Swim, Cycling and Run

IM Frankfurt 2009 - Rad
IM Frankfurt 2009 - Auf dem Weg zur Wechselzone
Hang Loose
Linus Gerdemann
Pearl Edge 2009

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Bye Bye Triathlon

Nach 4 Langdistanzen und einer tollen Zeit habe ich mich entschlossen dem Triathlon den Rücken zu kehren. Natürlich mache ich das auch mit einem weinenden Auge, da es mir immer sehr viel Spaß bereitet hat, mich auf einen Ironman vorzubereiten. Auch ein Ziel vor Augen zu haben war eine tolle Sache. Leider leidet bei dieser Sportart das Familienleben sehr extrem und ich bin nicht der Typ, der eine Sportart auf Amateurbasis mit drei bis viermal Training in der Woche machen kann. Leistungssport hat mich mein ganzes Leben begleitet und deshalb liegt für mich der semiprofessionelle Bereich immer in der Nähe des Machbaren. Daher gilt meistens das Motto „Alles oder Nichts“ bei mir. Meiner Meinung nach kann man sich nicht auf einen Ironman mit drei Trainingseinheiten in der Woche vorbereiten und deswegen sage ich lieber „Bye Bye Triathlon“.

Ironman Frankfurt 2009 – Fazit nach drei Wochen

Es hat leider wieder einmal nicht gereicht für die Hawaiiqualifikation. Schade, da ich mich am Wettkampftag sehr gut gefühlt habe. Traurig kann ich nicht sein, da die Vorbereitung alles andere als optimal gelaufen ist. Bis Ende Februar war die Vorbereitung sensationell gewesen. Schwimmen, Radfahren und Laufen waren von den Trainingsergebnissen schon auf einem gutem Niveau. Vorallem der Raddruck hatte sich enorm verbessert. Dann musste ich länger als zwei Monate pausieren, wegen einer akuten Pangreatitis und es dauerte etliche Wochen, bis mein Körper das Training überhaupt an nahm. Dazu kamen noch die Schwierigkeiten mit meinem linken Oberschenkel, der mich seit über einem Jahr ärgert. Wenn ich all dies berücksichtige sind die gelaufenen 9:52:41 Stunden mehr als ich erwarten konnte. Trotzdem macht es mich traurig das Ziel wieder einmal knapp verpasst zu haben, bzw. dass ich mental eingebrochen bin und so mein Ziel aus den Augen verloren habe.

Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden – Teil 3 – Laufen

Für den Wechsel vom Rad auf die Laufstrecke habe ich mir dann 2:11 Minuten gegönnt. Die ersten Schritte waren noch etwas unkoordiniertund schwer. Mit jedem Schritt ging es aber dann besser. Ein Blich auf die Uhr zeigte mir, dass ich wieder viel zu schnell angelaufen bin. Mit 4:20 min/km – 4:30 min/km, war es definitiv zu schnell. Ich wollte nicht die Fehler der letzten Jahre wiederholen und habe mich gezwungen einen Schnitt von ca. 4:50 min/km zu laufen. Das klappte auch wunderbar und die Beine fühlten sich noch sehr gut an. Nach ca. 5 Kilometer wollte ich dann das Tempo erhöhen. Leider klappte das nicht mehr. Ich konnte machen was ich wollte, schneller als 4:50 min/km konnte ich nur unter enormen Anstrengungen laufen. Hätte ich das getan, dann wäre der Einbruch vermutlich schon in der zweiten Runde gekommen. Aber spätesten zu diesem Zeitpunkt merkte ich, dass die Aufholjagd beim Radfahren viel zu viel Kraft gekostet hat. Die erste Runde konnte ich dann noch mit einem Schnitt von 4:51 min/km hinter mich bringen. Bis dahin lief noch alles nach Plan. Dann war ich auch schon in der zweiten Runde und der Knüppelmann hat zugeschlagen. Genau zu diesem Zeitpunkt wurde ich von einem Läufer überholt, der mir zu rief: „Los Jürgen diesemal packst du es. Hol dir die Quali. Ich verfolge Deinen Blog, daher kenne ich Dich.“ Als ich ihm sagte, dass es heute vermutlich nichts wird, bin ich sehr erschrocken, da ich merkte, dass ich nicht mal mehr mental stark genug war um mein gewünschtes Ziel zu erreichen. Ich habe ihm noch nachgerufen, dass er mal einen Kommentar im Blog hinterlässt, damit ich weis, wer er ist. Ich hoffe, dass er das noch tut. Auf alle Fälle war es eine tolle Begegnung und vielen Dank nochmal für den Ansporn. Gegen Ende der zweiten Runde habe ich mir schon Gedanken gemacht, wie ich mich mehr puschen kann, um das immer näher kommende Desaster in Grenzen zu halten. Zu erkennen war es schon, da ich für die zweite Runde nur noch einen Schnitt von 5:08 min/km halten konnte. Eigentlich wollte ich meine Cola erst bei Kilometer 32 zu mir nehmen. Ich habe mich entschieden diese Belohnung vorzuziehen und schon bei Kilometer 28 zur Cola zu greifen. Der Einbruch war in der dritten Runde schon zu spüren, da ich in dieser einen Schnitt von 5:25 min/km noch halten konnte. Dann kam es aber zum ganz großen Einbruch und die letzte Runde konnte ich nur noch mit einem Schnitt von 5:31 min/km laufen. Von Laufen kann eigentlich während der letzten 1 1/2 Runden nicht gesprochen werden, da ich mich nur noch von Verpflegungsstation zu Verpflegungsstation geschleppt habe. Auch meiner Trainerin ist in der dritten runde nichts eingefallen, als sie mich ein paar Meter begleitet hat und ich ihr meinen Zustand geschildert habe. Aber wie soll sie in der Situation noch eingreifen. Ausermotivieren, das sie sowieso immer getan hat, ist in so einem Moment nichts zu machen. Zwischendurch hatte ich oft den Gedanken einfachauszusteigen, da mein Ziel nicht das Finishen war, sonder die Qualifikation für Hawaii. Ich habe mich aber dann für einen Zieleinlauf entschieden, da mir klar war, ohne Qualifikation, wird dies mein letzterIronman sein und für diesen sollte dann kein DNF (DID NOT FINISH) stehen. Als ich dann endlich auf die Zielgerade einbog und meine Familie und Verwandtschaft jubelnd an der Bande sah, war es doch ein gutes Gefühl dieses Ding zu Ende gebracht zu haben. Für denMarathon benötigte ich dann 3:41:32 Stunden und überquerte nach 9:52:41 die Ziellinie.

Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden – Teil 2 – Radfahren – Glück im Unglück

Nach dem Schwimmausstieg musste der Anstieg zur Wechselzone bewältigt werden. Diesen konnte ich diesmal ohne Krampfattacken bewältigen. Oben angekommen, habe ich mir den Neo halb ausgezogen und bin auf direktem Wege zu meinem Rad. Dort angekommen habe ich mir den Neo abgestreift, den Helm aufgesetzt, die Brille ins Gesicht geschmissen und bin mit meinem Rad aus der Wechselzone gelaufen. Nach der Aufstiegslinie habe ich mich auf den Sattel geworfen und freute mich auf die bevorstehenden 180 Kilometer. Dieses Jahr wollte ich einen perfekten Wechsel vollziehen. Vom Gefühl her dachte ich, dass alles reibungslos geklappt hat. Trotzdem war ich eine Sekunde langsamer als letztes Jahr und habe die Wechselzone erst nach 3:44 Minuten verlassen. Schnell war ich in den Radschuhen und fand auch zügig einen guten Rhythmus. Die ersten 13 Kilometer nach Frankfurt waren fast so schnell wie die im Vorjahr. 8 Sekunden langsamer als 2008 bedeuteten einen Schnitt von 38,83 km/h auf diesem Teilabschnnitt. Danach ging es in die erste Runde von Zweien a 84 Kilometer. Bei den ersten Anstiegen merkte ich, dass die Beine das Tempo gut mitmachen und ich auch genug Druck auf die Pedale bekommen habe. So vergingen Kilometer um Kilometer. Da die Strecke sehr abwechslungsreich ist, merkte man auch die Zeit nicht. Nach 2:13:46 Stunden und einem Schnitt von 37,81 km/h hatte ich die erste Runde hinter mich gebracht. Die Beine fühlten sich noch gut an und es lief wirklich rund. Bei Kilometer 102 hat mich dann das Glück ein wenig verlassen. Ich musste 4 Straßenbahnschienen überqueren und bei der letzten war der Schlag auf den Schlauchreifen so stark, dass dem Schlauchreifen die Luft ausging. Bei Tempo 45 km/h hörte ich nur noch einen lauten Knall und war froh, dass ich das Rad ohne Sturz zum stehen bekommen habe. Erstaunlicherweise bin ich sehr ruhig geblieben und der Wechsel des Schlauchreifens hat reibungslos funktioniert. Wieder auf dem Rad habe ich mir vorgenommen ruhig zu bleiben und dafür beim Laufen die verlorene Zeit wieder einzuholen. Leider habe ich dann nie wieder einen runden Tritt und einen Rhythmus gefunden. Immer wieder kamen Gedanken auf, die Reifenpanne auf dem Rad wieder einzufahren. Trotz des Versuches, diese Gedanken wieder zu verwerfen, habe ich doch öfters den Kraftakt gewagt, um ein paar Minuten aufzuholen. An dieser Stelle habe ich dann auch mental das Rennen verloren. Ich habe des öfteren das Rennen aufgegeben, anstatt im Ziel abzurechnen. Für die zweite Runde benötigte ich dann 2:27:32 Stunden inklusive des Schlauchreifenwechsels und es war nur noch ein Schnitt von 33,67 km/h. Den starken Abfall gegenüber der ersten Runde kann ich mir leider nicht erklären. Es scheint so, dass ich in der zweiten Runde eingebrochen bin. Das Gefühl hatte ich jedoch nicht. Natürlich sind die Beine nach 120 Kilometer nicht mehr ganz so frisch, aber die Beine fühlten sich auch in der zweiten Runde noch recht gut an. Vermutlich habe ich an den Anstiegen zu viel gebummelt. Nach 5:01:14 Stunden, was leider nur einem Schnitt von 35,85 km/h entspricht, konnte ich dann mein Rad in der Wechselzone den netten Helfern in die Hand geben und mich auf den letzten und entscheidenden Teil des Tages konzentrieren.


Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden – Teil 1 – Schwimmen

Um 4:20 Uhr klingelte der Wecker. Geschlafen hatte ich in der vergangenen halben Nacht nicht richtig. Dafür war ich nach dem Weckerklingeln wach und fühlte mich auch fit genug für einen Ironman. Schnell waren die letzten Sachen zusammen gepackt und um 5:00 Uhr ging es zum Frühstück. Leider hat das Hotel in diesem Jahr es nicht ermöglichen können, dass das Frühstück schon um 4:30 Uhr zur Verfügung stand. Letztes Jahr klappte das noch. Nach einem schnellen Frühstück mit 3 Scheiben Brot mit Marmelade und 2 Tassen Kaffee bin ich mit meinem Bruder, die 4 Kilometer zum LangenerWaldsee, mit dem Mountainbike gefahren. Dort angekommen, war schon reges Treiben in der Wechselzone. Zügig ging ich zu meinem Rad und erledigte ohne viel nachzudenken die noch notwendigen Aufgaben. Die Zeit verging viel zu schnell und ich verzichtete darauf alles nochmals zu überprüfen und durchzugehen. Schnell schlüpfte ich in meinen Neo. Kurz bevor ich ins Wasser ging habe ich mit meinem Bruder noch einen kleinen Smalltalk gehalten. Dann kam das Einschwimmen und ich fühlte mich frisch und kräftig. Nach der Nationalhymne kam dann auch schon der Startschuss. Endlich ging es los. Beim Anschwimmen hatte ich etwas zu viel Gas gegeben. Nach 300 Metern merkte ich, dass ich das Tempo nie halten könnte und versuchte dann etwas ruhiger zu schwimmen. Der gefühlteRhythmus war gut und nach 35 Minuten konnte ich meinen ersten Landgang absolvieren. Ich wusste schon, dass es keine berauschendeZeit ist, aber ich fühlte mich wesentlich besser als letztes Jahr. Den kurzen Landgang habe ich dann schon in den Beinen gespürt. Das Blut ist nicht so schnell in den Beinen angekommen und ein wenig benommen ging es auf den zweiten Schwimmabschnitt. Bis zur letzten großen Wendeboje ging es noch ganz ordentlich. Dann hatte ich denSchwimmaustieg auch schon vor Augen, jedoch wollte der nicht näher kommen. So langsam schmerzte der Nacken, die Arme wurden immer schwerer und von der Schwimmbrille bekam ich stechende Kopfschmerzen. Nach 1:04:00 Stunden erreichte ich endlich denSchwimmausstieg und freute mich, dass ich wenigsten die Zeit von letztem Jahr wiederholen konnte. Diesmal war ich um es genau zu nehmen 9 Sekunden schneller :-). Auch der Allgemeinzustand war hervorragend im Vergleich zu letztem Jahr.


Der Elefant ist gegessen – Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden

Um es vorweg zu nehmen, es hat wieder einmal nicht gereicht für Hawaii. Der 5. Juli 2009 sollte nicht mein Tag werden, obwohl es sehr gut anfing. Was ich an diesem Tag erlebt habe und warum ich das Rennen im Kopf verloren habe, werde ich in weiteren Blogeinträgen für die einzelnen Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen berichten. Jetzt möchte ich mich aber erstmal bei meiner Familie und Verwandten bedanken, dass Ihr mich vor Ort so tatkräftig unterstützt habt. Vorallem Dir Oliver, vielen Dank für Deine Ünterstützung von 4:20 Uhr bis 20:12 Uhr. Ohne Dich hätte alles nicht so reibungslos funktioniert. Vielen Dank auch an alle, die für mich die Daumen gedrückt haben.

Ironman Frankfurt 2009 mit der Startnummer 384

Nun ist es wieder so weit! Die letzten Tage vor dem Ironman Frankfurt liegen vor mir. Am 5. Juli um 6:45 Uhr werde ich mich mit der Startnummer 384 und weiteren 2300 Triathleten ins Wasser am Langener Waldsee stürzen. Dann werde ich sehen, was die Zeiten aus dem letzten Jahr wert sind. Es wird ein ganz heißes Rennen werden. Es sind 28 Grad angekündigt. Die letzten Tage verbringe ich mit der einen oder anderen kleinen Trainingseinheit. Heute stand nochmal 40 Minuten schwimmen im Langener Waldsee und ein zwanzig Minuten Läufchen auf dem Programm. Zwischendurch habe ich noch am Römer meine Startunterlagen abgeholt und bin nach einer kleinen Erholungpause mit dem Auto noch die Radstrecke abgefahren. Im Auto kann man sich oft nicht vorstellen, dass man so eine Strecke bewältigen kann. Keine Ahnung, wie ich letztes Jahr diese Strecke hinter mich gebracht habe.
Morgen muss ich nochmals für dreisig Minuten aufs Rad und um 15:00 Uhr findet dann die Wettkampfbesprechung statt. Samstag ist dann der Radcheckin und danach werden die Füße hoch gelegt und die Nervosität bekämpft. Dann hoffe ich, dass ich ein paar Stunden schlafen kann, bevor der Wecker sich um 4:00 Uhr meldet. Wenn Ihr auch live dabei sein wollt, dann schaut auf der Seite www.ironman.demal vorbei.

See u after the race


Letzter Testwettkampf in Norderstedt

Letztes Wochenende habe ich den letzten Testwettkampf aus dem vollen Training heraus absolviert. Auch letztes Jahr habe ich an diesem Wettkampf teilgenommen und ich wollte wenigstens meinen vierten Platz verteidigen. Zum Glück spielte das Wetter mit und es wurde ein traumhafter Renntag. Mein Start war um 10:15 Uhr. Vorher nahm ich meine Startunterlagen in Empfang und stellte das Rad in der Wechselzone ab. Beim Aufwärmen spürte ich schon das eine oderandere ziehen der Muskeln. Egal, das ist der Trainingsabschluß für den IM Frankfurt und es sollten nochmals alle Reserven heraus geholt werden. Danach ging es dann auch gleich ins Schwimmbecken zum einschwimmen. Punkt 10:15 Uhr erfolgte dann der Start. Auf meinerSchwimmbahn starteten noch fünf weitere Triathleten. Ich war erstaunt, dass ich mich von Anfang an an die Spitze des Feldes schwimmen konnte. Die ersten 600 Meter konnte ich alle Angriffe abwehren. Danach musste ich mich überholen lassen. Nach weiteren 100 Metern hatte ich mich ein wenig im Wasserschatten erholt und konnte wieder die Führung übernehmen. Nach 28:30 Minuten war ich dann in der Wechselzone (reine Schwimmzeit vermutlich 27:00 Minuten). Das war nicht wirklich schnell, aber ich fühlte mich wesentlich entspannter als in den letzten Jahren. Das lies für eine gute Radzeit hoffen. Nach den ersten Kilometern stellte ich aber fest, dass die letzten Trainingswochen fast alle Reserven geschluckt haben. Runde um Runde wurde ich langsamer und konnte bei manchen Überholmanövern nicht dagegen halten. Nach 1:04:03 Stunde und einem mageren 39er Schnitt konnte ich in die Laufschuhe steigen. Da ich vor und hinter mir keinen Athleten gesehen habe, konnte ich das Laufen etwas ruhiger angehen. Dennoch wollte ich zum erstenmal einen Schnitt unter 4 Minuten laufen. Die ersten Meter verliefen sehr gut und ich konnte dann das Tempo steigern. Die erste von vier Laufrunden war noch etwas verhalten. Laufrunde zwei und drei waren dann doch schon schneller. Die letzte ging fast schon von alleine. Für die Laufstrecke benötigte ich dann 41:49 Minuten. Mit einer Gesamtzeit von 2:14:22 Stunden erreichte ich den fünften Platz und in der Altersklassenwertung den zweiten Platz. Gegenüber letztes Jahr konnte ich mich um 3 Sekunden :-) verbessern. Nun habe ich auch gelernt, wie man einen Elefant isst! Nämlich Stück für Stück. Mit dem letzten Rennen vor dem IM Frankfurt ist der Elefant nun gegessen und es geht bald nach Frankfurt zur Nachspeise. Diesmal kann ich wirklich alle gedrückten Daumen gebrauchen!

Zusammenarbeit mit Storm Cycles (Roger Tanner) beendet

Nach dem Rennen in St. Pölten stand für mich fest, dass ich wieder auf meinen alten Rahmen, das Cervelo P3C wechseln werde. Gründe dafür sind, dass ich erst unter der extremen Belastung eines Rennen festgestellt habe, dass das Pearl Edge von der Rahmengröße vermutlich zu klein ist. und die Aeroposition nicht optimal für mich ist. Natürlich lag das schlechte Radergebnis nicht nur am Rahmen. Wie ich in dem vorherigen Post schon erwähnt habe, hatte ich auch an dem Tag keinen Druck auf die Pedale bekommen. Als ich Roger von meinen Problemen berichtete, war er sehr ungehalten und hat mir unprofessionelles Training und Verhalten vorgeworfen. Leider hatte er zu keiner Zeit versucht die Probleme konstruktiv zu lösen. Dadurch hatten sich die Seiten dann verhertet und an eine Zusammenarbeit ist nicht mehr zu denken. Aus meiner Sicht hat sich der Rahmenwechsel gelohnt, da ich seit dem keine Nacken- und Rückenschmerzen mehr habe. Der Trainingsschnitt hat sich auch um 1 bis 2 km/h erhöht. Nun bin ich überzeigt, dass ich im Hinblick auf den IM Frankfurt die richtige Entscheidung getroffen habe.

St. Pölten hat mir die Grenzen aufgezeigt

Beim 70.3 in St. Pölten wollte ich eigentlich richtig angreifen. Die letzten Vorbereitungswochen verliefen auch ohne Verletzungen und Ausfällen. Die Unterstützung meines Dauercoaches Oliver, seit mehr als 41 Jahren mein Bruder, war mir auch wieder sicher (Vielen Dank für die tolle Unterstützung und den Fahrerservice). Also konnte es losgehen. Am Freitag Nachmittag holte mich mein Bruder in Wien am Flughafen ab. Der Rest des Tages war schnell vorbei. Ab ins Hotel einchecken, kurz die Beine auslaufen, Essen gehen und ab ins Bett. Am Samstag sind wir dann nach St. Pölten gefahren. Dort stand ein hartes Tagesprogramm auf dem Plan. Startunterlagen abholen, Radstrecke abfahren, Schwimmstart und Wechselzonen besichtigen und Rad einchecken. Anschließend sind wir wieder nach Wien zum Essen gefahren. Nach dem Essen habe ich noch meine Sachen für das Rennen gepackt und gegen 22:00 Uhr habe ich mich schlafen gelegt. Am Sonntag klingelte der Wecker um 4:00 Uhr! In St. Pölten angekommen ging es in die Wechselzone und das Rad wurde nochmals geprüft. Danach sind wir ganz langsam zum Schwimmstart gegangen. Da in Wellen gestartet wurde, konnte ich mir den Start der Profis noch anschauen. Dann war warm machen und Einschwimmen dran. Um 7:45 Uhr fiel dann für mich der Startschuss. Die ersten paar hundert Meter kam ich gut weg und fühlte mich wesentlich besser als in den letzten Jahren. Für die ersten tausend Meter hatte ich gehofft eine Zeit um 15 Minuten zu schwimmen. Leider brauchte ich für die ersten tausend Meter dann ca. 17 Minuten. Da war die Enttäuschung doch schon groß, da ich auch noch 900 Meter nach dem Landgang zu schwimmen hatte. Nach 34,37 Minuten kam ich dann aus dem Wasser. 4 1/2 Minuten langsamer als geplant. Nach weiteren 4:13 Minuten saß ich endlich auf dem Rad. Treten bis zum Umfallen war die Devise. Auf den ersten 10 Kilometern merkte ich aber schon, dass das heute nicht mein Radtag sein wird. Die Sitzposition fühlte sich nicht gut an und die Beine haben keinen Druck auf die Pedale gebracht. Die restlichen 80 Kilometer war eine reine Quälerei. Nie hatte ich auf der Strecke mal das Gefühl, dass es rund läuft. Nach langen 2:35:09 Stunden kamen ich sehr entkräftet in die Wechselzone. Da ich bei diesen Zeiten keine Chance mehr hatte auf die vorderen Plätze lies ich es beim Laufen locker angehen. Das Anlaufen gelang sehr gut. Leider hatte ich auf den ersten Kilometern noch Bach- und Rückenschmerzen, die vermutlich von der nicht idealen Aeroposition kamen. Nach 10,5 Kilometern packte mich dann doch noch der Ehrgeiz und ich wollte heraus finden, ob ich die zweiten 10,5 Kilometer noch schneller laufen konnte. Erfreulicherweise gelang mir dies dann auch. Für die 21 Kilometer benötigte ich dann 1:32:04 Stunden. Das bedeutete dann einen 4:21 km/h Schnitt. Mehr als der 39ste Platz in der Altersklasse und 263ste Platz in der Gesamtwertung war an diesem Tag nicht drin. Das Rennen war auich eine Standortbestimmung und zeigte mir, dass die 2 Monate Trainingsausfall leider nicht ganz spurlos an mir vorbei gegangen sind. Dafür muss ich dann mit dem Ergebnis doch noch zufrieden sein., wäre aber gern weiter vorne dabei gewesen. Gratulation noch an Gregor, der einen tollen Radsplit hingelegt hat.


Erster Testwettkampf in St. Pölten 70.3 – Startnummer 1920

Endlich steht am kommenden Sonntag der erste Testwettkamp in St. Pölten an. In dieser Woche wird schön getapert, um am Sonntag, den 24. Mai 2009 die Sau rauszulassen. Ob die Sau wirklich raus kommt wird man sehen. In dieser Saison kann ich mich selbst überhaupt nicht einschätzen. Durch die vielen Verletzungen und Trainingsausfälle hat sich meine Zielsetzung doch ziemlich verschoben. Für die Halbdistanz in St. Pölten wünsche ich mir einen flüssigen und reibungslosen Verlauf. Welche Leistungen ich in den einzelnen Disziplinen abrufen kann, kann ich gar nicht sagen. Die Trainingsresultate liegen weit hinter denen des Vorjahres und sind in den letzten Wochen auch sehr unterschiedlich gewesen. In St. Pölten möchte ich meine Renntaktik zum ersten mal nicht erst nach dem Schwimmen starten, sondern schon während des Schwimmens. Als schlechter Schwimmer habe ich immer gesagt, dass mein Wettkampf erst auf dem Rad beginnt. Diesmal versuche ich, dass mein Wettkampf schon beim Schwimmen los geht und dass ich mit einer akzeptablen Schwimmzeit mit im vorderen Radfeld lande. Auf dem Rad wird dann Druck gegeben, bis die Beine zittern. Nach dem Radfahren entscheidet sich dann, ob ich noch auf den 21 Kilometern versuche alles zu geben, um eine gute Plazierung zu erreichen, oder ob ich das Tempo raus nehme und mir somit die Regenationszeit für den letzten harten Trainingblock vor dem IM Frankfurt, verkürze. Unter http://ironman.com/events/ironman70.3/austria70.3 kann man den Wettkampf verfolgen.

Leider gibt es auch beim Triathlontraining sogenannte Nebenwirkungen, wie man auf den folgenden Bildern sehen kann :-(


Vorletzter Trainingsblock ist vorbei

In den letzten Wochen habe ich mich mit Berichten in meinem Block sehr zurück gehalten, da ich nicht wusste, wie mein Körper mit den Strapazen fertig wird. Er hat das Training angenommen, aber von einer optimalen Vorbereitung kann man nicht sprechen. Ich bin aber zufrieden, da die Leistungskurve wenigsten nicht konstant geblieben ist, sondern auch ein bisschen nach oben ging. Dank Dr. Matthias Schmidt konnte ich nach meiner überstandenen Pankreatitis das Lauftraining auch wieder intensivieren. Über ein Jahr konnten und wollten die meisten Ärzte mir nicht helfen. Nach drei Behandlungen derFaszien bin ich fast schmerzfrei und kann auch wieder ein ganz ungewohntes Tempo laufen. Es ist schon ein Unterschied, ob man den Kilometer in 5:30 Minuten oder in 4:50 Minuten im GA1 Bereich laufen kann. Dafür nochmals vielen Dank für die Behandlungen.
Trainingshöhepunkt Mitte Mai war eine Radausfahrt mit Linus Gerdemann, dem Kapitän des Milram Team. Roger Tanner von Storm Cycles hat diese Radausfahrt ermöglicht. Vielen Dank nochmals dafür. Es war schon beeindruckend zu erfahren, was für Welten zwischen mir und einem Radprofi liegen. Während der gesamten Radausfahrt kam ich mir vor, wie wenn ich auf einem Dreirad einem Rennradfahrer hinterher jage. Mehr Details plaudere ich lieber nicht aus. Mit von der Partie war auch Benny, der auch ein hervorragender Radfahrer ist und auch an Straßenrennen teilnimmt.


Mein Wettkampfrad 2009

Endlich schaffe ich es Euch mein Wettkampfrad für 2009 vorzustellen. Es ist wieder ein Pearl geworden!
Rahmen: Pearl Edge 2009 mit Sonderlackierung
Lenker: Vision TriMax Plus R-Bend
Sattel: Specialized Toupe 130
Kurbel: Wireless Powermeter Professionel FSA
Schaltwerk: SRAM red
Laufräder: Zipp 606
Besonderheit: SRM Wireless


Was bisher geschah…

Eines vorweg. Die letzten Wochen waren mit einer langen Trainingspause verbunden. In der Nacht vom Sonntag auf Montag, den 2.03.09 musste ich gegen 3:00 Uhr mit dem Notarztwagen ins UKEHamburg gebracht werden. Nach einem Tag auf der Intensivstation hat sich heraus gestellt, dass ich Gallensteine und eine akute Pankreatitis habe. Na, dann gute Nacht. Dieses blöde Tier hat mich fast 5 Wochen vom Training abgehalten. In der Zeit ging aber auch gar nichts. Alles war nur wahnsinnig anstrengend und ermüdend. Nach dem Schuhe binden hatte ich schon einen Puls von 115. Was soll man dazu noch sagen. Nun muss ich schauen, ob ich meine Ziele überhaupt noch verfolgen kann! Sollte der Körper das Training in den nächsten zwei Wochen nicht annehmen, dann werde ich wohl oder übel für dieses Jahr das Training beenden müssen. Mal schauen, was die nächsten Wochen so bringen.

Leistungsdiagnostik

In dieser Woche hatte ich meinen Leistungstest bei perfect getaway. In netter Atmosphäre hat mich Heiko auf dem Rad und dem auf dem Laufband zu meiner maximalen Leistung getrieben. Das Ergebnis empfand ich als sehr nüchtern. Ich dachte, dass ich mehr drauf habe. Nun muss ich doch kleinere Brötchen backen. Beim Radeln bin ich bei 380 Watt ausgestiegen, da ich schon längst im anaeroben Bereich war. Von der Kraft hätte ich noch weiter treten können. Aber wofür? Beim Laufen bin ich bei Tempo 18 km/h vom Band, da ich auch hier schon im anaeroben Bereich war.
Was hat es mir nun gebracht? Es hat mich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und mir das Bewustsein geschaffen, dass ich mich doch mehr an die Vorgaben des Trainingsplanes halten sollte. Seitdem trainiere ich ganz konsequent in den vorgegebenen GA – Bereichen. Effekt ist, dass ich nicht immer versuche mir im Training etwas zu beweisen und ich viel erholter und entspannter die Trainingseinheiten absolviere. Bin schon sehr gespannt, wie sich das auf die Wettkämpfe ausübt.