Swim, Cycling and Run

Radfahren

Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden – Teil 2 – Radfahren – Glück im Unglück

IM Frankfurt 2009 - Rad

Nach dem Schwimmausstieg musste der Anstieg zur Wechselzone bewältigt werden. Diesen konnte ich diesmal ohne Krampfattacken bewältigen. Oben angekommen, habe ich mir den Neo halb ausgezogen und bin auf direktem Wege zu meinem Rad. Dort angekommen habe ich mir den Neo abgestreift, den Helm aufgesetzt, die Brille ins Gesicht geschmissen und bin mit meinem Rad aus der Wechselzone gelaufen. Nach der Aufstiegslinie habe ich mich auf den Sattel geworfen und freute mich auf die bevorstehenden 180 Kilometer. Dieses Jahr wollte ich einen perfekten Wechsel vollziehen. Vom Gefühl her dachte ich, dass alles reibungslos geklappt hat. Trotzdem war ich eine Sekunde langsamer als letztes Jahr und habe die Wechselzone erst nach 3:44 Minuten verlassen. Schnell war ich in den Radschuhen und fand auch zügig einen guten Rhythmus. Die ersten 13 Kilometer nach Frankfurt waren fast so schnell wie die im Vorjahr. 8 Sekunden langsamer als 2008 bedeuteten einen Schnitt von 38,83 km/h auf diesem Teilabschnnitt. Danach ging es in die erste Runde von Zweien a 84 Kilometer. Bei den ersten Anstiegen merkte ich, dass die Beine das Tempo gut mitmachen und ich auch genug Druck auf die Pedale bekommen habe. So vergingen Kilometer um Kilometer. Da die Strecke sehr abwechslungsreich ist, merkte man auch die Zeit nicht. Nach 2:13:46 Stunden und einem Schnitt von 37,81 km/h hatte ich die erste Runde hinter mich gebracht. Die Beine fühlten sich noch gut an und es lief wirklich rund. Bei Kilometer 102 hat mich dann das Glück ein wenig verlassen. Ich musste 4 Straßenbahnschienen überqueren und bei der letzten war der Schlag auf den Schlauchreifen so stark, dass dem Schlauchreifen die Luft ausging. Bei Tempo 45 km/h hörte ich nur noch einen lauten Knall und war froh, dass ich das Rad ohne Sturz zum stehen bekommen habe. Erstaunlicherweise bin ich sehr ruhig geblieben und der Wechsel des Schlauchreifens hat reibungslos funktioniert. Wieder auf dem Rad habe ich mir vorgenommen ruhig zu bleiben und dafür beim Laufen die verlorene Zeit wieder einzuholen. Leider habe ich dann nie wieder einen runden Tritt und einen Rhythmus gefunden. Immer wieder kamen Gedanken auf, die Reifenpanne auf dem Rad wieder einzufahren. Trotz des Versuches, diese Gedanken wieder zu verwerfen, habe ich doch öfters den Kraftakt gewagt, um ein paar Minuten aufzuholen. An dieser Stelle habe ich dann auch mental das Rennen verloren. Ich habe des öfteren das Rennen aufgegeben, anstatt im Ziel abzurechnen. Für die zweite Runde benötigte ich dann 2:27:32 Stunden inklusive des Schlauchreifenwechsels und es war nur noch ein Schnitt von 33,67 km/h. Den starken Abfall gegenüber der ersten Runde kann ich mir leider nicht erklären. Es scheint so, dass ich in der zweiten Runde eingebrochen bin. Das Gefühl hatte ich jedoch nicht. Natürlich sind die Beine nach 120 Kilometer nicht mehr ganz so frisch, aber die Beine fühlten sich auch in der zweiten Runde noch recht gut an. Vermutlich habe ich an den Anstiegen zu viel gebummelt. Nach 5:01:14 Stunden, was leider nur einem Schnitt von 35,85 km/h entspricht, konnte ich dann mein Rad in der Wechselzone den netten Helfern in die Hand geben und mich auf den letzten und entscheidenden Teil des Tages konzentrieren.



Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden – Teil 1 – Schwimmen

IM Frankfurt 2009 - Auf dem Weg zur Wechselzone

Um 4:20 Uhr klingelte der Wecker. Geschlafen hatte ich in der vergangenen halben Nacht nicht richtig. Dafür war ich nach dem Weckerklingeln wach und fühlte mich auch fit genug für einen Ironman. Schnell waren die letzten Sachen zusammen gepackt und um 5:00 Uhr ging es zum Frühstück. Leider hat das Hotel in diesem Jahr es nicht ermöglichen können, dass das Frühstück schon um 4:30 Uhr zur Verfügung stand. Letztes Jahr klappte das noch. Nach einem schnellen Frühstück mit 3 Scheiben Brot mit Marmelade und 2 Tassen Kaffee bin ich mit meinem Bruder, die 4 Kilometer zum LangenerWaldsee, mit dem Mountainbike gefahren. Dort angekommen, war schon reges Treiben in der Wechselzone. Zügig ging ich zu meinem Rad und erledigte ohne viel nachzudenken die noch notwendigen Aufgaben. Die Zeit verging viel zu schnell und ich verzichtete darauf alles nochmals zu überprüfen und durchzugehen. Schnell schlüpfte ich in meinen Neo. Kurz bevor ich ins Wasser ging habe ich mit meinem Bruder noch einen kleinen Smalltalk gehalten. Dann kam das Einschwimmen und ich fühlte mich frisch und kräftig. Nach der Nationalhymne kam dann auch schon der Startschuss. Endlich ging es los. Beim Anschwimmen hatte ich etwas zu viel Gas gegeben. Nach 300 Metern merkte ich, dass ich das Tempo nie halten könnte und versuchte dann etwas ruhiger zu schwimmen. Der gefühlteRhythmus war gut und nach 35 Minuten konnte ich meinen ersten Landgang absolvieren. Ich wusste schon, dass es keine berauschendeZeit ist, aber ich fühlte mich wesentlich besser als letztes Jahr. Den kurzen Landgang habe ich dann schon in den Beinen gespürt. Das Blut ist nicht so schnell in den Beinen angekommen und ein wenig benommen ging es auf den zweiten Schwimmabschnitt. Bis zur letzten großen Wendeboje ging es noch ganz ordentlich. Dann hatte ich denSchwimmaustieg auch schon vor Augen, jedoch wollte der nicht näher kommen. So langsam schmerzte der Nacken, die Arme wurden immer schwerer und von der Schwimmbrille bekam ich stechende Kopfschmerzen. Nach 1:04:00 Stunden erreichte ich endlich denSchwimmausstieg und freute mich, dass ich wenigsten die Zeit von letztem Jahr wiederholen konnte. Diesmal war ich um es genau zu nehmen 9 Sekunden schneller :-). Auch der Allgemeinzustand war hervorragend im Vergleich zu letztem Jahr.



Der Elefant ist gegessen – Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden

IM Frankfurt 2009 Splitzeiten

Um es vorweg zu nehmen, es hat wieder einmal nicht gereicht für Hawaii. Der 5. Juli 2009 sollte nicht mein Tag werden, obwohl es sehr gut anfing. Was ich an diesem Tag erlebt habe und warum ich das Rennen im Kopf verloren habe, werde ich in weiteren Blogeinträgen für die einzelnen Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen berichten. Jetzt möchte ich mich aber erstmal bei meiner Familie und Verwandten bedanken, dass Ihr mich vor Ort so tatkräftig unterstützt habt. Vorallem Dir Oliver, vielen Dank für Deine Ünterstützung von 4:20 Uhr bis 20:12 Uhr. Ohne Dich hätte alles nicht so reibungslos funktioniert. Vielen Dank auch an alle, die für mich die Daumen gedrückt haben.


Letzter Testwettkampf in Norderstedt

Letztes Wochenende habe ich den letzten Testwettkampf aus dem vollen Training heraus absolviert. Auch letztes Jahr habe ich an diesem Wettkampf teilgenommen und ich wollte wenigstens meinen vierten Platz verteidigen. Zum Glück spielte das Wetter mit und es wurde ein traumhafter Renntag. Mein Start war um 10:15 Uhr. Vorher nahm ich meine Startunterlagen in Empfang und stellte das Rad in der Wechselzone ab. Beim Aufwärmen spürte ich schon das eine oderandere ziehen der Muskeln. Egal, das ist der Trainingsabschluß für den IM Frankfurt und es sollten nochmals alle Reserven heraus geholt werden. Danach ging es dann auch gleich ins Schwimmbecken zum einschwimmen. Punkt 10:15 Uhr erfolgte dann der Start. Auf meinerSchwimmbahn starteten noch fünf weitere Triathleten. Ich war erstaunt, dass ich mich von Anfang an an die Spitze des Feldes schwimmen konnte. Die ersten 600 Meter konnte ich alle Angriffe abwehren. Danach musste ich mich überholen lassen. Nach weiteren 100 Metern hatte ich mich ein wenig im Wasserschatten erholt und konnte wieder die Führung übernehmen. Nach 28:30 Minuten war ich dann in der Wechselzone (reine Schwimmzeit vermutlich 27:00 Minuten). Das war nicht wirklich schnell, aber ich fühlte mich wesentlich entspannter als in den letzten Jahren. Das lies für eine gute Radzeit hoffen. Nach den ersten Kilometern stellte ich aber fest, dass die letzten Trainingswochen fast alle Reserven geschluckt haben. Runde um Runde wurde ich langsamer und konnte bei manchen Überholmanövern nicht dagegen halten. Nach 1:04:03 Stunde und einem mageren 39er Schnitt konnte ich in die Laufschuhe steigen. Da ich vor und hinter mir keinen Athleten gesehen habe, konnte ich das Laufen etwas ruhiger angehen. Dennoch wollte ich zum erstenmal einen Schnitt unter 4 Minuten laufen. Die ersten Meter verliefen sehr gut und ich konnte dann das Tempo steigern. Die erste von vier Laufrunden war noch etwas verhalten. Laufrunde zwei und drei waren dann doch schon schneller. Die letzte ging fast schon von alleine. Für die Laufstrecke benötigte ich dann 41:49 Minuten. Mit einer Gesamtzeit von 2:14:22 Stunden erreichte ich den fünften Platz und in der Altersklassenwertung den zweiten Platz. Gegenüber letztes Jahr konnte ich mich um 3 Sekunden :-) verbessern. Nun habe ich auch gelernt, wie man einen Elefant isst! Nämlich Stück für Stück. Mit dem letzten Rennen vor dem IM Frankfurt ist der Elefant nun gegessen und es geht bald nach Frankfurt zur Nachspeise. Diesmal kann ich wirklich alle gedrückten Daumen gebrauchen!


Zusammenarbeit mit Storm Cycles (Roger Tanner) beendet

Nach dem Rennen in St. Pölten stand für mich fest, dass ich wieder auf meinen alten Rahmen, das Cervelo P3C wechseln werde. Gründe dafür sind, dass ich erst unter der extremen Belastung eines Rennen festgestellt habe, dass das Pearl Edge von der Rahmengröße vermutlich zu klein ist. und die Aeroposition nicht optimal für mich ist. Natürlich lag das schlechte Radergebnis nicht nur am Rahmen. Wie ich in dem vorherigen Post schon erwähnt habe, hatte ich auch an dem Tag keinen Druck auf die Pedale bekommen. Als ich Roger von meinen Problemen berichtete, war er sehr ungehalten und hat mir unprofessionelles Training und Verhalten vorgeworfen. Leider hatte er zu keiner Zeit versucht die Probleme konstruktiv zu lösen. Dadurch hatten sich die Seiten dann verhertet und an eine Zusammenarbeit ist nicht mehr zu denken. Aus meiner Sicht hat sich der Rahmenwechsel gelohnt, da ich seit dem keine Nacken- und Rückenschmerzen mehr habe. Der Trainingsschnitt hat sich auch um 1 bis 2 km/h erhöht. Nun bin ich überzeigt, dass ich im Hinblick auf den IM Frankfurt die richtige Entscheidung getroffen habe.


St. Pölten hat mir die Grenzen aufgezeigt

St. Pölten Zeiten

Beim 70.3 in St. Pölten wollte ich eigentlich richtig angreifen. Die letzten Vorbereitungswochen verliefen auch ohne Verletzungen und Ausfällen. Die Unterstützung meines Dauercoaches Oliver, seit mehr als 41 Jahren mein Bruder, war mir auch wieder sicher (Vielen Dank für die tolle Unterstützung und den Fahrerservice). Also konnte es losgehen. Am Freitag Nachmittag holte mich mein Bruder in Wien am Flughafen ab. Der Rest des Tages war schnell vorbei. Ab ins Hotel einchecken, kurz die Beine auslaufen, Essen gehen und ab ins Bett. Am Samstag sind wir dann nach St. Pölten gefahren. Dort stand ein hartes Tagesprogramm auf dem Plan. Startunterlagen abholen, Radstrecke abfahren, Schwimmstart und Wechselzonen besichtigen und Rad einchecken. Anschließend sind wir wieder nach Wien zum Essen gefahren. Nach dem Essen habe ich noch meine Sachen für das Rennen gepackt und gegen 22:00 Uhr habe ich mich schlafen gelegt. Am Sonntag klingelte der Wecker um 4:00 Uhr! In St. Pölten angekommen ging es in die Wechselzone und das Rad wurde nochmals geprüft. Danach sind wir ganz langsam zum Schwimmstart gegangen. Da in Wellen gestartet wurde, konnte ich mir den Start der Profis noch anschauen. Dann war warm machen und Einschwimmen dran. Um 7:45 Uhr fiel dann für mich der Startschuss. Die ersten paar hundert Meter kam ich gut weg und fühlte mich wesentlich besser als in den letzten Jahren. Für die ersten tausend Meter hatte ich gehofft eine Zeit um 15 Minuten zu schwimmen. Leider brauchte ich für die ersten tausend Meter dann ca. 17 Minuten. Da war die Enttäuschung doch schon groß, da ich auch noch 900 Meter nach dem Landgang zu schwimmen hatte. Nach 34,37 Minuten kam ich dann aus dem Wasser. 4 1/2 Minuten langsamer als geplant. Nach weiteren 4:13 Minuten saß ich endlich auf dem Rad. Treten bis zum Umfallen war die Devise. Auf den ersten 10 Kilometern merkte ich aber schon, dass das heute nicht mein Radtag sein wird. Die Sitzposition fühlte sich nicht gut an und die Beine haben keinen Druck auf die Pedale gebracht. Die restlichen 80 Kilometer war eine reine Quälerei. Nie hatte ich auf der Strecke mal das Gefühl, dass es rund läuft. Nach langen 2:35:09 Stunden kamen ich sehr entkräftet in die Wechselzone. Da ich bei diesen Zeiten keine Chance mehr hatte auf die vorderen Plätze lies ich es beim Laufen locker angehen. Das Anlaufen gelang sehr gut. Leider hatte ich auf den ersten Kilometern noch Bach- und Rückenschmerzen, die vermutlich von der nicht idealen Aeroposition kamen. Nach 10,5 Kilometern packte mich dann doch noch der Ehrgeiz und ich wollte heraus finden, ob ich die zweiten 10,5 Kilometer noch schneller laufen konnte. Erfreulicherweise gelang mir dies dann auch. Für die 21 Kilometer benötigte ich dann 1:32:04 Stunden. Das bedeutete dann einen 4:21 km/h Schnitt. Mehr als der 39ste Platz in der Altersklasse und 263ste Platz in der Gesamtwertung war an diesem Tag nicht drin. Das Rennen war auich eine Standortbestimmung und zeigte mir, dass die 2 Monate Trainingsausfall leider nicht ganz spurlos an mir vorbei gegangen sind. Dafür muss ich dann mit dem Ergebnis doch noch zufrieden sein., wäre aber gern weiter vorne dabei gewesen. Gratulation noch an Gregor, der einen tollen Radsplit hingelegt hat.



Mein Wettkampfrad 2009

Pearl Edge 2009

Endlich schaffe ich es Euch mein Wettkampfrad für 2009 vorzustellen. Es ist wieder ein Pearl geworden!
Rahmen: Pearl Edge 2009 mit Sonderlackierung
Lenker: Vision TriMax Plus R-Bend
Sattel: Specialized Toupe 130
Kurbel: Wireless Powermeter Professionel FSA
Schaltwerk: SRAM red
Laufräder: Zipp 606
Besonderheit: SRM Wireless



Leistungsdiagnostik

In dieser Woche hatte ich meinen Leistungstest bei perfect getaway. In netter Atmosphäre hat mich Heiko auf dem Rad und dem auf dem Laufband zu meiner maximalen Leistung getrieben. Das Ergebnis empfand ich als sehr nüchtern. Ich dachte, dass ich mehr drauf habe. Nun muss ich doch kleinere Brötchen backen. Beim Radeln bin ich bei 380 Watt ausgestiegen, da ich schon längst im anaeroben Bereich war. Von der Kraft hätte ich noch weiter treten können. Aber wofür? Beim Laufen bin ich bei Tempo 18 km/h vom Band, da ich auch hier schon im anaeroben Bereich war.
Was hat es mir nun gebracht? Es hat mich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und mir das Bewustsein geschaffen, dass ich mich doch mehr an die Vorgaben des Trainingsplanes halten sollte. Seitdem trainiere ich ganz konsequent in den vorgegebenen GA – Bereichen. Effekt ist, dass ich nicht immer versuche mir im Training etwas zu beweisen und ich viel erholter und entspannter die Trainingseinheiten absolviere. Bin schon sehr gespannt, wie sich das auf die Wettkämpfe ausübt.


Lanzarote -Dreizehnter und letzter Trainingstag

Lanzarote Ausrollrunde

Beim Aufstehen habe ich schon gemerkt, dass es sportlich gesehen nicht mein Tag sein wird. Die vergangenen Trainingstage und dieIronmanstrecke vom Vortag, steckten ganz schön in den Beinen. Da half alles Jammern nichts, die letzte Trainingseinheit musstedurchgezogen werden. Nach dem Frühstück freute ich mich auf meineAbschlußtour. Leider wollte das Wetter nicht mitspielen. und somit änderten wir alle paar Kilometer unsere Route. Wir ließen es jedoch locker angehen. Nachdem in Richtung Teguise zu regnen begann, haben wir uns mal wieder für Orzola entschieden. Das war auch die richtige Entscheidung. Dort haben wir erstmal einen Leche Leche zu uns genommen. Man hat der Gruppe auch die vergangene Tage angemerkt. Antriebslosigkeit beherrschte den Tag. Für die Beine war es aber auch wichtig noch ein bisschen zu fahren. Beim zweiten Anlauf haben wir dann Teguise bei regen erreicht. Nach drei Stunde habe ich meine Gruppe am Hotel abgeliefert. Leider stand auf meinem Trainingsplan vier Stunden Radfahren auf dem Programm. Also ging es nochmals hoch zum Torbogen und ein wenig in Richtung Orzola und wieder zurück. Es war nur noch ein Zeitabsitzen. Das ich ausgelaugt war, habe ich auch daran bemerkt, dass ich den Puls gar nicht mehr in die Höhe bekommen habe. Nach dem Radfahren ging schnell in die Laufschuhe und mein letzter Lauf auf Lanzarote stand noch an. Schön war, dass der Puls nicht hoch zu kriegen war und ich konnte deshalb ein schnelleres Tempo laufen. Entschuldigung Manu :-). Nun war alles an Trainingsprogramm abgearbeitet. Da ich den morgigen Vormittaggenießen wollte, habe ich noch schnell das Rad auseinandergebaut und im Radkoffer verstaut. Die anderen Sachen waren auch schnell gepackt und es konnte zum Abendessen gehen. Dann stand nochmals „Bars abchecken in Puerto del Carmen“ auf dem Programm.



Lanzarote – Zehnter Trainingstag

Lanzarote IM

Gegen sechs Uhr wurde ich von einem plätscherndem Geräusch geweckt. Es regnete mal wieder. So ein schlechtes Wetter hatte ich bis jetzt noch nie auf Lanzarote. Schlafen konnte ich dann nicht mehr. Um 7:30 Uhr war ich einer der ersten beim Frühstück. Daniel hat den Start für die Ironmanstrecke erstmal um eine Stunde verschoben. Leider nutzte das nichts. Die Ironmanstrecke wurde wegen zu starken Winden abgesagt. Es wurde dann entschieden, dass wir heute ganz normales Radtraining machen und morgen einen Ruhetag einlegen. Als wir uns auf dem Weg zum Torbogen waren, fing es schon wieder an zu nieseln. Diesmal haben wir uns nicht von unserer Tour abbringen lassen und fuhren erstmal in Richtung Orzola. Erste Zwischenstation war der Mirador del Rio. Dort oben herrschten ganz schöne Windstärken. Windspitzen von bis zu 70 km/h. Weiter ging es zum nächsten Berg dem Mirador del Haira. Die Abfahrt nach Teguise war nicht ungefärlich. Öfters erwischte uns eine seitliche Böhe. Nach ca. 2 Stunden hatten wir schon ca. 1000 Höhenmeter hinter uns gebracht. Die Beine fühlten sich heute leider noch müder als gestern an. In Teguise haben wir an einer Tankstelle unseren ersten Stopp eingelegt. Unser Ziel war es fünf Stunden auf dem Rad zu sitzen. Aus diesem Grund fuhren wir weiter nach Famara, Soo, bis nach La Santa. Der Gegenwind nach Famara hat mir fast die Oberschenkel platzen lassen. Von La Santa fuhren wir weiter über Tinajo, San Bartholome und den Müllberg ins Hotel. Nach dem Müllberg wollten wir eigentlich noch einmal in Richtung Orzola abbiegen, um unsere fünf Stunden voll zu bekommen. Ein Regenschauer hat uns die Lust verdorben. Die fehlenden 13 Minuten haben wir uns geschenkt. Anschließend habe ich mich unter die Dusche begeben und wartete auf das verabredete Fotoshooting am Strand mir Andreas und Nicole. Leider haben wir uns bei der Planung total missverstanden und uns nicht an dem von uns jeweils gedachten Treffpunkt getroffen. Das ist echt peinlich, da die Zwei zwei Stunden in der Kälte auf mich gewartet haben. Nach dem Essen war dann Freizeit angesagt.

Nachtrag zum Thema Ruhetag (Ein Hinweis meiner Trainerin :-))
Ich habe KEINEN Ruhetag! Ruhetag heißt bei meiner Trainerin Pause. An ihren Ruhetagen wird nicht trainiert. Es gibt keine regenerativen Läufe. Ich habe Tage mit aktiver Erholung dabei, Ruhetage bekomme ich, am Ende der Woche.



Lanzarote – Achter Trainingstag

Lanzarote Fun

Heute war für alle Triathleten endlich wieder ein so genannter Ruhetag. Nach einem sehr ausgiebigen Frühstück hat es sich so ergeben, dass ich die Möglichkeit hatte ein Profishooting mit Nicole Töpfer undAndreas Niedrig zu machen. Erst konnte ich es gar nicht glauben. Als wir dann gegen 11:30 Uhr zum Strand gingen relisierte ich, was für ein Glück ich als Hobbyfotograf habe. Es sollte ein Shooting mir Neoprenanzüngen und Schwimmeinheiten werden. Da ich auch noch eine halbe Stunde ins Wasser wollte, habe ich meinen Neo auch eingepackt. Für ein Shooting waren es nicht gerade die optimalen Bedingungen, da wir beim höchsten Sonnenstand die Bilder geschossen haben. Es hat verdammt viel Spaß gemacht mit den Beiden Bilder zu machen. Vielen Dank nochmals Nicole und Andreas, dass Ihr das Vertrauen hattet und mit mir Bilder gemacht habt. Nach dem Fotoshooting habe ich meine Schwimmeinheit absolviert. Ca. 1,5 Kilometer. Nach dem Schwimmen haben wir die Sonne genossen und leider sah man uns das dann später auch in den Gesichtern an. Da wir alle großen Hunger hatten, sind wir erst in eine Strandpizzeria gegangen und zum Nachtisch haben wir in einer BVB Dortmund Bar noch einen Crepe zu uns genommen. Danach machten wir uns auf den Heimweg. Auf dem Rückweg hatten wir verdammt viel Spaß. Die Bilder sprechen glaube ich für sich. Eigentlich hatten wir alle gar keinen großen Hunger mehr. Aber wegen der Geselligkeit waren wir alle wieder beim Essen. Um 20:15 Uhr stand dann „Talk with the Pros“ auf dem Programm. Ulrike SchwalbeNicole Töpfer und Andreas Niedrigstanden Rede und Antwort. Danach habe ich mich aufs Zimmer verzogen, da ich noch einige Bilder zu bearbeiten hatte.



Lanzarote – Siebter Trainingstag

Bars abchecken in Arrecife

Große Erleichterung kam nach dem Aufwachen auf, als ich sah, dass die Wolkendecke nicht mehr so dicht war. Heute konnte ich es gemütlich angehen lassen. Ins Schwimmbad konnten wir nicht, da am Samstag dort Putztag ist. Daher ging es nach dem Aufstehen direkt zum Frühstück. Start er Radausfahrten wurde heute um eine halbe Stunde nach vorne geschoben. Gestern kamen noch weitere Teilnehmer an, von denen drei in meiner Gruppe mitgefahren sind. Schnell stellte sich heraus, das diese noch sehr frisch und kräftig sind. Somit war wir heute seht zügig unterwegs. Einer der drei neuen ist Norbert Huber. Aber seht selbst unter http://home.vr-web.de/huber-norbert/. Los ging es über gewohnten Weg zum Torbogen. Dann fuhren wir quer rüber nach Teguise. Von Teguise sollte es in Richtung La Vegueta gehen. Aufgrund der bedrohlichen Wolken haben wir unsere Tour geändert. Wir sind zurück Richtung Teguise und dann in die Sonne nach Fermara gefahren. Von Fermara ging es weiter nach Soo bis La Santa. Anschließend näherten wir uns dem TImanfaya von der anderen Seite. Weiter rollten wir nach Yaiza. Dort an meinem geliebten Supermarkt gab es endlich Snickers und Cola. Nach der kurzen Pause fuhren wir wieder die Traumstrecke an der Küste El Golfo entlang. Durch den Umweg über Famara hatten wir doch schon einige Radkilometer in den Beinen. Deswegen haben sich Dirk und ich entschlossen mit den anderen auch zurück zu fahren. Eigentlich sollte unsere Tour noch nach Playa Blanca. Der Rückwind war sehr anstrengend, da es nur noch sehr starken Gegenwind gab. Wir kämpften uns durch den Gegenwind zum Hotel über San Bartholome und den Müllberg. Nach 4:51 Stunden und 1525 Höhenmetern kamen wir im Hotel an. Zur Erholung und Regeneration blieb keine Zeit, da noch ein 30 Minutenlauf auf dem Programm stand. Das Laufen geht auch immer besser. Die Pulswerte gehen runter und das Tempo geht nach oben. So soll es sein. Nach dem Duschen ging es wieder sofort zum Essen. Auf dem weiteren Programm stand heute „Bars abchecken in Arrecife“. Da Triathleten keinen Alkohol trinken und früh ins Bett gehen, ist es selbstverständlich das darüber kein Bericht zu erwarten ist.



Lanzarote – Sechster Trainingstag

Maine Radtruppe

Heute stand eigentlich von 7:15 Uhr bis 8:15 Schwimmen auf dem Trainingsprogramm. Leider habe ich mir gestern beim Spinning die linke Wade so verhärtet, dass ich mich gegen das Schwimmen entschieden habe. Würde ich morgens Schwimmen gehen und hätte dabei dann auch noch Krämpfe, dann würde das Radfahren eine Qual werden. Außerdem sah das Wetter beim Aufwachen nach einem weiteren Erholungstag aus. Nach dem Frühstück hat sich das Wetter so gut entwickelt, dass wir losfahren konnten. Die Wolken über Lanzarote haben uns aber zu spontanen Routen gezwungen. Wir versuchten dem Regen davon zu fahren. An der Küste war es noch amschönsten. Deswegen sind wir erst über den Torbogen nach Orzola gefahren. Von Orzola ging es wieder ein Stück zurück, da das nächste Ziel der Mirador del Haira war. Bei Tabayesco ging der Aufstieg zum Höhenmeter sammeln los. Bis hoch zum Mirador del Rio benötigt man zwischen 30 und 40 Minuten, je nach Verfassung der Beine. Oben angekommen haben wir eine kurze Pause gemacht um die leeren Flaschen zu füllen. Da ein Großsteil der Gruppe noch auf den Miradordel Rio fahren wollte, habe ich mich dazu überreden lassen. Kurz hinter Haira habe ich mich dann dagegen entschieden. Eine dunkle Regenfront kam auf uns zu und mir war das Risiko wegen zu starkem Wind einfach zu groß. Bis auf drei Radler, die unbedingt auf denMirador del Rio wollten, ist die Gruppe mit mir erst in Richtung Orzolaund dann nach Costa Teguise zum Hotel gefahren. Nach fast vier Stunden habe ich die Gruppe am Hotel abgeliefert und bin nochmals für eine Stunde in Richtung Orzola aufgebrochen. Nach über fünf Stunden und 1353 Höhenmetern war auch ich dann endlich im Hotel wieder angekommen. Leider hatte ich kaum Zeit zur Erholung, da um 17:15 Uhr Stabilisationstraining auf dem Programm stand. Anschließend habe ich schnell geduscht und da der Hunger sehr groß war, ging es danach direkt zum Abendessen. Den Rest des Abends habe ich mit einem sehr guten Buch verbracht.



Lanzarote – Fünfter Trainingstag

Bis zum Frühstück sah das Wetter noch ganz akzeptabel aus. Danach nahm der Wind so stark zu, dass der große Regen nicht lange auf sich warten lies. Das Trainingsprogramm wurde deswegen umgestellt. Wir konnten im Fitnessbereich die Spinningräder nutzen und anschließend wollte ich noch einen Stundenlauf anhängen. Nach dem Stundenlauf war noch Schwimmen geplant. Es kam dann aber alles anders. Nach dem Spinning hat Daniel mir mitgeteilt, dass mich Stefan nach La Santa fahren kann, damit mein Rad repariert werden konnte. Bei den letzten Radausfahrten hatte ich das Problem, dass der Umwerfer nicht korrekt funktionierte. Manchmal konnte ich vom großen Blatt nicht mehr aufs Kleine schalten oder umgekehrt. Dieses Problem zu lösen war mir wichtiger, als das heutige Training. In La Santa bei Pro Bike konnte meinem Rad dann auch geholfen werden. Mit einer FSA Schelle und einem neuen Dura-Ace Umwerfer war das Problem nicht mehr vorhanden. Solltet Ihr irgendwelche Radprobleme auf Lanzarote haben, dann kann ich Euch diesen Radladen nur empfehlen. Hervorragender Service und angemessene Preise. Diese Tour hat ganz schön viel Zeit in Anspruch genommen. Anschließend sind wir Essen gegangen und haben den Abend bei einem Film in der Zentrale verbracht. Der Film war das schlechteste was ich seit langem gesehen habe. Aber die Geselligkeit hat mich davon abgehalten zu früh ins Bett zu gehen.


IM Frankfurt – Rennbericht Teil 2: Radeln

Endlich erschien mir der Weg in die Wechselzone. Auf halbem Wege habe ich mich schon teilweise aus dem Neo geschält. Beim Rad angekommen, habe ich dann wertvolle 46 Sekunden verloren, da sich der Neo am Zeitchip verklemmt hat. Als ich den Neo endlich vom Körper hatte, ging es in die zweite Runde. Helm auf, das Rad in die Hand und nach der Aufsteiglinie habe ich mich auf das Rad geschwungen. Nach ein paar hundert Metern schlüpfte ich in meine Radschuhe und merkte gleich, dass die nächsten Stunden verdammt hart werden würden. Von der erwarteten lockeren Beinen war leider nichts zu spüren. Die ersten 12 Kilometer nutzte ich um die Beine zu prüfen und heraus zu finden, was los ist. Das Forschen hat zu keinen Erkenntnissen geführt und ich habe es dann erstmal mit Druck versucht. Somit habe ich die ersten 12 Kilometer mit einem Schnitt von 39 km/h gefahren. Danach ging es in die Erste von zwei absolvierenden Runden. Die erste Runde konnte ich noch mit Druck und Kampf mit einem ordentlichen Tempo von 37,8 km/h hinter mich bringen. Zu dieser Zeit war ich noch sehr zufrieden, da ich an den Anstiegen fast nicht aus dem Sattel gehen konnte, wegen Krämpfen in den Beinen. In der zweiten Runde musste ich dann dem zunehmendem Wind und den immer mehr krampfanfälligen Beinen stellen. Deshalb reichte es dann nur noch zu einem Schnitt von 34,3 km/h. Trotz dieser widrigen Umstände habe ich meinen Traum erreicht! Ich wollte unter fünf Stunden die 180 Kilometer fahren. Mit 4:58:11 Stunden konnte ich mehr als zufrieden sein. Nicht aber mit dem Zustand meiner Beine.


Das Rennen ist vorbei! 46 Sekunden fehlten für die Hawaiiqualifikation

Splitzeiten IM Frankfurt 2008

„Der längste Tag im Jahr“, der Ironman Frankfurt ist vorbei. Für mich ist es einer der schwärzeren Tage gewesen. 46 Sekunden bin ich zu langsam gewesen für die sehr begehrten Hawaiislots. Was an diesem Tag alles so passiert ist und warum es mit der Qualifikation für Hawaii nicht geklappt hat, werde ich in den nächsten Tagen berichten. Danken möchte ich vor allem meinen Eltern und meinem Bruder mit Quasitante, die mich während des ganzen Rennens unterstützt haben und mich immer wieder aufs neue motiviert haben. Ihr habt wirklich alles gegeben. Leider hat meine Leistung nicht gereicht um die Tickets nach Hawaii zu buchen.

Sorry Petra :-(

Ergebnis:
Gesamtzeit: 9:43:06 Stunden
Schwimmen: 1:04:09 Stunden
Radfahren: 4:58:11 Stunden
Laufen: 3:34:52 Stunden

Von 1908 Finisher bin 185. geworden. In meiner Altersklasse 40 – 44 hat es nur zum 32. Platz gereicht.

Ergebnisliste

Für die Splitzeiten klicke auf das Bild



Nachtrag – Statusbericht KW 17

Der Aufwand für diese Woche war ähnlich der vorigen Woche. Ca. 19 Stunden Training standen auf dem Programm. Nach 5,4 Kilometer schwimmen, 302 Kilometer radeln und 70 Kilometer laufen war die Woche vorbei. Höhepunkt der Woche war die RTF Tour in HamburgHamm. Die Tour ging über 120 Kilometer, die ich mit einem 36er Schnitt absolviert habe. Es war auch eine sehr schöne Abschiedstour für meinen Pearlrahmen. Leider muss ich mich von diesem verabschieden, da sich Risse gebildet haben und bei der genaueren Untersuchung wurden weitere Haarrisse entdeckt. Am Montag, den 28.04. wird mein neues Rad aufgebaut. Damit meine ich, dass meine alten Komponenten an meinen neuen Rahmen angebaut werden. Nach langem Kampf und nervenaufreibenden vier Wochen ist es nun ein Cervelo Rahmen geworden. Die Geschichte ist ganz lustig, aber für diesen Blog zu lang. In Kürze: Zu dem Cervelo Rahmen bin ich über einen BMC Rahmen, ISAAC Rahmen, Ceepo Rahmen und unzähligen Telefonaten gekommen. Insider wissen Bescheid :-).