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Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden – Teil 3 – Laufen

Für den Wechsel vom Rad auf die Laufstrecke habe ich mir dann 2:11 Minuten gegönnt. Die ersten Schritte waren noch etwas unkoordiniertund schwer. Mit jedem Schritt ging es aber dann besser. Ein Blich auf die Uhr zeigte mir, dass ich wieder viel zu schnell angelaufen bin. Mit 4:20 min/km – 4:30 min/km, war es definitiv zu schnell. Ich wollte nicht die Fehler der letzten Jahre wiederholen und habe mich gezwungen einen Schnitt von ca. 4:50 min/km zu laufen. Das klappte auch wunderbar und die Beine fühlten sich noch sehr gut an. Nach ca. 5 Kilometer wollte ich dann das Tempo erhöhen. Leider klappte das nicht mehr. Ich konnte machen was ich wollte, schneller als 4:50 min/km konnte ich nur unter enormen Anstrengungen laufen. Hätte ich das getan, dann wäre der Einbruch vermutlich schon in der zweiten Runde gekommen. Aber spätesten zu diesem Zeitpunkt merkte ich, dass die Aufholjagd beim Radfahren viel zu viel Kraft gekostet hat. Die erste Runde konnte ich dann noch mit einem Schnitt von 4:51 min/km hinter mich bringen. Bis dahin lief noch alles nach Plan. Dann war ich auch schon in der zweiten Runde und der Knüppelmann hat zugeschlagen. Genau zu diesem Zeitpunkt wurde ich von einem Läufer überholt, der mir zu rief: „Los Jürgen diesemal packst du es. Hol dir die Quali. Ich verfolge Deinen Blog, daher kenne ich Dich.“ Als ich ihm sagte, dass es heute vermutlich nichts wird, bin ich sehr erschrocken, da ich merkte, dass ich nicht mal mehr mental stark genug war um mein gewünschtes Ziel zu erreichen. Ich habe ihm noch nachgerufen, dass er mal einen Kommentar im Blog hinterlässt, damit ich weis, wer er ist. Ich hoffe, dass er das noch tut. Auf alle Fälle war es eine tolle Begegnung und vielen Dank nochmal für den Ansporn. Gegen Ende der zweiten Runde habe ich mir schon Gedanken gemacht, wie ich mich mehr puschen kann, um das immer näher kommende Desaster in Grenzen zu halten. Zu erkennen war es schon, da ich für die zweite Runde nur noch einen Schnitt von 5:08 min/km halten konnte. Eigentlich wollte ich meine Cola erst bei Kilometer 32 zu mir nehmen. Ich habe mich entschieden diese Belohnung vorzuziehen und schon bei Kilometer 28 zur Cola zu greifen. Der Einbruch war in der dritten Runde schon zu spüren, da ich in dieser einen Schnitt von 5:25 min/km noch halten konnte. Dann kam es aber zum ganz großen Einbruch und die letzte Runde konnte ich nur noch mit einem Schnitt von 5:31 min/km laufen. Von Laufen kann eigentlich während der letzten 1 1/2 Runden nicht gesprochen werden, da ich mich nur noch von Verpflegungsstation zu Verpflegungsstation geschleppt habe. Auch meiner Trainerin ist in der dritten runde nichts eingefallen, als sie mich ein paar Meter begleitet hat und ich ihr meinen Zustand geschildert habe. Aber wie soll sie in der Situation noch eingreifen. Ausermotivieren, das sie sowieso immer getan hat, ist in so einem Moment nichts zu machen. Zwischendurch hatte ich oft den Gedanken einfachauszusteigen, da mein Ziel nicht das Finishen war, sonder die Qualifikation für Hawaii. Ich habe mich aber dann für einen Zieleinlauf entschieden, da mir klar war, ohne Qualifikation, wird dies mein letzterIronman sein und für diesen sollte dann kein DNF (DID NOT FINISH) stehen. Als ich dann endlich auf die Zielgerade einbog und meine Familie und Verwandtschaft jubelnd an der Bande sah, war es doch ein gutes Gefühl dieses Ding zu Ende gebracht zu haben. Für denMarathon benötigte ich dann 3:41:32 Stunden und überquerte nach 9:52:41 die Ziellinie.


Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden – Teil 1 – Schwimmen

IM Frankfurt 2009 - Auf dem Weg zur Wechselzone

Um 4:20 Uhr klingelte der Wecker. Geschlafen hatte ich in der vergangenen halben Nacht nicht richtig. Dafür war ich nach dem Weckerklingeln wach und fühlte mich auch fit genug für einen Ironman. Schnell waren die letzten Sachen zusammen gepackt und um 5:00 Uhr ging es zum Frühstück. Leider hat das Hotel in diesem Jahr es nicht ermöglichen können, dass das Frühstück schon um 4:30 Uhr zur Verfügung stand. Letztes Jahr klappte das noch. Nach einem schnellen Frühstück mit 3 Scheiben Brot mit Marmelade und 2 Tassen Kaffee bin ich mit meinem Bruder, die 4 Kilometer zum LangenerWaldsee, mit dem Mountainbike gefahren. Dort angekommen, war schon reges Treiben in der Wechselzone. Zügig ging ich zu meinem Rad und erledigte ohne viel nachzudenken die noch notwendigen Aufgaben. Die Zeit verging viel zu schnell und ich verzichtete darauf alles nochmals zu überprüfen und durchzugehen. Schnell schlüpfte ich in meinen Neo. Kurz bevor ich ins Wasser ging habe ich mit meinem Bruder noch einen kleinen Smalltalk gehalten. Dann kam das Einschwimmen und ich fühlte mich frisch und kräftig. Nach der Nationalhymne kam dann auch schon der Startschuss. Endlich ging es los. Beim Anschwimmen hatte ich etwas zu viel Gas gegeben. Nach 300 Metern merkte ich, dass ich das Tempo nie halten könnte und versuchte dann etwas ruhiger zu schwimmen. Der gefühlteRhythmus war gut und nach 35 Minuten konnte ich meinen ersten Landgang absolvieren. Ich wusste schon, dass es keine berauschendeZeit ist, aber ich fühlte mich wesentlich besser als letztes Jahr. Den kurzen Landgang habe ich dann schon in den Beinen gespürt. Das Blut ist nicht so schnell in den Beinen angekommen und ein wenig benommen ging es auf den zweiten Schwimmabschnitt. Bis zur letzten großen Wendeboje ging es noch ganz ordentlich. Dann hatte ich denSchwimmaustieg auch schon vor Augen, jedoch wollte der nicht näher kommen. So langsam schmerzte der Nacken, die Arme wurden immer schwerer und von der Schwimmbrille bekam ich stechende Kopfschmerzen. Nach 1:04:00 Stunden erreichte ich endlich denSchwimmausstieg und freute mich, dass ich wenigsten die Zeit von letztem Jahr wiederholen konnte. Diesmal war ich um es genau zu nehmen 9 Sekunden schneller :-). Auch der Allgemeinzustand war hervorragend im Vergleich zu letztem Jahr.



Ironman Frankfurt 2009 mit der Startnummer 384

Hang Loose
Nun ist es wieder so weit! Die letzten Tage vor dem Ironman Frankfurt liegen vor mir. Am 5. Juli um 6:45 Uhr werde ich mich mit der Startnummer 384 und weiteren 2300 Triathleten ins Wasser am Langener Waldsee stürzen. Dann werde ich sehen, was die Zeiten aus dem letzten Jahr wert sind. Es wird ein ganz heißes Rennen werden. Es sind 28 Grad angekündigt. Die letzten Tage verbringe ich mit der einen oder anderen kleinen Trainingseinheit. Heute stand nochmal 40 Minuten schwimmen im Langener Waldsee und ein zwanzig Minuten Läufchen auf dem Programm. Zwischendurch habe ich noch am Römer meine Startunterlagen abgeholt und bin nach einer kleinen Erholungpause mit dem Auto noch die Radstrecke abgefahren. Im Auto kann man sich oft nicht vorstellen, dass man so eine Strecke bewältigen kann. Keine Ahnung, wie ich letztes Jahr diese Strecke hinter mich gebracht habe.
Morgen muss ich nochmals für dreisig Minuten aufs Rad und um 15:00 Uhr findet dann die Wettkampfbesprechung statt. Samstag ist dann der Radcheckin und danach werden die Füße hoch gelegt und die Nervosität bekämpft. Dann hoffe ich, dass ich ein paar Stunden schlafen kann, bevor der Wecker sich um 4:00 Uhr meldet. Wenn Ihr auch live dabei sein wollt, dann schaut auf der Seite www.ironman.demal vorbei.

See u after the race



Startnummer 305

Beim Ironman in Frankfurt am 6.07.2008 werde ich um 6:45 mit der Startnummer 305 an den Start gehen. So langsam macht sich eine leichte Nervosität breit und viele Situationen spiele ich schon im Kopf durch. Nach ca. 30 Wochen Training wird es nun aber auch Zeit. Dann werden mit mir ca. 2400 verrückte und bis zu den Haarwurzeln vollgestopfte Adrenalintrios in den Langener See stechen. Ich freue mich schon darauf.
Die komplette Startliste könnt Ihr hier sehen:

Das Training für IM Frankfurt 2008 hat begonnen

Nun ist die trainingsfreie Zeit vorbei. Das Ziel steht fest und kann nur die Qualifikation für Hawaii sein. Die Trainingspläne werden wieder wöchentlich im meinem Emailpostfach liegen und wollen dann von mir abgearbeitet werden. In den nächsten Wochen werde ich hier berichten, wie die Trainingswochen ablaufen und ab Februar 2008 versuche ich wöchentlich einen Bericht über die vergangene Trainingswoche einzustellen. Anmerkungen sind immer herzlichst willkommen.