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Hamburg City Man 2007 – 1,5/40/10

Eigentlich wollte ich 2007 keinen Triathlon mehr bestreiten. Die familiäre Situation hat mich mich selisch und psychisch zu stark beansprucht, dass für andere Dinge kein Raum mehr war. Anderseits hatte ich mich schon am Jahresanfang für das Rennen angemeldet und die Startkosten waren auch nicht gerade niedrig. Kurzentschlossen und natürlich ohne Training habe ich mich dann am Samstag bei den Jedermännern in der Wechselzone für meinen Start um 8:00 Uhr eingefunden. Das sind die längsten Wechselzonen die ich je gesehen habe. Wenn man diese durchlaufen hat, dann ist man schon erschöpft. An diesem Tag war es sau kalt. Als ich meinen Neo endlich an hatte, ging ich zum Schwimmstart. Beim Einschwimmen wollte ich das Rennen schon absagen, da die Wassertemperatur einem das Atmen nicht ermöglichte. Warum ich dann doch gestartet bin, kann ich nicht sagen. Ich dachte, dass ich aus dieser Alsterbrühe nicht mehr heraus komme. Mein Blick war immer nur auf das Rettungsboot gerichtet. Nach qualvollen 32:05 Minuten konnte ich endlich das Wasser verlassen. Nach 4:58 Minuten konnte ich dann die Wechselzone mitmeinem Rad wieder verlassen. Zwei Runden a 20 Kilometer in Richtung Wedel mussten bewältigt werden. Keine Ahnung woran es liegt, aber die olympische Disziplin liegt mir einfach nicht. Auf der Langstrecke bekomme ich den gleichen Druck aufs Rad wie bei der olympischen Distanz. Aber an diesem Tag habe ich überhaupt keine Druck auf die Pedale bekommen. Das zeigte dann auch die Zeit von 1:09:19 Stunden für die 40 Kilometer. In der Wechselzone verbrachte ich dann 3:40 Minuten und ging mit letzten Kräften auf die Laufstrecke. Eine Zeit unter 40:00 Minuten hätte ich mir doch gewünscht. Jedoch ohne Training wollen die Beine nicht so wie der Kopf. Trotzdem versuchte ich den Kilometer immer um die 4:00 Minuten zu laufen. Die ersten fünf Kilometer habe ich keinen Rythmus gefunden und die Beine fühlten sich an wie Betonklötze. Nach dem Wendepunkt bei Kilometer 5 kam der Regen und die Beine fühlten sich besser an. Aber das nütze auch nichts und am Ende benötigte ich 43:06 Minuten für die 10 Kilometer. Das Gesamtresultat war noch depremierter. In meiner Altersklasse Senioren 1 wurde ich 58. von 400. In der Gesamtrangliste reichte es zum 239. Platz von 1490 Teilnehmern. Auch dieses Rennen zeigte einmal mehr, dass man ohne Training keinen Erfolg haben kann.


IM Zürich ist Geschichte

Nun ist IM Zürich Vergangenheit. Ich wollte mich bei allen bedanken, die mich tatkräftig unterstützt haben und mich auf Wolken durch die 10:16:16 Stunden getragen haben. Leider hat es für die Qualifikation auf Hawaii nicht gereicht. Es war aber ein tolles Rennen und ich bin nach langem Überlegen auch mit der Leistung zufrieden :-). Aber eines kann ich Euch versprechen: Es war nicht der letzte IM. Nun für alle noch ein paar Daten:

Von 1643 gewerteten Männern bin ich 236. geworden. In meiner Altersklasse M40-44 bin ich von 347 gewerteten Männern 36. geworden. Regulär habe ich die Qualifikation um 26 Minuten verpasst. Das sind schon Welten.
Da nicht jeder, der einen Qualifikationsplatz erreicht hat, diesen auch annimmt, hätte der 20. Platz in der Altersklasse gereicht. Aber auch für diesen Platz hätte ich 15 Minuten schneller sein müssen. Auch das sind Welten.
Nun noch die einzelnen Zeiten, damit jeder sich vorstellen kann, wo ich noch die notwendigen Minuten hätte rausholen können. 

3,8km Schwimmen: 1:15:54 Stunden
Wechsel vom Schwimmen zum Radfahren: 2:25 Minuten
180km Radfahren: 5:12:58 Stunden
Wechsel vom Radfahren zum Laufen: 1:29 Minuten
42,2km Laufen: 3:43:30 Stunden
Gesamtzeit: 10:16:16 Stunden

Nun lege ich die Füße hoch und werde mich in den nächsten Wochen erstmal erholen und die freie Zeit mit meiner Familie verbringen. Ich wünsche Euch alles Gute und bis bald.



Wasserstadt Triathlon Hannover-Limmer

Nach monatelangem Training stand endlich ein Wettkampf auf dem Trainingsplan. Die Halbdistanz in Hannover Limmer sollte auch eine Messlatte für Zürich sein. Mit meiner Familie reiste ich am Samstag an, um vor dem Wettkampf die Rad- und Laufstrecke zu besichtigen. Nach der Besichtigungsfahrt haben wir uns noch einen schönen Nachmittag in einem Cafe in der Fußgängerzone gemacht. Nach dem Abendessen ging es früh ins Bett, da ich mir für die Halbdistanz auch Einiges vorgenommen hatte. Am nächsten Morgen bin ich zum Start gefahren und habe mein Rad in der Wechselzone abgestellt. Bei der Besprechung habe ich erfahren, dass es vier Startblöcke gibt und ich mit dem dritten Startblock ins Rennen geschickt werde. Der Schwimmstart war ein Wasserstart. Ich hatte einen guten Start und fühlte mich recht gut im Wasser. Leider kam nach ein paar hundert Meter wieder einmal mein altes Problem und ich fing an zu hyperventilieren. Danach hatte ich große Probleme einen Rhythmus zu finden. Als ich endlich aus dem Wasser kam, stellte ich fest, dass die Zeit gar nicht so übel ist. In der Wechselzone herrschte ein großes Durcheinander und ich hatte Glück, dass ich meinen Radbeutel schnell gefunden habe. Die ersten 200 Meter musste man mit dem Rad laufen, um die Wechselzone und den Bereich zu erreichen, der es erlaubte, dass man sich auf das Rad setzen darf. 2 Runden a 45 Kilometer waren zu absolvieren. Die ersten 45 Kilometer konnte ich mit guten Beinen hinter mich bringen. Danach wurde der Wind stärker und die Beine schwerer. Die Radzeit war dennoch recht akzeptabel. In der Wechselzone angekommen, war ich froh, dass ich mich auf den letzten Metern nicht verletzt habe. Diejenigen, die dort waren, wissen was ich meine. Der Wechsel vom Rad zum Laufen verlief super und ich machte mich mit einem guten Gefühl auf die bevorstehenden 21 Kilometer. Das gute Gefühl hielt aber nur 3 Kilometer. Plötzlich hatte ich das Gefühl, dass mir jemand ein Messer in den linken hinteren Oberschenkel rammt. Ich versuchte den Schmerz zu verdrängen, doch jeder Versuch des Anlaufens war noch schmerzhafter als der vorherige. Somit musste ich leider aufgeben. Später stellte sich heraus, dass es ein schöner Muskelfaserriss war. Ausgerechnet bei der Generalprobe! Es sind nur noch 3 Wochen bis zum Ironman Zürich! Ob das noch klappt?


Neues Ziel – Ironman Zürich 2007

Nach langer Überlegung und Absprache mit dem Familienrat habe ich mich entschieden, im nächsten Jahr zum Eisenmann zu werden. Dafür meldete ich mich für den Ironman in Zürich an. Das Ziel soll die Qualifikation für Hawaii sein. Dieses Ziel ist etwas hoch gegriffen, jedoch kann man ohne konkretes Ziel auch keine außergewöhnlichen Leistungen bringen. Da der Ironman Zürich sehr früh im Jahr ist, wird es vermutlich sehr wenige Vorbereitungswettkämpfe geben. Deswegen werde ich vermutlich ein Radtrainingslager auf Lanzarote oder Mallorca durchführen.