Herzens von meiner Familie verabschieden und das Abenteuer alleine bestreiten. Verwandtschaftliche Verpflichtungen lassen es leider nicht zu, dass meine Familie mich begleiten kann. Gegen 14:00 Uhr kam ich endlich bei ca. 31 Grad in Frankfurt Langen im Hotel an. Nach demEinchecken und Ausladen des Autos habe ich mich auf den Weg zumLangener Waldsee gemacht. Es war gar nicht so einfach diesen komischen See zu finden. Nach etlichen Irrwegen habe ich ihn dann doch noch gefunden. Heute stand nochmal eine kleineSchwimmeinheit auf dem Programm. Eigentlich sollte dieseSchwimmeinheit mit dem Neoprenanzug stattfinden. Da der See jetzt schon 21,5 Grad hat, kann man davon ausgehen, dass am Renntag ein Neoverbot erfolgen kann. Deswegen habe ich nach Rücksprache mit meiner Trainerin auf den Neo verzichtet und die Trainingseinheit mit Badehose und Schwimmbrille absolviert. Die anderen Triathleten, die mit Neo geschwommen sind, waren wirklich nicht zu beneiden bei der heutigen Hitze. Nach der kurzen Trainingseinheit bin ich nach Frankfurt ans Mainufer gefahren und habe mir einen Salat und jede Menge Nudeln gegönnt. Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen vor lauter Aufregung noch schlafen kann. Deshalb: Gute Nacht!


Startnummer 305

Beim Ironman in Frankfurt am 6.07.2008 werde ich um 6:45 mit der Startnummer 305 an den Start gehen. So langsam macht sich eine leichte Nervosität breit und viele Situationen spiele ich schon im Kopf durch. Nach ca. 30 Wochen Training wird es nun aber auch Zeit. Dann werden mit mir ca. 2400 verrückte und bis zu den Haarwurzeln vollgestopfte Adrenalintrios in den Langener See stechen. Ich freue mich schon darauf.
Die komplette Startliste könnt Ihr hier sehen:

IM Zürich ist Geschichte

Nun ist IM Zürich Vergangenheit. Ich wollte mich bei allen bedanken, die mich tatkräftig unterstützt haben und mich auf Wolken durch die 10:16:16 Stunden getragen haben. Leider hat es für die Qualifikation auf Hawaii nicht gereicht. Es war aber ein tolles Rennen und ich bin nach langem Überlegen auch mit der Leistung zufrieden :-). Aber eines kann ich Euch versprechen: Es war nicht der letzte IM. Nun für alle noch ein paar Daten:

Von 1643 gewerteten Männern bin ich 236. geworden. In meiner Altersklasse M40-44 bin ich von 347 gewerteten Männern 36. geworden. Regulär habe ich die Qualifikation um 26 Minuten verpasst. Das sind schon Welten.
Da nicht jeder, der einen Qualifikationsplatz erreicht hat, diesen auch annimmt, hätte der 20. Platz in der Altersklasse gereicht. Aber auch für diesen Platz hätte ich 15 Minuten schneller sein müssen. Auch das sind Welten.
Nun noch die einzelnen Zeiten, damit jeder sich vorstellen kann, wo ich noch die notwendigen Minuten hätte rausholen können. 

3,8km Schwimmen: 1:15:54 Stunden
Wechsel vom Schwimmen zum Radfahren: 2:25 Minuten
180km Radfahren: 5:12:58 Stunden
Wechsel vom Radfahren zum Laufen: 1:29 Minuten
42,2km Laufen: 3:43:30 Stunden
Gesamtzeit: 10:16:16 Stunden

Nun lege ich die Füße hoch und werde mich in den nächsten Wochen erstmal erholen und die freie Zeit mit meiner Familie verbringen. Ich wünsche Euch alles Gute und bis bald.



Neues Ziel – Ironman Zürich 2007

Nach langer Überlegung und Absprache mit dem Familienrat habe ich mich entschieden, im nächsten Jahr zum Eisenmann zu werden. Dafür meldete ich mich für den Ironman in Zürich an. Das Ziel soll die Qualifikation für Hawaii sein. Dieses Ziel ist etwas hoch gegriffen, jedoch kann man ohne konkretes Ziel auch keine außergewöhnlichen Leistungen bringen. Da der Ironman Zürich sehr früh im Jahr ist, wird es vermutlich sehr wenige Vorbereitungswettkämpfe geben. Deswegen werde ich vermutlich ein Radtrainingslager auf Lanzarote oder Mallorca durchführen.