Swim, Cycling and Run

Wettkampf

Ironman Frankfurt 2009 – Fazit nach drei Wochen

Es hat leider wieder einmal nicht gereicht für die Hawaiiqualifikation. Schade, da ich mich am Wettkampftag sehr gut gefühlt habe. Traurig kann ich nicht sein, da die Vorbereitung alles andere als optimal gelaufen ist. Bis Ende Februar war die Vorbereitung sensationell gewesen. Schwimmen, Radfahren und Laufen waren von den Trainingsergebnissen schon auf einem gutem Niveau. Vorallem der Raddruck hatte sich enorm verbessert. Dann musste ich länger als zwei Monate pausieren, wegen einer akuten Pangreatitis und es dauerte etliche Wochen, bis mein Körper das Training überhaupt an nahm. Dazu kamen noch die Schwierigkeiten mit meinem linken Oberschenkel, der mich seit über einem Jahr ärgert. Wenn ich all dies berücksichtige sind die gelaufenen 9:52:41 Stunden mehr als ich erwarten konnte. Trotzdem macht es mich traurig das Ziel wieder einmal knapp verpasst zu haben, bzw. dass ich mental eingebrochen bin und so mein Ziel aus den Augen verloren habe.


Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden – Teil 2 – Radfahren – Glück im Unglück

IM Frankfurt 2009 - Rad

Nach dem Schwimmausstieg musste der Anstieg zur Wechselzone bewältigt werden. Diesen konnte ich diesmal ohne Krampfattacken bewältigen. Oben angekommen, habe ich mir den Neo halb ausgezogen und bin auf direktem Wege zu meinem Rad. Dort angekommen habe ich mir den Neo abgestreift, den Helm aufgesetzt, die Brille ins Gesicht geschmissen und bin mit meinem Rad aus der Wechselzone gelaufen. Nach der Aufstiegslinie habe ich mich auf den Sattel geworfen und freute mich auf die bevorstehenden 180 Kilometer. Dieses Jahr wollte ich einen perfekten Wechsel vollziehen. Vom Gefühl her dachte ich, dass alles reibungslos geklappt hat. Trotzdem war ich eine Sekunde langsamer als letztes Jahr und habe die Wechselzone erst nach 3:44 Minuten verlassen. Schnell war ich in den Radschuhen und fand auch zügig einen guten Rhythmus. Die ersten 13 Kilometer nach Frankfurt waren fast so schnell wie die im Vorjahr. 8 Sekunden langsamer als 2008 bedeuteten einen Schnitt von 38,83 km/h auf diesem Teilabschnnitt. Danach ging es in die erste Runde von Zweien a 84 Kilometer. Bei den ersten Anstiegen merkte ich, dass die Beine das Tempo gut mitmachen und ich auch genug Druck auf die Pedale bekommen habe. So vergingen Kilometer um Kilometer. Da die Strecke sehr abwechslungsreich ist, merkte man auch die Zeit nicht. Nach 2:13:46 Stunden und einem Schnitt von 37,81 km/h hatte ich die erste Runde hinter mich gebracht. Die Beine fühlten sich noch gut an und es lief wirklich rund. Bei Kilometer 102 hat mich dann das Glück ein wenig verlassen. Ich musste 4 Straßenbahnschienen überqueren und bei der letzten war der Schlag auf den Schlauchreifen so stark, dass dem Schlauchreifen die Luft ausging. Bei Tempo 45 km/h hörte ich nur noch einen lauten Knall und war froh, dass ich das Rad ohne Sturz zum stehen bekommen habe. Erstaunlicherweise bin ich sehr ruhig geblieben und der Wechsel des Schlauchreifens hat reibungslos funktioniert. Wieder auf dem Rad habe ich mir vorgenommen ruhig zu bleiben und dafür beim Laufen die verlorene Zeit wieder einzuholen. Leider habe ich dann nie wieder einen runden Tritt und einen Rhythmus gefunden. Immer wieder kamen Gedanken auf, die Reifenpanne auf dem Rad wieder einzufahren. Trotz des Versuches, diese Gedanken wieder zu verwerfen, habe ich doch öfters den Kraftakt gewagt, um ein paar Minuten aufzuholen. An dieser Stelle habe ich dann auch mental das Rennen verloren. Ich habe des öfteren das Rennen aufgegeben, anstatt im Ziel abzurechnen. Für die zweite Runde benötigte ich dann 2:27:32 Stunden inklusive des Schlauchreifenwechsels und es war nur noch ein Schnitt von 33,67 km/h. Den starken Abfall gegenüber der ersten Runde kann ich mir leider nicht erklären. Es scheint so, dass ich in der zweiten Runde eingebrochen bin. Das Gefühl hatte ich jedoch nicht. Natürlich sind die Beine nach 120 Kilometer nicht mehr ganz so frisch, aber die Beine fühlten sich auch in der zweiten Runde noch recht gut an. Vermutlich habe ich an den Anstiegen zu viel gebummelt. Nach 5:01:14 Stunden, was leider nur einem Schnitt von 35,85 km/h entspricht, konnte ich dann mein Rad in der Wechselzone den netten Helfern in die Hand geben und mich auf den letzten und entscheidenden Teil des Tages konzentrieren.



Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden – Teil 1 – Schwimmen

IM Frankfurt 2009 - Auf dem Weg zur Wechselzone

Um 4:20 Uhr klingelte der Wecker. Geschlafen hatte ich in der vergangenen halben Nacht nicht richtig. Dafür war ich nach dem Weckerklingeln wach und fühlte mich auch fit genug für einen Ironman. Schnell waren die letzten Sachen zusammen gepackt und um 5:00 Uhr ging es zum Frühstück. Leider hat das Hotel in diesem Jahr es nicht ermöglichen können, dass das Frühstück schon um 4:30 Uhr zur Verfügung stand. Letztes Jahr klappte das noch. Nach einem schnellen Frühstück mit 3 Scheiben Brot mit Marmelade und 2 Tassen Kaffee bin ich mit meinem Bruder, die 4 Kilometer zum LangenerWaldsee, mit dem Mountainbike gefahren. Dort angekommen, war schon reges Treiben in der Wechselzone. Zügig ging ich zu meinem Rad und erledigte ohne viel nachzudenken die noch notwendigen Aufgaben. Die Zeit verging viel zu schnell und ich verzichtete darauf alles nochmals zu überprüfen und durchzugehen. Schnell schlüpfte ich in meinen Neo. Kurz bevor ich ins Wasser ging habe ich mit meinem Bruder noch einen kleinen Smalltalk gehalten. Dann kam das Einschwimmen und ich fühlte mich frisch und kräftig. Nach der Nationalhymne kam dann auch schon der Startschuss. Endlich ging es los. Beim Anschwimmen hatte ich etwas zu viel Gas gegeben. Nach 300 Metern merkte ich, dass ich das Tempo nie halten könnte und versuchte dann etwas ruhiger zu schwimmen. Der gefühlteRhythmus war gut und nach 35 Minuten konnte ich meinen ersten Landgang absolvieren. Ich wusste schon, dass es keine berauschendeZeit ist, aber ich fühlte mich wesentlich besser als letztes Jahr. Den kurzen Landgang habe ich dann schon in den Beinen gespürt. Das Blut ist nicht so schnell in den Beinen angekommen und ein wenig benommen ging es auf den zweiten Schwimmabschnitt. Bis zur letzten großen Wendeboje ging es noch ganz ordentlich. Dann hatte ich denSchwimmaustieg auch schon vor Augen, jedoch wollte der nicht näher kommen. So langsam schmerzte der Nacken, die Arme wurden immer schwerer und von der Schwimmbrille bekam ich stechende Kopfschmerzen. Nach 1:04:00 Stunden erreichte ich endlich denSchwimmausstieg und freute mich, dass ich wenigsten die Zeit von letztem Jahr wiederholen konnte. Diesmal war ich um es genau zu nehmen 9 Sekunden schneller :-). Auch der Allgemeinzustand war hervorragend im Vergleich zu letztem Jahr.



Der Elefant ist gegessen – Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden

IM Frankfurt 2009 Splitzeiten

Um es vorweg zu nehmen, es hat wieder einmal nicht gereicht für Hawaii. Der 5. Juli 2009 sollte nicht mein Tag werden, obwohl es sehr gut anfing. Was ich an diesem Tag erlebt habe und warum ich das Rennen im Kopf verloren habe, werde ich in weiteren Blogeinträgen für die einzelnen Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen berichten. Jetzt möchte ich mich aber erstmal bei meiner Familie und Verwandten bedanken, dass Ihr mich vor Ort so tatkräftig unterstützt habt. Vorallem Dir Oliver, vielen Dank für Deine Ünterstützung von 4:20 Uhr bis 20:12 Uhr. Ohne Dich hätte alles nicht so reibungslos funktioniert. Vielen Dank auch an alle, die für mich die Daumen gedrückt haben.


Ironman Frankfurt 2009 mit der Startnummer 384

Hang Loose
Nun ist es wieder so weit! Die letzten Tage vor dem Ironman Frankfurt liegen vor mir. Am 5. Juli um 6:45 Uhr werde ich mich mit der Startnummer 384 und weiteren 2300 Triathleten ins Wasser am Langener Waldsee stürzen. Dann werde ich sehen, was die Zeiten aus dem letzten Jahr wert sind. Es wird ein ganz heißes Rennen werden. Es sind 28 Grad angekündigt. Die letzten Tage verbringe ich mit der einen oder anderen kleinen Trainingseinheit. Heute stand nochmal 40 Minuten schwimmen im Langener Waldsee und ein zwanzig Minuten Läufchen auf dem Programm. Zwischendurch habe ich noch am Römer meine Startunterlagen abgeholt und bin nach einer kleinen Erholungpause mit dem Auto noch die Radstrecke abgefahren. Im Auto kann man sich oft nicht vorstellen, dass man so eine Strecke bewältigen kann. Keine Ahnung, wie ich letztes Jahr diese Strecke hinter mich gebracht habe.
Morgen muss ich nochmals für dreisig Minuten aufs Rad und um 15:00 Uhr findet dann die Wettkampfbesprechung statt. Samstag ist dann der Radcheckin und danach werden die Füße hoch gelegt und die Nervosität bekämpft. Dann hoffe ich, dass ich ein paar Stunden schlafen kann, bevor der Wecker sich um 4:00 Uhr meldet. Wenn Ihr auch live dabei sein wollt, dann schaut auf der Seite www.ironman.demal vorbei.

See u after the race



Letzter Testwettkampf in Norderstedt

Letztes Wochenende habe ich den letzten Testwettkampf aus dem vollen Training heraus absolviert. Auch letztes Jahr habe ich an diesem Wettkampf teilgenommen und ich wollte wenigstens meinen vierten Platz verteidigen. Zum Glück spielte das Wetter mit und es wurde ein traumhafter Renntag. Mein Start war um 10:15 Uhr. Vorher nahm ich meine Startunterlagen in Empfang und stellte das Rad in der Wechselzone ab. Beim Aufwärmen spürte ich schon das eine oderandere ziehen der Muskeln. Egal, das ist der Trainingsabschluß für den IM Frankfurt und es sollten nochmals alle Reserven heraus geholt werden. Danach ging es dann auch gleich ins Schwimmbecken zum einschwimmen. Punkt 10:15 Uhr erfolgte dann der Start. Auf meinerSchwimmbahn starteten noch fünf weitere Triathleten. Ich war erstaunt, dass ich mich von Anfang an an die Spitze des Feldes schwimmen konnte. Die ersten 600 Meter konnte ich alle Angriffe abwehren. Danach musste ich mich überholen lassen. Nach weiteren 100 Metern hatte ich mich ein wenig im Wasserschatten erholt und konnte wieder die Führung übernehmen. Nach 28:30 Minuten war ich dann in der Wechselzone (reine Schwimmzeit vermutlich 27:00 Minuten). Das war nicht wirklich schnell, aber ich fühlte mich wesentlich entspannter als in den letzten Jahren. Das lies für eine gute Radzeit hoffen. Nach den ersten Kilometern stellte ich aber fest, dass die letzten Trainingswochen fast alle Reserven geschluckt haben. Runde um Runde wurde ich langsamer und konnte bei manchen Überholmanövern nicht dagegen halten. Nach 1:04:03 Stunde und einem mageren 39er Schnitt konnte ich in die Laufschuhe steigen. Da ich vor und hinter mir keinen Athleten gesehen habe, konnte ich das Laufen etwas ruhiger angehen. Dennoch wollte ich zum erstenmal einen Schnitt unter 4 Minuten laufen. Die ersten Meter verliefen sehr gut und ich konnte dann das Tempo steigern. Die erste von vier Laufrunden war noch etwas verhalten. Laufrunde zwei und drei waren dann doch schon schneller. Die letzte ging fast schon von alleine. Für die Laufstrecke benötigte ich dann 41:49 Minuten. Mit einer Gesamtzeit von 2:14:22 Stunden erreichte ich den fünften Platz und in der Altersklassenwertung den zweiten Platz. Gegenüber letztes Jahr konnte ich mich um 3 Sekunden :-) verbessern. Nun habe ich auch gelernt, wie man einen Elefant isst! Nämlich Stück für Stück. Mit dem letzten Rennen vor dem IM Frankfurt ist der Elefant nun gegessen und es geht bald nach Frankfurt zur Nachspeise. Diesmal kann ich wirklich alle gedrückten Daumen gebrauchen!


St. Pölten hat mir die Grenzen aufgezeigt

St. Pölten Zeiten

Beim 70.3 in St. Pölten wollte ich eigentlich richtig angreifen. Die letzten Vorbereitungswochen verliefen auch ohne Verletzungen und Ausfällen. Die Unterstützung meines Dauercoaches Oliver, seit mehr als 41 Jahren mein Bruder, war mir auch wieder sicher (Vielen Dank für die tolle Unterstützung und den Fahrerservice). Also konnte es losgehen. Am Freitag Nachmittag holte mich mein Bruder in Wien am Flughafen ab. Der Rest des Tages war schnell vorbei. Ab ins Hotel einchecken, kurz die Beine auslaufen, Essen gehen und ab ins Bett. Am Samstag sind wir dann nach St. Pölten gefahren. Dort stand ein hartes Tagesprogramm auf dem Plan. Startunterlagen abholen, Radstrecke abfahren, Schwimmstart und Wechselzonen besichtigen und Rad einchecken. Anschließend sind wir wieder nach Wien zum Essen gefahren. Nach dem Essen habe ich noch meine Sachen für das Rennen gepackt und gegen 22:00 Uhr habe ich mich schlafen gelegt. Am Sonntag klingelte der Wecker um 4:00 Uhr! In St. Pölten angekommen ging es in die Wechselzone und das Rad wurde nochmals geprüft. Danach sind wir ganz langsam zum Schwimmstart gegangen. Da in Wellen gestartet wurde, konnte ich mir den Start der Profis noch anschauen. Dann war warm machen und Einschwimmen dran. Um 7:45 Uhr fiel dann für mich der Startschuss. Die ersten paar hundert Meter kam ich gut weg und fühlte mich wesentlich besser als in den letzten Jahren. Für die ersten tausend Meter hatte ich gehofft eine Zeit um 15 Minuten zu schwimmen. Leider brauchte ich für die ersten tausend Meter dann ca. 17 Minuten. Da war die Enttäuschung doch schon groß, da ich auch noch 900 Meter nach dem Landgang zu schwimmen hatte. Nach 34,37 Minuten kam ich dann aus dem Wasser. 4 1/2 Minuten langsamer als geplant. Nach weiteren 4:13 Minuten saß ich endlich auf dem Rad. Treten bis zum Umfallen war die Devise. Auf den ersten 10 Kilometern merkte ich aber schon, dass das heute nicht mein Radtag sein wird. Die Sitzposition fühlte sich nicht gut an und die Beine haben keinen Druck auf die Pedale gebracht. Die restlichen 80 Kilometer war eine reine Quälerei. Nie hatte ich auf der Strecke mal das Gefühl, dass es rund läuft. Nach langen 2:35:09 Stunden kamen ich sehr entkräftet in die Wechselzone. Da ich bei diesen Zeiten keine Chance mehr hatte auf die vorderen Plätze lies ich es beim Laufen locker angehen. Das Anlaufen gelang sehr gut. Leider hatte ich auf den ersten Kilometern noch Bach- und Rückenschmerzen, die vermutlich von der nicht idealen Aeroposition kamen. Nach 10,5 Kilometern packte mich dann doch noch der Ehrgeiz und ich wollte heraus finden, ob ich die zweiten 10,5 Kilometer noch schneller laufen konnte. Erfreulicherweise gelang mir dies dann auch. Für die 21 Kilometer benötigte ich dann 1:32:04 Stunden. Das bedeutete dann einen 4:21 km/h Schnitt. Mehr als der 39ste Platz in der Altersklasse und 263ste Platz in der Gesamtwertung war an diesem Tag nicht drin. Das Rennen war auich eine Standortbestimmung und zeigte mir, dass die 2 Monate Trainingsausfall leider nicht ganz spurlos an mir vorbei gegangen sind. Dafür muss ich dann mit dem Ergebnis doch noch zufrieden sein., wäre aber gern weiter vorne dabei gewesen. Gratulation noch an Gregor, der einen tollen Radsplit hingelegt hat.



IM Frankfurt – Fazit und Ausblick auf 2009

Eines Vorweg, es sollte nicht mein Rennen sein. Nach fast drei Monaten Abstand sehe ich die Geschehnisse des IM Frankfurts etwas gelassener. Eigentlich kann ich mit der erbrachten Leistung mehr als zufrieden sein. Im dritten Jahr meiner Ironmanlaufbahn habe ich mich in jeder Disziplin, gegenüber dem Vorjahr, enorm verbessert. Beim Schwimmen waren es 11 Minuten, beim Radfahren 14 Minuten um beim Laufen 8 Minuten. Jedoch vom Laufen habe ich mir wesentlich mehr erwartet. Mit meiner Trainerin habe ich dann auch die Kurven der Polaruhr ausgewertet. Die Kurven der Herzfrequenz sind schon sehr ungewöhnlich. Das Einzige, was man daraus ableiten kann, ist, dass mein Körper in keinem Topzustand wahr. Ob ich nun am Wettkampftag einen versteckten Infekt hatte, oder die Speicher nicht richtig gefüllt waren, werde ich nie in Erfahrung bringen können. Nur eine Blutuntersuchung direkt nach dem Rennen hätte ein bisschen Licht ins dunkel gebracht. Tatsache ist, dass es nicht mein Wettkampftag war. Somit lasse ich nun den IM Frankfurt mit 9:43:06 Stunden hinter mir. Auf alle Fälle war es eine tolle Veranstaltung.
Trotzdem nagt immer noch der verlorene Hawaiislot an mir. Den einzigen Trost, den ich habe ist, dass ich es nochmal versuchen darf. Der Familienrat hat beschlossen, dass ich, sofern ich noch einen Startplatz bekomme, in Frankfurt am 5. Juli 2009 starten darf. Die konkrete Planung von Training und Wettkampf wird in den nächsten Wochen angegangen.

IM Frankfurt – Rennbericht Teil 3: Laufen

Nach 6:06:03 Stunden erreichte ich die zweite Wechselzone. Das Rad wurde mir abgenommen und ich konzentrierte mich darauf, dass ich meinen Laufbeutel vom richtigen Ständer nehme. Die netten Helferinnen in der Wechselzonen hatten meinen Laufbeutel aber schon in der Hand und ich konnte in aller Ruhe meine Kompressionsstrümpfe (ich liebe diese Dinger) und Laufschuhe anziehen. Schnell noch einen Becher Wasser über den Kopf und los ging es auf die letzten 42, 2 Kilometer. Es waren insgesamt 4 Runden a 10,5 Kilometer zu laufen. Das Loslaufen funktionierte wunderbar und die Beine fühlten sich sehr leicht an. Ich dachte schon, dass ich den kritischen Pfad überwunden hätte und nun das Rennen erst richtig los ging. Kaum hatte mich dieser Gedanke verlassen, quälten mich starke Krämpfe in beiden Beinen. Die Krämpfe waren so schlimm, dass ich schon fast ans aufgeben gedacht hatte. Nach einigen Metern gehen und einem Powergel hatte ich die Beine wieder in den Griff bekommen. Die erste Runde habe ich dann noch recht zügig mit einigen Krampfattacken hinter mich gebracht und der Schnitt von 4:37 min/km lies auf einen schnellen Marathon hoffen. In der zweiten Runde jedoch wurden die Krampfattacken häufiger und zwangen mich zu längeren Gehpassagen. Das merkte man dann schon an der Zeit. 4:58 min/km war nur noch der Schnitt in Runde 2. Das sollte aber leider nicht die schlechteste Runde sein. Runde 3 hat mir dann das Ticket für Hawaii versaut. Durch weiter anhaltende Krampfattacken mußte ich noch längere Gehpassagen einlegen und wollte mich nur noch hinlegen. Aufgeben jedoch war im Trainingsplan nicht enthalten, deswegen mußte es weiter gehen. Für Runde hatte ich dann einen gnaz mageren Schnitt von 5:29 min/km. Für die letzte Runde hatte ich nur noch einen Gedanken. Alle Kräfte mobilisieren und Gas geben was geht. Entweder ich komme mit letzten Kräften noch an einen Hawaiiplatz, oder ich gehe in der letzten Runde unter. Zu verlieren hatte ich nichts mehr. Der Körper schmerzte jedoch schon ganz schön und die letzten Kilometer waren unendlich lang. Abgeschlossen habe ich die letzte Runde dann mit einem Schnitt von 5:15 min/km. Auf den letzten Metern wollte ich noch eine Dreiergruppe überholen und ins Ziel stürmen. Aber auch dieser Angriff mußte gestoppt werden, da ich wieder von Krämpfen durchgeschüttelt wurde. Nach 9:43:06 Stunden erreichte ich dann das Ziel. Einerseits sehr glücklich, da ich nicht aufgegeben habe und immer an meine Ziele gedacht habe. Anderseits traurig, da ich im Ziel schon spürte, dass es wieder einmal nicht für Hawaii gereicht hatte. Das Motto meiner Trainerin habe ich aber trotzdem befolgt: „Finish with a smile.“


IM Frankfurt – Rennbericht Teil 2: Radeln

Endlich erschien mir der Weg in die Wechselzone. Auf halbem Wege habe ich mich schon teilweise aus dem Neo geschält. Beim Rad angekommen, habe ich dann wertvolle 46 Sekunden verloren, da sich der Neo am Zeitchip verklemmt hat. Als ich den Neo endlich vom Körper hatte, ging es in die zweite Runde. Helm auf, das Rad in die Hand und nach der Aufsteiglinie habe ich mich auf das Rad geschwungen. Nach ein paar hundert Metern schlüpfte ich in meine Radschuhe und merkte gleich, dass die nächsten Stunden verdammt hart werden würden. Von der erwarteten lockeren Beinen war leider nichts zu spüren. Die ersten 12 Kilometer nutzte ich um die Beine zu prüfen und heraus zu finden, was los ist. Das Forschen hat zu keinen Erkenntnissen geführt und ich habe es dann erstmal mit Druck versucht. Somit habe ich die ersten 12 Kilometer mit einem Schnitt von 39 km/h gefahren. Danach ging es in die Erste von zwei absolvierenden Runden. Die erste Runde konnte ich noch mit Druck und Kampf mit einem ordentlichen Tempo von 37,8 km/h hinter mich bringen. Zu dieser Zeit war ich noch sehr zufrieden, da ich an den Anstiegen fast nicht aus dem Sattel gehen konnte, wegen Krämpfen in den Beinen. In der zweiten Runde musste ich dann dem zunehmendem Wind und den immer mehr krampfanfälligen Beinen stellen. Deshalb reichte es dann nur noch zu einem Schnitt von 34,3 km/h. Trotz dieser widrigen Umstände habe ich meinen Traum erreicht! Ich wollte unter fünf Stunden die 180 Kilometer fahren. Mit 4:58:11 Stunden konnte ich mehr als zufrieden sein. Nicht aber mit dem Zustand meiner Beine.


IM Frankfurt – Rennbericht Teil 1: Schwimmen

Um 4:00 Uhr klingelte der Wecker! Danach war ich sofort munter. Gegen 4:30 Uhr habe ich mit meinem Bruder ein kurzes Frühstück eingenommen und anschließend sind wir mit den Mountainbikes zum Schwimmstart gefahren. Dort angekommen habe ich in der Wechselzone mein Rad überprüft und bin noch mit Faris pinkelngegangen. Dann war es auch schon Zeit in den Neoprenanzug zu schlüpfen und sich zum Schwimmstart zu begeben. Bevor ich ins Wasser bin habe ich noch meinen persönlichen Fanclub gesehen. Jetzt stand noch Einschwimmen, gute Startposition suchen und die Nationalhymne auf dem Programm, bevor der Startschuss ertönt. Punkt 6:45 Uhr wurde die Meute losgelassen. Ich mit der Startnummer 305 unter den Profis und weiteren 300 Altersklassenathleten. Nach ca. 400 Metern gingen die Probleme unerwartet schon los. Erste Krämpfe in den Waden und Oberschenkeln. Damit hatte ich nicht gerechnet. Auch die Arme fühlten sich sehr schwer an. Ich wunderte mich, dass sich diese Probleme schon nach ein paar Hundert Metern zeigten. Leider kamen nach ca. 1000 weiteren Metern noch weitere Probleme dazu. Mir wurde es immer schlechter und ich musste die Fische füttern. Ich sehnte mich nach dem kurzen Landgang, der nach 2,2 Kilometer zu absolvieren war. Leider konnte ich den Landgang nach einer Schwimmzeit von 35 Minuten nicht zur Erholung nutzen, da ich vor lauter Krämpfen nicht wusste, wie ich wieder ins Wasser kommen sollte. Irgendwie hat es dann doch geklappt und ich wunderte mich über diese schnelle Zeit. Die restlichen 1,6 Kilometer waren jedoch eine einzige Qual. Übelkeit und Krämpfe wechselten sich ab und nach 1:04:09 Stunden hatte ich endlich wieder Boden unter den Füssen. Trotz der ungewohnten Probleme ist dies meine beste Schwimmzeit, die ich bis jetzt je in einem Wettkampf geschwommen bin. Fast 11 Minuten schneller als letztes Jahr beim IM in Zürich. Sehr beschwerlich war der Anstieg zur Wechselzone, da ich alle paar Meter von weiteren Krämpfen geplagt wurde.


Das Rennen ist vorbei! 46 Sekunden fehlten für die Hawaiiqualifikation

Splitzeiten IM Frankfurt 2008

„Der längste Tag im Jahr“, der Ironman Frankfurt ist vorbei. Für mich ist es einer der schwärzeren Tage gewesen. 46 Sekunden bin ich zu langsam gewesen für die sehr begehrten Hawaiislots. Was an diesem Tag alles so passiert ist und warum es mit der Qualifikation für Hawaii nicht geklappt hat, werde ich in den nächsten Tagen berichten. Danken möchte ich vor allem meinen Eltern und meinem Bruder mit Quasitante, die mich während des ganzen Rennens unterstützt haben und mich immer wieder aufs neue motiviert haben. Ihr habt wirklich alles gegeben. Leider hat meine Leistung nicht gereicht um die Tickets nach Hawaii zu buchen.

Sorry Petra :-(

Ergebnis:
Gesamtzeit: 9:43:06 Stunden
Schwimmen: 1:04:09 Stunden
Radfahren: 4:58:11 Stunden
Laufen: 3:34:52 Stunden

Von 1908 Finisher bin 185. geworden. In meiner Altersklasse 40 – 44 hat es nur zum 32. Platz gereicht.

Ergebnisliste

Für die Splitzeiten klicke auf das Bild



Letzter Testwettkampf über die Olympische Distanz in Norderstedt

Nach der harten letzten Woche vor den letzten beiden Taperingwochen für den Ironman Frankfurt sollte noch ein Testwettkampf über die Olympische Distanz als Trainingseinheit auf dem Programm stehen. Ein paar Tage vorher hatte ich schon ein mulmeliges Gefühl und hoffte nur, dass alles gut geht. Nur nicht zu viel riskieren und sich verletzen oder gar einen Sturz beim Radfahren zuziehen. Solche Gedanken schwirrten ständig in meinem Kopf herum. Anderseits wollte ich die Jagd auf die Spitzenleute annehmen. Diese zwei Einstellungen zeigten sich dann als kontraproduktiv. Nachdem ich mein Rad in der Wechselzone eingecheckt habe und mich fürs Schwimmen fertig gemacht habe, ging es endlich um 10:15 Uhr los. 1500 m Schwimmen ohne Neoprenanzug. Das ist für mich als Bleiente die Höchststrafe. Im Training konnte ich diese Distanz ein paar Tage vorher in 27:23 Minuten bewältigen. Ich hoffte, dass es im Wettkampf vielleicht ein bis zwei Minuten schneller geht. Nach den ersten 100 m merkte ich schon, dass das nichts wird. Die Arme fühlten sich schwer an und ich hatte das Gefühl, dass ich mich durchs Wasser prügeln muss. Nach langen 28:44 Minuten und somit als 20. aus dem Wasser, konnte ich endlich mein Rad in die Hand nehmen und es ging auf die flache Strecke, die viermal bewältigt werden musste. 40 Kilometer müssen bei der Olympischen Distanz gefahren werden. Aber auch hier merkte ich nach wenigen Metern, dass ich nicht den Druck auf die Pedale brachte, wie vor zwei Wochen in Hannover-Limmer bei der Mitteldistanz. Nach der ersten Runde hatte ich noch einen 42 km/h Schnitt. Damit war ich schon zufrieden, obwohl sich die Beine nicht gut anfühlten. Leider wurde der Wind stärker und die Beine immer müder. Nach 40 Kilometer reichte es dann noch für einen 40 km/h Schnitt. Da es bei der Zeitnahme einige Probleme gab und meine Splitzeiten nicht erfasst wurden, kann ich nur nach meinen gemessenen Zeiten gehen und somit müsste es mit 1:02:21 Stunden die drittschnellste Radzeit gewesen sein. Dadurch habe ich mich vom 20. Platz auf den 4. Platz vorgearbeitet. Nach einem verkorksten Wechsel ging es dann auf die 10,7 Kilometer der Laufstrecke. Es waren vier Runden zu absolvieren. Mein erstes Problem war, dass ich mit 3:50 Minuten einfach zu schnell angelaufen bin. Es war ein reines Kampflaufen, da ich zu keiner Zeit einen Rhythmus gefunden habe und kam dann nach 43:20 Minuten im Ziel an. Leider habe ich es nicht geschafft mich auf der Laufstrecke auf Platz drei vorzuarbeiten. Es fehlten dann drei Minuten um noch auf dem Treppchen zu landen. Für die gesamte Strecke benötigte ich dann 2:14:25 Stunden. Auch mein Ziel unter 2:10:00 Stunden zu bleiben habe ich damit nicht geschafft. Für den Ironman Frankfurt habe ich aber wieder einiges gelernt und es wird mich in nicht mehr ganz 2 Wochen bestimmt weit nach vorne tragen.

Schwimmen: 28:44 Minuten
Radfahren: 1:02:21 Stunden
Laufen: 43:20 Minuten

Ergebnisliste Männer


2-90-21 Generalprobe in Hannover-Limmer ist geglückt

Um 5:50 Uhr klingelte der Wecker. Nach einem schnellen Frühstück habe ich mich auf den Weg nach Hannover-Limmer gemacht. Gegen 8:30 Uhr bin ich direkt neben dem Eventgelände angekommen. Nach der Anmeldung habe ich das Rad zusammen gebaut und bin mit Sack und Pack zur Wechselzone marschiert. Nachdem ich alle Sachen in der Wechselzone deponiert habe, bin ich schnell aus der Sonne gegangen. Es war schon am Vormittag ziemlich heiß. Nach der Wettkampfbesprechung habe ich mich aus dem Trubel zurückgezogen und auf den Start gewartet. Gegen 10:50 Uhr zwängte ich mich in meinen Neoprenanzug und ging zum Einschwimmen. Das Wasser hatte 22,8 Grad und es wäre fast zum Neoverbot gekommen. Wahrscheinlich hat das Kampfrichterteam nachts um 4:00 Uhr gemessen. Um 11:15 Uhr erfolgte endlich der Startschuss. Es war mal wieder ein Hauen und Stechen, ohne Rücksichtnahme auf Verluste. Ich habe mich aus fast allen Machtkämpfen herausgehalten. Nach 500 Metern habe ich endlich einen Rhythmus gefunden und fühlte mich von Meter zu Meter besser. Bei der Wende nach ca. 1000 Metern fühlte ich mich auch noch gut. Nach ca. 1400 Metern habe ich Konzentrationprobleme bekommen und der Rhythmus ging verloren. Als ich endlich aus dem Wasser kam, stellte ich fest, dass sich meine Uhr ausgeschaltet hat. Deswegen hatte ich keine Ahnung, wie lange ich für die 2 Kilometer im Wasser benötigte. Egal, nach dem Schwimmen beginnt für mich sowieso erst das Rennen. Nach einem mäßigen Wechsel ging es auf die Radstrecke. Das Motto hieß „Druck auf die Pedale bis zum Abwinken“. Nach ca. 27 Kilometern hatte ich einen 39,5 km/h Schnitt herausgefahren. Leider bemerkte ich dann auch meinen angeschlagenen Oberschenkel und ich habe das Tempo etwas reduziert. Nach der ersten Runde reichte der Druck für einen 38,5 km/h Schnitt. Bei der zweiten Runde habe ich mehr auf den Oberschenkel geachtet und es kam dann leider nach 90 Kilometern nur ein 38 km/h Schnitt heraus. Der zweite Wechsel klappte besser und ich konnte ohne Problem loslaufen. Leider versagte auch noch der Laufcomputer auf den ersten Kilometern. Das Problem hat sich aber dann zum Glück gegeben. Auf den ersten sieben Kilometern versuchte ich einen Schnitt von 4:30 min/km zu laufen. Das funktionierte leider nicht immer. Vielleicht war es die Hitze oder der Gedanke, dass dem Oberschenkel etwas passieren könnte. Kilometer sieben bis vierzehn verlief sehr gut. Die waren vom Gefühl schnell vorbei. Einen kleinen Einbruch hatte ich bei Kilometer 15. Zum Glück überholte mich einer und mein Ehrgeiz zeigte sich wieder. Die letzten Kilometer konnte ich dran bleiben und das bei 4:30 min/km und schneller. Im Ziel kam ich dann nach 4:31:55 Stunden an und wurde in der Gesamtwertung 27. In der Alterklassenwertung 40 – 44 reichte die Zeit für den sechsten Platz.

Schwimmen: 32:23 Minuten
Radfahren: 2:23:51 Stunden
Laufen: 1:35:40 Stunden

Gesamtwertung:
Altersklassenwertung:



Halbdistanz – Hannover Limmer am 08.06.2008

Endlich steht der erste Testwettkampf vor der Tür. Am Sonntag in Hannover werde ich bei einer Halbdistanz an den Start gehen. Das heißt, dass nach 2 Kilometer Schwimmen, noch 90 Kilometer Radeln und anschließend 21 Kilometer Laufen zu absolvieren sind. Mal schauen, was nach den Belastungswochen und der aktuellenErholungswoche zu machen ist. Spannend wird auch, ob der Oberschenkel, der mir immer noch Probleme macht, die Strapazen mitmacht. Im Moment fühlt sich mein Körper an, als hätte er mehrere Tage keinen Schlaf bekommen. Ich dachte, dass es in derErholungswoche nun aufwärts geht, aber ganz das Gegenteil ist der Fall. Jede Trainingseinheit tut verdammt weh. Aber irgendwann wird die Kraft schon wieder zurück kommen. Nun drückt mir die Daumen für meinen ersten Testwettkampf am Sonntag.

 


Startnummer 305

Beim Ironman in Frankfurt am 6.07.2008 werde ich um 6:45 mit der Startnummer 305 an den Start gehen. So langsam macht sich eine leichte Nervosität breit und viele Situationen spiele ich schon im Kopf durch. Nach ca. 30 Wochen Training wird es nun aber auch Zeit. Dann werden mit mir ca. 2400 verrückte und bis zu den Haarwurzeln vollgestopfte Adrenalintrios in den Langener See stechen. Ich freue mich schon darauf.
Die komplette Startliste könnt Ihr hier sehen:

Hamburg City Man 2007 – 1,5/40/10

Eigentlich wollte ich 2007 keinen Triathlon mehr bestreiten. Die familiäre Situation hat mich mich selisch und psychisch zu stark beansprucht, dass für andere Dinge kein Raum mehr war. Anderseits hatte ich mich schon am Jahresanfang für das Rennen angemeldet und die Startkosten waren auch nicht gerade niedrig. Kurzentschlossen und natürlich ohne Training habe ich mich dann am Samstag bei den Jedermännern in der Wechselzone für meinen Start um 8:00 Uhr eingefunden. Das sind die längsten Wechselzonen die ich je gesehen habe. Wenn man diese durchlaufen hat, dann ist man schon erschöpft. An diesem Tag war es sau kalt. Als ich meinen Neo endlich an hatte, ging ich zum Schwimmstart. Beim Einschwimmen wollte ich das Rennen schon absagen, da die Wassertemperatur einem das Atmen nicht ermöglichte. Warum ich dann doch gestartet bin, kann ich nicht sagen. Ich dachte, dass ich aus dieser Alsterbrühe nicht mehr heraus komme. Mein Blick war immer nur auf das Rettungsboot gerichtet. Nach qualvollen 32:05 Minuten konnte ich endlich das Wasser verlassen. Nach 4:58 Minuten konnte ich dann die Wechselzone mitmeinem Rad wieder verlassen. Zwei Runden a 20 Kilometer in Richtung Wedel mussten bewältigt werden. Keine Ahnung woran es liegt, aber die olympische Disziplin liegt mir einfach nicht. Auf der Langstrecke bekomme ich den gleichen Druck aufs Rad wie bei der olympischen Distanz. Aber an diesem Tag habe ich überhaupt keine Druck auf die Pedale bekommen. Das zeigte dann auch die Zeit von 1:09:19 Stunden für die 40 Kilometer. In der Wechselzone verbrachte ich dann 3:40 Minuten und ging mit letzten Kräften auf die Laufstrecke. Eine Zeit unter 40:00 Minuten hätte ich mir doch gewünscht. Jedoch ohne Training wollen die Beine nicht so wie der Kopf. Trotzdem versuchte ich den Kilometer immer um die 4:00 Minuten zu laufen. Die ersten fünf Kilometer habe ich keinen Rythmus gefunden und die Beine fühlten sich an wie Betonklötze. Nach dem Wendepunkt bei Kilometer 5 kam der Regen und die Beine fühlten sich besser an. Aber das nütze auch nichts und am Ende benötigte ich 43:06 Minuten für die 10 Kilometer. Das Gesamtresultat war noch depremierter. In meiner Altersklasse Senioren 1 wurde ich 58. von 400. In der Gesamtrangliste reichte es zum 239. Platz von 1490 Teilnehmern. Auch dieses Rennen zeigte einmal mehr, dass man ohne Training keinen Erfolg haben kann.


Ratzeburger Inseltriathlon 2/92/21

Nach langem Hin und Her habe ich mich entschlossen, beim Ratzeburger Inseltriathlon zu starten. Da ich jetzt schon drei Rennen ausfallen ließ, habe ich mich entschlossen, meine Motivationsprobleme, die alle Lebensbereiche eingenommen haben, durch einen Triathlon zu bekämpfen. Der Nachteil an meiner Entscheidung war, dass ich in den letzten Wochen nur vier Trainingseinheiten durchgeführt habe. Es war eine abenteuerliche Veranstaltung. Das Einstellen des Rades in die Wechselzone hat auch noch ohne Training funktioniert. Danach ging das Desaster aber los. Kurz nach dem Schwimmstart habe ich ziemliche Probleme bekommen. Alle Muskeln taten mir schon nach ein paar hundert Meter weh und alle paar hundert Meter fing ich an zu hyperventilieren. Kein Wunder, dass man mit 37:05 Minuten für 2 Kilometer nicht zufrieden sein kann. Nach diesem Kraftakt schleppte ich mich durch die Wechselzone. Das Einzige, was mich angetrieben hat, diesen Triathlon durchzustehen, war der Gedanke an meine Tochter. Wenn Sie diese verdammten Chemotherapien über sich ergehen lassen muss, dann werde ich doch so einen lächerlichen Triathlon auch ohne Training überstehen. Mit diesem Gedanken habe ich mich dann auf die Radstrecke begeben. Auf dem Rad merkte ich aber sehr schnell, dass man ohne Training nicht das gewohnte Tempo halten kann. Somit erreichte ich die Wechselzone nach 92 Kilometer mit zittrigen Beinen nach 2:49:46 Stunden. Schon in der Wechselzone spürte ich, dass die Beine den anstehenden Halbmarathon nicht durchstehen würden. So kam es dann auch. Alle paar Kilometer wurden meine Beine von Krämpfen erfasst, die ich versuchte weich zu laufen. Auch das war kein leichtes Unterfangen, da die Muskulatur schon so sauer war, dass ich manchmal nur noch stehen bleiben konnte. Aufgeben wollte ich aber auch nicht. Keine Ahnung, wie ich es dann doch noch geschafft habe das Ziel zu erreichen. Für den Halbmarathon habe ich inakzeptable 01:57:49 Stunden benötigt, was dann zu einer Gesamtzeit von 05:24:40 Stunden führte. Von den 256 Teilnehmern erreichte ich den 131. Platz.


IM Zürich ist Geschichte

Nun ist IM Zürich Vergangenheit. Ich wollte mich bei allen bedanken, die mich tatkräftig unterstützt haben und mich auf Wolken durch die 10:16:16 Stunden getragen haben. Leider hat es für die Qualifikation auf Hawaii nicht gereicht. Es war aber ein tolles Rennen und ich bin nach langem Überlegen auch mit der Leistung zufrieden :-). Aber eines kann ich Euch versprechen: Es war nicht der letzte IM. Nun für alle noch ein paar Daten:

Von 1643 gewerteten Männern bin ich 236. geworden. In meiner Altersklasse M40-44 bin ich von 347 gewerteten Männern 36. geworden. Regulär habe ich die Qualifikation um 26 Minuten verpasst. Das sind schon Welten.
Da nicht jeder, der einen Qualifikationsplatz erreicht hat, diesen auch annimmt, hätte der 20. Platz in der Altersklasse gereicht. Aber auch für diesen Platz hätte ich 15 Minuten schneller sein müssen. Auch das sind Welten.
Nun noch die einzelnen Zeiten, damit jeder sich vorstellen kann, wo ich noch die notwendigen Minuten hätte rausholen können. 

3,8km Schwimmen: 1:15:54 Stunden
Wechsel vom Schwimmen zum Radfahren: 2:25 Minuten
180km Radfahren: 5:12:58 Stunden
Wechsel vom Radfahren zum Laufen: 1:29 Minuten
42,2km Laufen: 3:43:30 Stunden
Gesamtzeit: 10:16:16 Stunden

Nun lege ich die Füße hoch und werde mich in den nächsten Wochen erstmal erholen und die freie Zeit mit meiner Familie verbringen. Ich wünsche Euch alles Gute und bis bald.



Bodensee Tri Challenge – Meine erste Langdistanz

Nach hunderten von Trainingskilometern konnte endlich die erste Langdistanz anstehen. 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und42,195 km Laufen sollten in Rorschach (Schweiz) am Bodensee in Angriff genommen werden. Am Donnerstag vor dem Rennen reisten wir an, um die Umgebung und Strecken kennen zu lernen. Als wir am Freitag die Radstrecke abgefahren sind, war ich nah dran, mein Vorhaben zu verwerfen. Diese Radstrecke hatte nur Höhenmeter, die man als Hamburger einfach nicht verkraften kann. Frustriert kehrte ich wieder in die Übergangspension zurück. Meine ganze Euphorie war auf einmal erloschen. Am Samstag stand nochmals eine kleine Schwimmeinheit im Bodensee auf dem Programm. Bei fast 1 Meter hohen Wellen hat das keinen Spaß gemacht und ich hatte große Bedenken, was am nächsten Tag auf mich zukommen sollte. Ein Höhepunkt an diesem Tag war dennoch der Umzug von unserer Pension in das Schlosshotel Wartegg. Das war ein Hochgenuss vor dem Rennen, das meine große Bedenken in den Hintergrund stellten. Nach einer schlaflosen Nacht sollte das Abenteuer beginnen. Um 4:45 Uhr ging ich in den Frühstücksraum und habe 2 Tassen Kaffee und 3 Scheiben Brot mit Marmelade zu mir genommen. Danach bin ich mit dem Auto zur Wechselzone gefahren und habe alle notwendigen Vorbereitungen am Rad und fürs Laufen getroffen. Da ich genügend Zeit hatte, bin ich mit meinen Schwimmsachen langsam zum Schwimmstart gegangen. Dort wurde ich von meiner Frau und meiner schlafenden Tochter erwartet. Nach kurzem Einschwimmen im Pool bin ich zum Schwimmstart gegangen. Schwimmen ist meine schwächste Disziplin und ich war verdammt nervös. Endlich fiel der Startschuss und ich hatte einen guten Start. Nach der Hälfte der Strecke lag ich noch ganz gut im Rennen und ich hoffte auf eine gute Zeit. Nach dem Wendepunkt hatte ich aber nicht mehr genug Kraft, um das Anfangstempo zu halten. 1:15:56 Stunden benötigte ich für meine ersten 3,8 Kilometer im Bodensee und konnte zufrieden sein. Vor lauter Freude, dass ich keine 1:30:00 Stunden benötigte, habe ich zuviel Zeit in der Wechselzone verbracht. Endlich auf dem Rad, überlegte ich mir, wie man über 180 Kilometer seine Kräfte einteilen soll, dass man anschließend auch noch einen Marathon laufen konnte. Egal, nicht soviel denken, lieber in die Pedale treten. Zum Glück bin ich die Radstrecke abgefahren und wußte, welche Steigungen auf mich zukamen. Hätte ich dies nicht getan, dann wäre ich vermutlich irgendwann frustiert ausgestiegen. Die Taktik, einfach in die Pedale zu treten, hat ca. 130 Kilometer funktioniert. Danach konnte ich nicht mehr genug Druck geben und mußte die letzten 40 Kilometer locker pedalieren. 6:00:19 Stunden benötigte ich dann für die 182,9 Kilometer, die gespickt waren mit 1777 Höhenmetern. Erschöpft, aber glücklich über die gefahrene Zeit erreichte ich die Wechselzone, die ich eigentlich nicht mehr verlassen wollte. Jetzt noch einen Marathon laufen, war gar nicht nach meinem Geschmack. Egal, schnell die Laufschuhe angezogen, 3 Powergels eingesteckt und los gings. Die ersten 21 Kilometer verliefen erstaunlicherweise vom Gefühl her recht zügig. Die Zeit war aber nicht so schnell wie die gefühlte. Nach 1:48:35 Stunden ging es auf die letzten 21 Kilometer. Leider verliefen diese wesentlich schmerzhafter als die ersten. Bei Kilometer 28 dachte ich, dass ich aussteigen muss. Magen- Darmkrämpfe plagten mich und ich konnte keinen Schritt mehr gehen. Nachdem ich einen Busch gefunden hatte und mich erleichtert hatte, konnte ich wieder ans weiter Laufen denken. Die letzten Kilometer wurden gefühlsmäßig zur Qual und nach 3:45:33 Stunden erreichte ich überglücklich das Ziel. Ich hatte meine erste Langdistanz hinter mich gebracht und auch noch weit unter 12 Stunden. Mit meiner Zielzeit von 11:03:55 wurde ich in der Gesamtrangliste 51. von 143 Teilnehmern. In der Alterklassenwertung der 40 – 45 Jährigen wurde ich 12. von 38 Teilnehmern.


Mitteldistanz Müritz 2006

Das Mitteldistanzrennen in Müritz sollte der erste richtige Test für meine erste Langdistanz werden. Deswegen bin ich extra am Vortag schon angereist und hatte dadurch die Gelegenheit, die Radstrecke einmal abzufahren. Danach bin ich noch zum Italiener gegangen und habe mir den Bauch mit Spaghetti vollgehauen. Geschlafen hatte ich recht gut und das Frühstück habe ich auch noch genossen. Dann ging es aber zur Wechselzone. Dort habe ich mein Rad eingestellt und meine Sachen deponiert. Im Neoprenanzug bin ich dann zur Wettkampfbesprechung gegangen. Nun konnte meine erste Halbdistanz losgehen. 2 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer laufen lagen vor mir. Nach dem Startschuss hatte ich einen guten Schwimmstart. Nach 500 Metern hatte ich einen kompletten Einbruch und dachte, dass ich aufgeben muss. Irgendwie habe ich mich die 2 Kilometer durchgebissen. Keine Ahnung mehr wie, aber ich habe es geschafft. Nach 41:46 Minuten habe ich endlich das Land erreicht und musste mal wieder allen hinterher radeln. Auf dem Rad sagte ich mir, dass jetzt solange getreten wird, bis die Beine nicht mehr können. Da ich keine Erfahrung hatte, habe ich nur Gas gegeben. Das hatte sich ausgezahlt und nach dem Radfahren hatte ich mich von Platz 110 auf den 58. Platz vorgearbeitet. Als es vom Radfahren zum Laufen ging, fühlten sich die Beine noch ganz gut an. Leider täuschte der Eindruck und nach ca. 2 Kilometer bekam ich Krämpfe in den hinteren Oberschenkeln. Leider waren die Krämpfe so tief, dass das Dehnen nicht ausreichte. Ich versuchte die Krämpfe weich zu laufen. Nach ein paar hundert Metern ist mir dies auch gelungen. Die restlichen 18 Kilometer bin ich ganz konzentriert gelaufen und kam nach 1:30:37 Stunden im Ziel an. Somit erreichte ich Platz 49 von 213 Teilnehmern. Für meine erste Mitteldistanz war ich damit sehr zufrieden und konnte beruhigt der Langdistanz am Bodensee entgegen sehen.

 


Olympische Distanz Vierlandetriathlon 2006

Nach der Kurzdistanz stand nun eine olympische Distanz an. Die Trainingsvorbereitungen waren optimal. Die aktuelle Situation leider nicht. In der Nacht davor habe ich aus anderen Gründen kaum geschlafen. Nach der Ankunft in Vierlande habe ich mein Rad in der Wechselzone abgestellt und mich mit der Umgebung vertraut gemacht. Als Triathlonanfänger ist jedes Rennen wieder ein Neuanfang. Anschließend habe ich mich in den Neoprenanzug gezwängt und mich zum Schwimmstart begeben. Wie im letzten Rennen verlief das Schwimmen katastrophal. Ich sollte es eher baden nennen. Nach 27:26 Minuten hatte ich die 1,5 Kilometer hinter mich gebracht. Alle anderen saßen schon längst auf dem Rad. Egal, dachte ich mir, meine Stärken kommen noch. Auf dem Rad konnte ich einiges an Zeit gut machen. Der Gegenwind auf dem Deich hielt sich in Grenzen. Für die 40 Kilometer benötigte ich 1:11 Stunde. Danach ging es auf die abschließenden 10 Kilometer der Laufstrecke. Während der 10 Kilometer habe ich es nicht geschafft einen Laufrhythmus zu bekommen. Nach enttäuschenden 46:13 Minuten erreichte ich als 67. von 179 Teilnehmern das Ziel. Zufrieden war ich mit dieser Leitung überhaupt nicht. Aber es war ja auch nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu meiner ersten Langdistanz.